Das war der Moment, in dem sie anfing, per Google nach geeigneten Möglichkeiten zu suchen, um einen Säugling ruhigzustellen – oder auch ganz „loszuwerden“.
Anschließend legte sie ihren vier Wochen alten Sohn in die gefüllte Badewanne und ließ ihn ertrinken. Nachdem er eine Minute lang unter Wasser war, bekam sie einen Schrecken, riss ihn aus der Wanne und wollte ihn wiederbeleben. Leider viel zu spät.
Die junge Frau geriet in Panik, sie steckte das tote Baby in ihren Rucksack und lief in einen Park. Von dort aus rief sie die Polizei an und erzählt, dass ihr gerade ein Unbekannter ihren Sohn aus den Händen gerissen hätte. Dann wäre er mit ihm davongelaufen.
Die Polizei startete sofort die Fahndung – war sich aber unsicher, ob sie der aufgelösten Frau ihre Angaben glauben sollten. So untersuchten sie auch deren Handy und machten dabei eine makabre Entdeckung. Sie fanden die letzten Suchanfragen der Mutter:
„Wie töte ich ein Baby?„, „Wie lange dauert es, bis ein Baby ertrinkt?“ oder „Methoden, um sofort zu sterben“.
Dann fanden die Beamten die Leiche des Jungen in ihrem Rucksack. Die Frau wurde sofort verhaftet und kam ins Gefängnis.
Was geht in einer Mutter vor, die ihr Baby aussetzt oder tötet? HIER kannst du ein Expertinnen-Interview zu diesem Thema lesen.
Du weißt manchmal selbst nicht weiter? Bitte unbedingt um Hilfe, du musst nicht alles alleine schaffen! Es gibt viele Insitutionen, die dir in einer Krise helfen können. Dazu gehört unter anderem die
Nummer gegen Kummer – Elterntelefon: 0800 111 0550 (montags bis freitags von 9 bis 11 Uhr, dienstags und donnerstags bis 19 Uhr)
Vor der Tat googelte sie noch: „Wie tötet man ein Baby“?
Von
Laura Dieckmann
13. Dezember 2021