So sehr tut die Papa-Phase weh: Mama zeigt ehrliche Reaktion

Über neun Monate lang hast du dein Baby unter deinem Herzen getragen, dann kommt es endlich zur Welt und wird mit jedem Tag ein klein bisschen eigenständiger. Das passiert natürlich das ganze Leben eines Kindes, aber im ersten Jahr sind die Entwicklungsschritte für viele Eltern besonders emotional.

In gewisser Weise ist das auch eine sehr schöne Phase: Dein Kind schläft vielleicht schon etwas besser, baut intensivere Bindungen zu anderen Menschen auf und isst irgendwann bei euch mit. Aber auf der anderen Seite ist das herzzerreißend. Über den Schmerz, den viele empfinden, wenn das Kind immer unabhängiger wird, wird selten gesprochen. Doch Mama Chloe Livingstone zeigt ihre verletzten Gefühle ganz offen, als ihr Baby plötzlich in der Papa-Phase ist und Mama nicht mehr so wichtig ist.

„Ich habe das Gefühl, dass mein Sohn mich auf eine gewisse Art ablehnt.”

In dem Video weint Chloe im Schlafzimmer, während sie auf dem Bett Wäsche faltet. Zu den Aufnahmen schreibt sie: „11 Monate lang war ich der wichtigste Mensch für meinen Sohn und einfach so ist plötzlich sein Papa wichtiger. Ich habe das Gefühl, dass er mich auf eine gewisse Art ablehnt. Meine Gefühle verwirren mich. Ich freue mich für meinen Partner, dass er das erleben darf und ich liebe ihre Bindung. Ich fühle mich schuldig und bin wütend auf mich selbst, dass ich mich so fühle.”

Sie wisse, dass ihr Sohn sie nicht wirklich ablehne und dass es ein gutes Zeichen ist, dass ihre Bindung so sicher ist, dass ihr Kind sich traut, sich anderen Menschen zuzuwenden. „Aber er ist mein erstes Kind, diese Emotionen sind alle neu für mich.” Im Video betritt Chloes Partner mit dem gemeinsamen Sohn auf dem Arm den Raum und nimmt seine Frau liebevoll in den Arm. Sie kann mit ihm über ihre Gefühle sprechen und sich von ihm trösten lassen.

„Wir sind gerade in der Phase, dass plötzlich Papa zur Lieblingsperson meines Sohnes wird. Eine zeitlang bin ich damit klargekommen, aber so langsam machte es mir zu schaffen”, schreibt Chloe in die Beschreibung. „Ich hatte das Gefühl, dass ich mich nur noch mit den anstrengenden Emotionen eines Kleinkindes auseinandersetzen musste, während Papa immer das glückliche und kuschelige Kleinkind bekam.”

Die komplizierten Gefühle von Mama Chloe kennen bestimmt viele Eltern.

Sie ist einerseits dankbar für die Bindung, die ihr Partner und ihr Kind aufbauen, und ist trotzdem untröstlich, weil sie das Gefühl hat, nicht länger die „Person“ für ihr Baby zu sein. In den ersten Tagen der Mutterschaft ist Mama die ganze Welt für ihr Kind, und nach und nach erweitert sich diese Welt. Es ist eine unglaubliche, beeindruckende Erfahrung, aber es ist auch eine aufrüttelnde Erinnerung daran, wie schnell das alles vorbeigeht.

Das Babys und Kleinkinder Phasen durchmachen, in denen sie sich zu einer Bezugsperson besonders hingezogen fühlen, wissen die meisten Eltern. Trotzdem kann es wehtun, wenn es dann so weit ist. Das zeigt sich auch in den Kommentaren unter dem Video. Eine Person schreibt treffend: „Diese Sache namens Mutterschaft ist so eine emotionale Achterbahnfahrt.“

Doch auch Papas haben manchmal zu kämpfen, zum Beispiel, wenn das Kind bei ihnen fremdelt. Mehr dazu HIER >>>

Lena Krause

Ich lebe mit meinem kleinen Hund Lasse in Hamburg. Am liebsten erkunde ich mit ihm die vielen grünen Ecken der Stadt.

Auch wenn ich selbst keine Mama bin, gehören Babys und Kinder zu meinem Leben dazu. Meine Freundinnen machen mir nämlich fleißig vor, wie das mit dem Mamasein funktioniert und ich komme als „Tante Lena“ zum Einsatz.

Schon als Kind habe ich das Schreiben geliebt – und bei Echte Mamas darf ich mich dabei auch noch mit so einem schönen Thema befassen. Das passt einfach!

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