Seeeuuufz. Aber klar, es ging nicht nur uns so. Sondern auch Zehntausenden anderen Kindern.
Und auch klar: Wenn die Fallzahlen explodieren, lässt man natürlich keine Schwimmschule mit x herumtollenden Kindern und x korrigierenden Lehrern offen.
Trotz allem ist das Ganz natürlich ein echtes Problem: Denn auch, wenn es jetzt langsam wieder los geht mit dem Unterricht, warnen diverse Experten alarmiert vor „einer Generation von Nichtschwimmern“!
Ob das nicht ein wenig zu dramatisch ist, weiß ich nicht. Denn es heißt ja nun auch nicht, dass diese Kinder NIE mehr schwimmen lernen.
Aber für diesen Sommer sollte es einen wirklich alarmieren.
Denn ja, meine Tochter und ihre Kurs-Kumpel legen jetzt wieder los mit dem Schwimmenlernen. Aber eigentlich wären sie ja schon durch und die nächste Riege Kinder könnte den Kurs belegen.
Es gibt schlichtweg nicht genug Kurse für all die Kinder, die jetzt schwimmen lernen müssten. Und so zitiert z. B. die Westfalenpost auch Ihno Breitenbach, Vorsitzender der DLRG Gevelsberg: „Es werden mehr Kinder ertrinken.“
Aber was kann man tun, wenn man betroffen ist und keinen Platz im Schwimmkurs bekommen hat?
Natürlich kann man probieren, seinem Kind selbst das Schwimmen beizubringen, das haben ja Generationen von Eltern vor uns irgendwie auch geschafft. Wenn dies aber nicht gelingt, nicht enttäuscht sein! Man kann aber zumindest immer wieder am der Wassergewöhnung arbeiten, entweder in Schwimmbädern etc., wenn sie geöffnet sind, oder auch in der heimischen Dusche. In der kann man das Kind zumindest spielerisch und ganz vorsichtig daran gewöhnen, Wasser über den Kopf, in die offenen Augen etc. zu bekommen – all das kann dann später beim Schwimmenlernen tatsächlich helfen.
Wenn das Kind schon mit dem Schwimmenlernen begonnen hatte, unbedingt regelmäßig weiter üben! Zudem immer wieder bei der Schwimmschule nachfragen, wann es neue Kurse gibt. Es wird tatsächlich in vielen Regionen an Wegen gearbeitet, wie mehr Kinder als sonst schwimmen lernen können – längere Öffnungszeiten der
Am allerwichtigsten aber: Sein Kind mit Argusaugen beobachten. Ich bin eigentlich kein Freund davon, seinen kleine Schatz auf dem Spielplatz o.ä.zu umkreisen, damit es ja keinen Kratzer bekommt. Am Wasser sehe ich das anders.
Und noch eine Lockdown-Folge: „Es werden mehr Kinder ertrinken!“
Von
Laura Dieckmann
21. Juni 2021