Warum man immer noch für das Stillen in der Öffentlichkeit kämpfen muss

Stillen ist die natürlichste und gesündeste Art und Weise, ein Baby zu ernähren. Wer einmal beginnt, die Vorteile des Stillens aufzuzählen, findet kaum ein Ende.

Trotzdem ist es es gesellschaftlich noch immer nicht ausnahmslos akzeptiert.

Um Bewusstsein für das Stillen zu schaffen, wurde die internationale Weltstillwoche ins Leben gerufen, die seit 1991 in mehr als 120 Ländern begangen wird. Dieses Jahr findet sie also zum 16. Mal statt, und zwar jetzt in dieser Woche. Sie steht diesmal unter dem Motto „Stillen fördern – gemeinsam!“. Es wurde wie jedes Jahr von der „World Alliance for Breastfeeding Action“ vergeben (auf Deutsch die „Weltallianz für aktive Stillförderung“).

Die Weltstillwoche soll aber nicht nur ein Thema für frischgebackene Eltern und Hebammen sein. Sie soll vor allem die Öffentlichkeit und Politik erreichen. Denn Stillen – vor allem auch unterwegs und in der Öffentlichkeit – ist selbst bei uns noch immer nicht selbstverständlich.

Klar, jede Schwangere und junge Mutter lernt, dass Stillen nicht nur praktisch und preiswert, sondern auch mit zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen für das Baby verbunden ist. Deshalb nehmen Still-Mamas damit verbundene Schmerzen und auch Einschränkungen wie den Verzicht auf Alkohol oder scharfe Gewürze gern in Kauf.

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Doch es gibt eine weitere Einschränkung, die sie keinesfalls in Kauf nehmen sollten: Die Diskriminierung des Stillens in der Öffentlichkeit. Auf genau dieses Thema will die Weltstillwoche 2017 aufmerksam machen.

Denn keine Mama sollte sich genötigt sehen, auf öffentlichen Toiletten zu stillen. Keine Mama sollte die Straßenbahn oder den Bus verlassen müssen, wenn ihr Baby Hunger hat. Und keine Mama sollte jeden Ausflug akribisch durchplanen müssen, um für die nächste Stillrunde Privatsphäre zu haben.

„Die Forderung, dass in Deutschland mehr für die Gesundheit von Frauen und Familien getan werden muss, beinhaltet insbesondere in den ersten Lebensmonaten eines Kindes die Möglichkeit zu stillen. Und zwar unabhängig davon, ob dies öffentlich oder im privaten Raum geschieht“, sagt Martina Klenk, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbands.

Aleyd von Gartzen, Beauftragte für Stillen und Ernährung im Deutschen Hebammenverband, fügt hinzu: „Umso unverständlicher sind negative Erlebnisse, von denen Frauen nach dem Stillen in der Öffentlichkeit immer wieder berichten.“

Doch gegen diese negativen Erlebnisse gibt es glücklicherweise eine Wunderwaffe: Aufklärung!

Eine vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft beauftragte Studie fand nämlich heraus, dass die Akzeptanz des Stillens an öffentlichen Orten größer wird, je mehr die Gesellschaft über die gesundheitlichen Vorteile weiß.

Deshalb ruft die Weltstillwoche Politik und Personen des öffentlichen Lebens auf, sich auf die Seite der Mütter zu stellen.

„Das fordert auch Behörden und öffentliche Einrichtungen, das Stillen an diesen Orten zu ermöglichen und zu zeigen: Wir stehen für die Gesundheit von Mutter und Kind, indem wir Stillen fördern – gemeinsam“, so Aleyd von Gartzen.

Wir hoffen, dass es eines Tages für jeden selbstverständlich sein wird, dass eine Mutter ihr Kind stillt, wenn es Hunger hat. Egal, wo sie sich gerade befindet.

Anna Moniz

Vor zwei Jahren hat es mich mit meinem Mann und unserer Tochter vom hohen Norden nach Niederbayern verschlagen. Hier arbeite ich als Autorin für Echte Mamas sowie als freie Texterin und PR-Beraterin. Die Turbulenzen des echten Mamalebens halten mich dabei täglich auf Trab und machen mich gleichzeitig zum glücklichsten Menschen aller Zeiten.

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