Streaming-Dienste: Bei diesen Serien lohnt das Dranbleiben

Kennst du das auch: Du bist total müde, und eigentlich zu nichts mehr in der Lage, außer noch ein wenig auf der Couch zu lümmeln? Eigentlich ein guter Zeitpunkt, eine der neue Serien zu starten. Mich setzt dabei leider oft der Gedanke an die rare Erwachsenenzeit unter Druck. Ich will sie nämlich nicht mit langweiligem Mist vergeuden. Dann läuft mein gemütlicher Fernsehabend so ab: Ich schalte das Gerät ein und scrolle durch die Angebote der Streaming-Dienste. Parallel suche ich auf dem Smartphone nach Infos zu den Serien. Angesichts der Riesenauswahl kommt es zum Overkill. Schließlich vergeht mir die Lust. Oder ich entscheide mich halbherzig für eine Serie. Natürlich denke ich dann hinterher die ganze Zeit, die andere wäre doch die bessere Wahl gewesen.

Damit es euch nicht so geht, teile ich hier mit euch meine kleine Serien-Hausapotheke – mit dem passenden Mittel für jede Stimmung. Das Beste: Diese fünf Serien der großen Streaming-Dienste punkten mit starken Frauenfiguren, sind aber auch für Männer unterhaltsam.

Ich will Spannung: Big little Lies – Wenn Mami-Zickenkriege tödlich enden (Sky Ticket)

Die Serie beginnt mit einem Mord – aber wer Täter und Opfer sind, verrät erst die letzte Folge. Und man will echt wissen, wie es dazu kommen konnte! Scheinbar ist doch gar nicht mehr vorgefallen, als ein harmloser Kinderstreit bei einer Einschulung im reichen kalifornischen Monterey. Der reicht allerdings aus, um fiese Feindinnen und treue Freundinnen zu schaffen. Hinter glänzenden Fassaden scheint jede Mutter ein Geheimnis zu verbergen. Je mehr man als Zuschauer über sie erfährt, desto kniffliger wird’s. Eigentlich könnte jede von ihnen Täterin oder Opfer sein. Und so extrem diese Frauen auf den ersten Blick auch wirken, kennen wir sie im Kleinen alle: die furchtbar tiefenentspannte Yoga-Mom, die toughe Karrierefrau, die überforderterte Alleinerziehende, die aufgedrehte Alleinunterhalterin…

Und auch wir finden uns in mindestens eine der Figuren wieder, ob es uns passt oder nicht. Die Serie zeigt eben uns Frauen, wie sie (wir!) sind, egal ob in Kalifornien oder Hamburg. Stark, schön – und manchmal vielleicht auch ganz schön schräg. Es gibt große Gefühle und bitterbösen Humor. Aber vor allem feiert die Serie  den Zusammenhalt unter uns Müttern. Am Ende müssen die Frauen nämlich erkennen, dass sie vielleicht doch mehr gemeinsam haben, als sie trennt. Vor allem, wenn es das Wichtigste zu schützen gilt: unsere Kinder.

Gerade ist die zweite Staffel gestartet. Weil die erste so gut war, mit der man auch beginnen sollte, macht diesmal sogar Schauspiel-Ikone Meryl Streep mit. Wieder dabei sind Nicole Kidmann, Reese Witherspoon und Shailene Woodley.

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Das M in Mama steht für müde ? Das andere M auch ?

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Ich will lachen: Sex Education – So viel mehr als nur Teenie-Porno (Netflix)

Die erste Folge hätte ich fast nicht zu Ende geschaut. Mein erster Eindruck: Och nö, ein neues „American Pie“ voller verklemmter Teenie-Sex-Peinlichkeiten. Wegen der sympathischen Hauptfigur, dem schüchternen Teenager Otis (Asa Butterfield), bin ich hängen geblieben. Der Arme ist schrecklich genervt von seiner Mutter (Gillian Anderson), einer Sex-Therapeutin, die sich sogar für die Onanier-Gewohnheiten ihres Sohnes interessiert. Otis‘ clevere Mitschülerin Maeve sieht in seinem Problem eine Chance. Ausgerechnet Jungfrau Otis soll ihrer Meinung an der Schule den Sex-Therapeuten geben, schließlich hat er ja ein Vorbild dafür zu Hause. Für seinen Rat sollen die Mitschüler blechen.

Verrückterweise läuft das Geschäft gut an – und es kommt tatsächlich zu unzähligen Teenager-Sex-Fremdschäm-Momenten. Die kommen aber so witzig und echt rüber, dass man brüllend lacht und gleichzeitig alle Beteiligten herzhaft knuddeln möchte. Viele ihrer Fragen hätte man wohl früher selbst gern jemandem gestellt. Und spätestens nach der zweiten Folge wird klar, dass es eigentlich um ganz andere Dinge geht. Es geht um Freundschaft und darum, zu sich selbst zu stehen. Sich und andere anzunehmen, egal ob man verklemmt, ungehemmt, Mann, Frau, dick, dünn, ein wenig verrückt, spießig, hetero, schwul oder transsexuell ist. Ich freue mich auf die zweite Staffel.

