Spielplatz: Die ungeschriebenen Gesetze

Es ist die schönste Zeit des Tages: die auf dem Spielplatz! Die Kinder freuen sich, die Erwachsenen freuen sich und anschließend sind alle müde genug, um nach dem Abendbrot gut einschlafen zu können.

Aber so schön und wild das alles auch ist – auch auf dem Spielplatz gibt es Verhaltens-Regeln, die es zu beachten gilt. Die meisten Punkte davon werden nie ausgesprochen und sind eher eine stille Übereinkunft zwischen den Eltern.

Das mit dem Aussprechen, oder besser: Aufschreiben, haben wir darum mal übernommen:

  1. Was mit auf den Spielplatz kommt, darf von allen benutzt werden, wenn man es selbst nicht gerade in den Händen hält. Das gilt auch und insbesondere für Sandspielzeug aller Art – gemeinsam spielen ist hier übrigens die Zauberlösung. Als Elternteil sollte man ein Auge darauf haben, wer gerade mit der Schippe des Kindes von dannen zieht, um sie vor dem Verlassen des Spielplatzes wieder einfordern zu können. Namensschilder sind hilfreich…
  2. Das gilt übrigens auch für Essen. Bringt man Snacks mit, sollten es vor allem VIELE sein. Kaum werden die ausgepackt, ist man nämlich plötzlich der Star aller Kinder. Will man auch der Star aller Eltern sein, nimmt man Gemüsesticks oder handlich geschnittenes Obst mit. Bei Nüssen (und Erdbeeren etc.) aber immer erst kurz von den Eltern durch Kopfnicken bestätigen lassen, dass das fremde Kind nicht allergisch ist.
  3. Wir teilen! Diese Grundregel gilt also auch für die Eltern der anderen… Auch die eigenen Kinder dürfen andere Eltern fragen, ob sie etwas von den Leckereien abhaben dürfen. Wir wissen schließlich alle, wie anziehend fremdes Essen wirkt.
  4. Entspannung ist erlaubt – besonders für die Eltern. Die dürfen gerne mit anderen Eltern einen Schnack halten, während ihre (Nicht-Mehr-Klein-)Kinder übers Gelände toben. Wenn sie sicher sind, dass sie deren Weinen im Trubel erkennen, oder dass diese nichts anstellen, was wirklich gefährlich ist, ist alles gut. Denn:
  5. Jeder achtet auf sein Kind. Die eigene Mama weiß schließlich besser, wie viel es abkann als die Mama des fremden Kindes, das wild mit ihm spielt. Wird es dem eigenen Kind zu viel, wird es geschubst oder unfair behandelt, dann greift das Elternteil des „unterdrückten“ Kindes ein, um es zu schützen. Das heißt, dass es aus der Situation genommen oder auch mal das fremde Kind ermahnt wird. Ausnahmen bestätigen die Regel….
  6. Du hast ein wildes Kind? Das ist auf dem Spielplatz ohnehin besser aufgehoben als in der Wohnung… Wilde Kinder dürfen dort wilde Kinder sein. Nur beißen, schlagen und mit Sand und Steinen zu werfen ist nie erlaubt. Das sollte man auch seinem wilden Kind deutlich klar machen.

 

Auch Wutanfälle gehören zum Besuch auf dem Spielplatz dazu. Foto: Bigstock

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7. Streiten hingegen ist in Ordnung, machen wir Erwachsenen schließlich auch manchmal. Kommt es zu Unstimmigkeiten über Eimer, Schippe oder Spieltechniken, dürfen die Kinder das unter sich klären. Kinder lösen Probleme auf andere Art als Erwachsene. Nur wenn es doch zu körperlich wird, greifen die Eltern ein.

8. Andere Länder, andere Sitten. Es kann sein, dass schon ein Land weiter gaaaaaanz andere Regeln gelten. In Österreich beispielsweise gilt die strikte Spielzeugtrennung.

Und, fallen euch noch andere „ungeschriebene Gesetze“ des Spielplatzes ein? Wir sind gespannt.

Rebecca

Schon seit rund einer Dekade jongliere ich, mal mehr, mal weniger erfolgreich, das Dasein als Schreiberling und Mama. Diese zwei Pole machen mich aus und haben eines gemeinsam: emotionale Geschichten!

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