Na, eeendlich lösen Experten das Rätsel: Warum Männer so lange auf Klo bleiben

„So, muss nochmal jemand pischern? Ich bin dann mal nämlich kurz auf Klo!“ Seufz. Wenn Männer das sagen, müsste man sich eigentlich gebührend verabschieden – schließlich wird man sich eine Weile nicht sehen.

Denn die Zeit, die der Liebste auf dem Lokus verbringt, reicht zumeist dicke, um einen Harry-Potter-Band durchzulesen, mit den Kindern endlich den zweiten Teil von Frozen zu gucken oder das komplette Haus feucht durchzuwischen.

Fragt sich eigentlich wirklich noch jemand, warum das so ist? Und warum „das Geschäft“ dann noch länger dauert, wenn ein Mann zum Vater wird? Ich denke nicht. Vor allem nicht, wenn durch die Badezimmertür regelmäßig die wummernden Bässe oder das aufgeregte Gequatsche eines Youtube-Videos dröhnen.

Ach, Männer – wir sind doch nicht doof. Ihr aber auch nicht! Denn was sollen wir schon sagen? „Mäh, du bist immer sooo lange auf Klo!“? Merkwürdigere Vorwurf, den sparen wir uns lieber. Und grumpfen in uns hinein.

Das Problem beschäftigt Frauen weltweit

Auf reddit.com, einer US-Community, hat eine Mutter kürzlich genau dieses Problem beschrieben – und sie hat sich eines Tages damit beholfen, das W-Lan abzuschalten. Schneller war ihr Mann nie wieder zurück bei ihr und ihren gemeinsamen Zwillingen. Allerdings war er auch sehr, sehr wütend.

Das halbe Internet diskutierte, ob sie nun „The Asshole“ (eine beliebte Rubrik bei Reddit) sei oder aber vollkommen im Recht.

Es ist und bleibt also ein großes Thema, all diese Lebenszeit, die Kerle auf dem Klo verbringen.

Und wo es ein großes Thema gibt, können Wissenschaftler nicht allzu weit entfernt sein. Das Online-Magazin Romper beispielsweise hat Dr. Niket Sonpal vom Brookdale University Hospital & Medical Center befragt. (Warum einen Mann – die halten doch alle zusammen!?) Dieser sagte, es gebe tatsächlich medizinische Gründe, aus denen Männer so lange auf der Toilette bleiben könnten. „Theoretisch sollte niemand so lange brauchen, um einen Stuhlgang zu haben. Dies bedeutet, dass die Person nicht genug Wasser bekommt und der Stuhl zu hart ist “, sagt Dr. Sonpal. „Sie bekommen nicht genug Ballaststoffe.“ Ah so. Verstopfung also. Eine Studie von New Scientist besagt, dass das durchschnittliche Säugetier, einschließlich des Menschen, nur 12 Sekunden braucht, um zu k****n. 12 Sekunden.

Nun. Sind wir nun alle Biester und verurteilen unsere Männer dafür, dass sie (alle!!!) Verstopfung haben? Das wäre ja nun nicht so nett. Aber… Glauben kann und will ich das tatsächlich nicht 😉

Und da kommt noch eine andere Theorie ins Spiel.

Und die ist irgendwie…. wahrscheinlicher. Denn gegenüber CafeMom sagte Psychotherapeut Jonathan Alpert, dass das Badezimmer eine Art Versteck für Männer sei. (Okay, er sagte Menschen. Ich habe mir erlaubt, ihn zu korrigieren.) Denn: Niemand fragt sie jemals, was sie dort zu lange getan haben. Im Normalfall will man es nicht wissen und zudem „fragt man das eben einfach nicht“. „Ich denke, ich würde es einen sicheren Ort nennen“, sagte Alpert. „Wissen Sie, die meisten Leute werden nicht die Aktivitäten oder die Motivation von jemandem in Frage stellen, auf die Toilette zu gehen. … Jeder verdient seine Privatsphäre, um auf die Toilette zu gehen, und ich denke, einige Leute nutzen sie vielleicht für etwas mehr als das und zu ihrem Vorteil. “

Ja – danke! Da ham wir es doch! Schwarz auf weiß vom Experten bestätigt, was wir schon lange selbst wussten.

Nur: Wie nutzen wir dieses Fachwissen jetzt?

Das muss jede für sich entscheiden… Halten wir unsere Jungs permanent dazu an, ballaststoffreich zu essen und genug zu trinken – und dieses Verstopfungsding auszuschließen? Versuchen wir uns tiefenpsychologisch und fragen ihn, warum er so viel Raum für sich braucht? Versuchen wir den Trick mit dem W-Lan?

Oder: Lassen wir unserem Partner einfach diese Auszeit, die er nicht mit uns verhandeln muss, tun so, als wüssten wir nichts davon und grinsen in uns hinein? Und nehmen im Gegenzug das nächste Mal, wenn unser Bäuchlein zwickt, einen Stapel Zeitschriften oder eben auch das Handy mit aufs Klo und lassen uns gaaanz viel Zeit? Denn so schlecht ist die Idee ja an sich nicht…

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meiner Familie in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Seit 2015 bin ich Mama einer wundervollen Tochter.

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