Wann Schnuller abgewöhnen? Das richtige Alter – und gute Tipps

Viele Kinder lieben ihren Schnuller heiß und innig. Und zugegeben, wir Mamas haben ihn anfangs ja meist ebenso geliebt. Nicht umsonst heißt er ja auch Beruhigungssauger, nicht wahr? Diese himmlische Stille, die er nach einem ohrenbetäubenden Schreianfall schaffen kann, nur durch zartes Schmatzen unterbrochen – einfach wunderbar! Aber irgendwann ist es eben doch an der Zeit, dass wir uns überlegen, dass der Nuckel weg muss. Wann sollte man den Schnuller abgewöhnen?

Wann den Schnuller abgewöhnen?

In welchem Alter man die Entwöhnung angeht, ist laut Experten auch nicht ganz unerheblich. Im ersten Lebensjahr ist der Schnuller noch völlig unproblematisch. Das Saugen ist ein normales Bedürfnis in diesem Alter und das sollten wir unserem Kind auch zugestehen.

Nach dem ersten Geburtstag lässt dieser Drang dann allmählich nach. Trotzdem muss dieses zweite Lebensjahr dann laut Experten nicht unbedingt der richtige Moment sein, unser Kind vom Schnuller zu entwöhnen. Unter zwei Jahren ist es sehr hart, wenn der „Nulli“ auf einmal weg ist. Unser Schatz versteht den Vorgang einfach noch nicht.

In diesem Alter sollten wir dafür lieber anfangen, den Schnuller nur noch zum Schlafen und in Ausnahmefällen zum Beruhigen zu geben. Und so den Abschied gaaaanz langsam und behutsam einläuten.

Die besten Tipps für den Abschied vom Nuckel

Aber wie nur sollen wir es irgendwann schaffen, unserem kleinen „Süchtigen“ den Schnuller ohne allzu großes Drama abzugewöhnen? Vielen Mamas wird bei dem Gedanken richtig Angst und Bange.

Aber keine Sorge, mit ein bisschen Vorbereitung und ganz viel Gelassenheit klappt das schon!

  1. Den richtigen Zeitpunkt finden: Wann kann man denn Schnuller am besten abgewöhnen? Wenn unser Kind krank ist, Kummer hat oder sich unsere Familie in einer stressigen Phase befindet, sollten wir das Projekt „Schnullerfrei“ lieber nicht angehen.
  2. Viel Zeit und Ruhe für die Trennung nehmen: Ist unser Kind ein besonders hartnäckiger Schnullerfan, kann es sogar eine gute Idee sein, sich für die ersten Tage Urlaub zu nehmen. Denn das Gefühl, dass auch ein paar wache Nächte „egal“ wären, entspannt ungemein. Diese Ruhe vermitteln wir dann auch unserem kleinen Schatz  – und dieses Gefühl kann er gut jetzt verdammt gut gebrauchen!
  3. Eines bitte unbedingt vermeiden: Den Schnuller einfach still und heimlich verschwinden zu lassen. Das wäre für unser Kind furchtbar! Besser: Sprechen wir mit unserem Kind darüber, dass es ja nun groß ist und den Schnuller nicht mehr braucht. Wir sollten uns vorher überlegen, welcher Weg gut zu unserem Kind passen könnte. Und diesen planen wir dann mit ihm gemeinsam.
  4.  Schritt für Schritt vorgehen: Einige Kinder kommen super mit einer schrittweisen Entwöhnung klar. Brauchen sie den Schnuller gerade WIRKLICH? Wenn nicht, dann kommt er in ein Schatzkästchen und ruht sich dort aus.
  5. Oder lieber Knall auf Fall? Bei vielen Kindern ist allerdings ein „kalter Entzug“ nötig – aber natürlich auf eine kindgerechte, liebevolle Art und Weise. Bewährt ist hier die Schnullerfee: Sie kommt nachts, und wer ihr den Schnuller hinlegt, findet an seiner Stelle morgens ein tolles Geschenk!
  6. Auch eine tolle Idee: Es wird eine echte Schnuller-Party gefeiert! Ab heute ist unser Kind groß und kein Baby mehr – Schnuller adé!
  7. Und was bei vielen Mama-Freundinnen von mir super geklappt hat: Der Schnuller wird verschickt. Gemeinsam mit dem Kind steckten sie alle Sauger in ein Päckchen und brachten es zur Post. Dann reisten die Nuckel zu… Oma, Tante, dem Schnuller-Engel oder oder oder… Vorher verabredeten sie mit dem Adressaten, dass er kurze Zeit später ein Päckchen mit einer schönen Überraschung zurückschickt.
  8. Schnuller-Baum: Zudem gibt es in vielen Städten Schnuller-Bäume. Hier können Kinder ihren Schnuller anhängen, Abschied nehmen und – wenn die Sehnsucht zu groß ist – ihn sogar noch einmal besuchen.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Any S! (@anyspage) am

Auch wenn man sich für die Schnuller-Entwöhnung viel Zeit nimmt und eine positive Geschichte darum strickt, ist es gut möglich, dass eins ums andere Mal Tränen fließen.

Dann nicht verzweifeln, sondern das Kind ablenken und trösten. Denn dafür sind wir Mamas in schwierigen Situationen ja da.

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meinem Freund und unserer fünfjährigen Tochter in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Ich mag leckeres Essen, laute Rockmusik und ab und zu sogar ein bisschen Sport.

Alle Artikel