Ich will schmachten: Discovery of Witches – Klammheimlich stehe ich wohl doch noch auf Vampire (Sky Ticket)

Hach, irgendwie war „Twilight“ ja doch ganz nett. Diese gefährlichen Blutsauger sind einfach sexy. Aber geht es auch erwachsener und ohne Marmorgesichter, die in der Sonne glitzern? Klar! Mit dieser Serie. Man fühlt sich doch gleich viel schlauer und reifer, wenn alle Fabelwesen aus irgendeinem Grund Dozenten an der Elite-Uni Oxford sind. Dort trifft eine Hexe, die nicht hexen will, auf einen Vampir (Matthew Goode), der sich nicht in sie verlieben darf. Was passiert wohl? Richtig!

Fortan schweben die beiden dauernd in Gefahr, weil mordende Intriganten auf der Jagd nach ihnen und einem geheimnisvollen, mächtigen Buch sind. Okay, das Rad wird hier nicht neu erfunden. Aber man kann dennoch nicht aufhören zuzuschauen, die Chemie zwischen den Darstellern ist umwerfend. Wenn romantische Momente zwischen Spucktüchern und Kinderkacke mal wieder Mangelware sind, ist dieses Leinwandknistern reiner Seelenbalsam. Zwei weitere Staffeln sollen folgen.

Ich will Leichtigkeit: The Marvelous Mrs. Maisel – Zum Spaßhaben braucht ein Mädchen keinen Kerl (Amazon Prime)

Ja! Ja! Ja! Es soll eine dritte Staffel geben. Was, ihr habt die erste noch gar nicht gesehen? Unbedingt nachholen. Die süße Midge (Rachel Brosnahan) wird von ihrem Mann für eine andere verlassen. Nun steht sie vor dem Nichts. Nun ja, nicht ganz. Sie hat immer noch eine schicke Wohnung, zwei Kinder und eine herrlich spitze Zunge, mit der es sie in den spießigen 50er-Jahren per Zufall auf eine Bühne verschlägt. Dort entblößt sie im Trennungsschmerz betrunken ihre Brüste, wird verhaftet und als Stand-up-Comedian entdeckt.

Eine Bühnenkarriere war eigentlich der Traum ihres Verflossenen, so dass ihr Talent auch ein Stück weit zur Rache für sein Verhalten wird. Midges Leben wird dadurch allerdings zum Drahtseilakt, denn ihre konservative jüdische Familie darf nichts von ihrer neuen Leidenschaft erfahren.  Obwohl Midge ganz schön verwöhnt ist, muss man sie für ihren Witz, ihren Optimismus und ihren Charme ins Herz schließen. Wenn man ihr zuschaut, fühlt sich sogar am Ende eines harten Tages alles watteleicht an. Außerdem ist da ja noch ihre herrlich derbe Managerin Susie, die für ihre Miete hart arbeiten muss, und deshalb Midge immer wieder auf den Boden holt.

Als Mama kommt man allerdings nicht umhin, sich zu fragen, warum die beiden Kinder fast nie auftauchen. Aber vermutlich kann sich eine wohlhabende New Yorkerin einfach einen verdammt guten Babysitter leisten.

Ich will Frust ablassen: Dead to me – Knautschball? Gebt mit lieber gleich den Golfschläger! (Netflix)

Kennt ihr noch „Dumpfbacke Kelly“ aus „Eine schrecklich nette Familie“? Jetzt ist Christina Applegate zurück, aber harmlos war gestern. In „Dead End“ gerät sie als Jen frisch verwitwet an eine Selbsthilfegruppe, in der sich alles um Vergebung und Loslassen dreht. Peace. Om. Im Ernst? Nicht mit Jen. Sie ist stocksauer, dass ihr Mann Ted überfahren und so ihre Familie zerstört wurde. Auch die beiden Söhne verkraften den Verlust nicht gut.

Statt zu verzeihen und loszulassen, freundet sich Jen deshalb mit der seltsamen Judy (Linda Cardellini) an und macht sich auf die Jagd nach Teds Mörder. Dabei ist sie alles andere als politisch korrekt. Sie flucht, schreit – und holt auch mal den Golfschläger raus. Das tut gut an Tagen, an denen man selbst gerne jemandem an die Gurgel gehen möchte, sich aber doch wieder zu einem höflichen Lächeln zwingt. Wenn nur nicht jede Folge mit so einem fiesen Cliffhanger enden würde… Die zweite Staffel wurde bereits in Auftrag gegeben.

 

So, Mädels, das sind meine Lieblings-Serien der Streaming-Dienste. Viel Spaß beim Gucken – und viel Kraft fürs rechtzeitige Abschalten vor der nächsten Folge 😉

Habt ihr jetzt vielleicht auch Streaming-Tipps für mich?

Jana Seidel

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