Warum ich meiner Tochter große Geschenke zu Ostern mache

Als ich ein Kind war, wusste ich jedes Jahr genau, was Ostern auf mich zukommen würde. Wir frühstückten mit der ganzen Familie ein ausgedehntes Osterfrühstück, danach ging es raus zur Eiersuche.

In unsere Nester kamen gefärbte Eier, Schokoladen- und Zuckereier. Nachmittags gab es noch Kaffee und Kuchen und einen ausgedehnten Osterspaziergang. Das war’s.

Schon damals war ich immer irritiert, wenn Schulfreunde erzählten, dass sie Schmuck, ein Fahrrad, eine Armbanduhr oder andere teure Geschenke bekamen. Selbst als Kind fand ich das übertrieben und sagte mir noch Jahre später, dass es große Geschenke an Ostern bei mir niemals geben würde.

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Auch heute tendiere ich innerlich immer noch zum bescheidenen, einfachen Osterfest. Ich mag die gemeinsame Zeit mit der Familie, die fröhliche Stimmung und feierliche Musik im Ostergottesdienst. Ostern ist für mich ein Fest des (Neu-) Anfangs und des Optimismus und diese positiven Gefühle sollten eigentlich Geschenk genug sein – neben der Freude beim Ostereier suchen und finden natürlich.

Eigentlich! Denn ich gestehe es ganz offen: Seit letztem Jahr habe ich der österlichen Bescheidenheit abgeschworen.

Meine Tochter beim Ostereiersuchen. Foto: privat

Der Grund ist ein ganz praktischer: Meine vierjährige Tochter hat im Herbst Geburtstag, nicht allzu weit von Weihnachten entfernt. Dadurch ist die Zeit zwischen Weihnachten und Geburtstag so wahnsinnig lang, dass ich nicht weiß, wohin mit all meinen Geschenkideen für sie.

Das „Problem“ ist, dass ich meine Tochter ohnehin schon nach Strich und Faden verwöhne (wofür ich von Mann und Großeltern natürlich regelmäßig gescholten werde) und ich mich zügeln muss, ihr nicht ständig ohne Anlass Dinge zu schenken.

Auch überkommt mich schon kurz nach Weihnachten regelmäßig ein schlechtes Gewissen, wenn meine Tochter sich von Herzen etwas wünscht und ich sie auf den nächsten Herbst bis zu ihrem Geburtstag vertrösten muss. Das ist für sie doch ein gefühltes halbes Leben! Das kann ich ihr doch nicht zumuten!

Deshalb hat mein Mutterherz alle christlichen Grundgedanken und Bescheidenheitsvorsätze über Bord geworfen und Ostern neben Geburtstag und Weihnachten zu unserem dritten großen Fest des Schenkens gemacht.

Letztes Jahr bekam meine Tochter deshalb ihr erstes Fahrrad (Second Hand, also gar nicht so teuer, aber das ist ihr ja eh egal). Dieses Jahr arbeite ich noch an der Geschenkeliste, aber es wird auch diesmal eher üppig ausfallen. Üppiger zumindest, als ich es als Kind kannte.

Mein frommer Plan ist, diese „Verwöhn-Ostern“ langsam aber sicher wieder zurückzuschrauben, bevor meine Tochter sie als selbstverständlich ansehen wird. Doch ob mir das rechtzeitig gelingen wird, kann ich nicht garantieren.

Dazu schenke ich einfach zu gern – und es gibt so viele tolle Dinge zu schenken! Vielleicht werde ich Ostern deshalb auch dauerhaft als dankbaren Anlass beibehalten – aller Erziehungsgrundsätze zum Trotz.

Anna Moniz

Vor zwei Jahren hat es mich mit meinem Mann und unserer Tochter vom hohen Norden nach Niederbayern verschlagen. Hier arbeite ich als Autorin für Echte Mamas sowie als freie Texterin und PR-Beraterin. Die Turbulenzen des echten Mamalebens halten mich dabei täglich auf Trab und machen mich gleichzeitig zum glücklichsten Menschen aller Zeiten.

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