Sparen mit der „Umschlag-Methode“: Rettung in schlechten Zeiten?

Aktuell müssen Familien mit ihrem Geld gut haushalten. Alles wird teurer, jeder Einkauf geht so richtig ins Geld. Da kommt man schon mal ins Grübeln, wo das ganze Geld im Laufe des Monats überhaupt gelandet ist – und wo man noch ein wenig einsparen könnte. Recherchiert man ein wenig in diese Richtung, stößt man immer wieder auf die „Umschlag-Methode“, die beim Einteilen des eigenen Budgets unschlagbar hilfreich sein soll.

Da bin ich natürlich neugierig geworden und hab mir diese Art des Budgetierens mal genauer angesehen:

1. Umschlag-Methode – was soll denn das sein?

Die Umschlag-Methode soll dazu dienen, sein vorhandenes Budget clever und übersichtlich zu verplanen. Man verteilt seine monatlichen Einnahmen auf festgelegte Kategorien, wie z. B.  Lebensmittel, Haushalt, Urlaub, Kleidung, Geschenke, Freizeit…. Man hantiert dafür in der Regel mit Bargeld und hat daher das vorhandene Geld für laufende Kosten, aber auch für eventuelle Sparziele, jederzeit spürbar in der Hand und direkt vor den Augen.

2. Was brauche ich dafür?

Nicht viel. Wieviel, dass kommt ein wenig darauf an, wie ernst bzw. „hübsch“ man das ganze machen will. im Grunde genommen reichen tatsächlich ein paar Umschläge aus, für jeden Kostenpunkt einer. Im Internet (z.B, bei Etsy oder auch HIER* bei Amazon, Affiliate Link) bekommt man aber eine Menge Zubehör, die das Sparen ein wenig attraktiver machen: Ordner mit kleinen Täschchen, Zipper-Folien, Beschriftungsstickern etc. pp.

3. Und wie funktoniert die Umschlag-Methode nun genau?

Eigentlich ganz einfach, wenn man sich einmal eingefuchst hat.

Es gibt ein paar Schritte, die man einmalig machen muss, um mit der Umschlag-Methode starten zu können:

  • Die monatlichen Fixkosten notieren – diese landen später nicht in Umschlägen, denn in der Regel werden diese meist vom Konto abgebucht.
  • Die variablen Kosten notieren, am besten über mehrere Monate.
  • Die variablen Kosten in Kategorien einteilen.
  • Feste, realistische Budgets für jeden Monat festlegen – am besten einen Durchschnitt aus mehreren Monaten.

Und dann kann es richtig losgehen mit dem Budgetieren:

  • In regelmäßigen Abständen soviel Geld vom Konto abheben, wie zum Befüllen der Umschläge benötigt wird. Wie oft das ist, darüber gehen die Meinungen auseinander. Eine Experten machen das einmal im Monat, andere raten eher zu einem ein- oder zweiwöchigen Rhythmus.
  • Geld in die jeweiligen Umschläge füllen.
  • Einkäufe, die in die Kategorien der befüllten Umschläge fallen, wenn möglich immer in bar aus den Umschläge bezahlen. Geht es mal nur per Karte, den betreffenden Betrag trotzdem aus dem Umschlag nehmen und fürs nächste Befüllen beiseite legen.

Im Internet findet ihr jede Menge Anleitungen und Inspirationen zur Umschlag-Methode, z. B. dieses tolle Video von Budgetheldin:

 

4. Was sind die Vorteile dieser Spar-Methode?

Es fängt bei dem ersten Schritt, dem Bilanz-Ziehen an: Wenn man seine Ausgaben schwarz auf weiß, centgenau gesammelt sieht, kann man sich schon mal überlegen, welche davon wirklich nötig sind /waren. Am Monatsende bliebt nix übrig, dafür gehen 20 Euro pro Woche in Snacks vom Bäcker? In solchen Fällen kann schon ein kleines Umdenken viel bewirken.

Aber auch das regelmäßige Einteilen des vorhandenen Geldes bietet deutliche Vorteile. Erstens sieht man genau, wieviel Geld man aktuell noch zur Verfügung hat für diese oder jene Kategorie. Macht man es richtig, gibt es kein Schummeln und Mit-sich-selbst-Schachern.

Ein weiterer Vorteil der Umschlag-Methode ist, wie schon gesagt, das Bargeld. Man sieht, wie es einem „durch die Finger rinnt“, und das ist viel eindrucksvoller, als ein EC-Plastikkärtchen durch ein piependes Gerät zu ziehen.+

5. Gibt es auch Nachteile?

Ich würde sagen, dass ist ein Typ-Frage. Nicht jeder kommt gut mit der Umschlag-Methode klar und hat Lust oder Zeit, sich doch so regelmäßig mit seinem Geld auseinanderzusetzen.

Experten geben außerdem zu bedenken, dass die Finanzplanungs-Methode nicht gut dafür geeignet ist, größere Rücklagen zu bilden.

6. Umschlag-Methode: Das Fazit

Die Umschlag-Methode ist prima geeignet für alle, die regelmäßig zu viel ausgeben und/oder nicht genau wissen, wo ihr Geld bleibt. Der Überblick, den sie bietet, ist nahezu unschlagbar – und schon alleine die intensive Beschäftigung mit dem eigenen Budget wirkt für viele wie ein „reinigendes Gewitter“.

Ich glaube, ich werde das mal testen – und ihr?
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Interessiert euch die Umschlag-Methode?x

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Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meiner Familie in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Seit 2015 bin ich Mama einer wundervollen Tochter.

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