Perfekte Seifenblasen mit diesem Rezept!

Ganz ehrlich – wer mag keine Seifenblasen? Jeder liebt Seifenblasen, ob Groß oder Klein! Aber leider ist das Seifenblasenwasser aus den typischen kleinen Behältern immer viel zu schnell aufgebraucht. Und dann weiß man nicht, was man machen soll. Wegschmeißen und neu kaufen? Das ist überhaupt nicht nachhaltig und kostet auch noch Geld. Deswegen plädieren wir dazu, Seifenblasenwasser ganz einfach selber zu machen. Und keine Sorge, dafür brauchst du kein Chemielabor. Das Rezept für die perfekten Seifenblasen ist gar nicht so schwer. Wir verraten es dir hier und möchten dir dazu noch ein paar Tricks und Kniffe mit an die Hand geben.

Seifenblasen selber machen – warum überhaupt?

Ja, du kannst Seifenblasen ganz einfach im Handel kaufen: Fertig in bunten Fläschchen mit Lauge und Seifenblasenstab. Dazu gibt es sie auch noch in ganz unterschiedlichen Größen: Von einem kleinen Fläschchen, das für einen Nachmittag reicht, bis zu einer großen Menge für XXL Seifenblasen oder auf Vorrat für den ganzen Sommer.

Daher die berechtigte Frage: Warum sollte man denn Seifenblasen selber machen? Nun, natürlich ist das kein Muss. Aber vielleicht hast du mal Lust auf ein neues DIY-Projekt mit der ganzen Familie. Für Kinder ist es sehr spannend, zu schauen, aus welchen Zutaten eigentlich Seifenblasen bestehen. Das ist natürlich umständlicher, als einfach fertige Seifenblasen zu kaufen, doch es macht jede Menge Spaß. Es ist außerdem günstiger, Seifenblasen selber zu machen, besonders in großen Mengen! Es stimmt zwar, dass Seifenblasen nicht teuer sind – die kleinsten Fläschchen kosten ca. einen Euro – doch wer größere Mengen kauft, weiß, dass der Preis dann ganz schön steigt und schnell mehrere Euro pro Liter betragen kann. Die einzelnen Zutaten sind da viel günstiger! Außerdem ist es nachhaltig, Seifenblasen selber zu machen. Denn so vermeiden wir unnötigen Müll und Plastik.

Wie funktionieren Seifenblasen eigentlich?

Wenn Seifenblasen durch die Luft schweben, werden Kinder- und Erwachsenenaugen jedes Mal groß. So faszinierend und magisch wirken sie! Doch Magie steckt keine dahinter, lediglich Physik. Eigentlich ist es ganz simpel:

  • Die Seifenblasenflüssigkeit ist eine Mischung aus Wasser und einer Seifenlauge
  • Wird Luft durch das Stäbchen mit der runden Öffnung geblasen, wird sie von der Seifenblasenlauge umschlossen und es bildet sich eine runde Blase
  • Die Wassermoleküle sind von einer dünnen Schicht Seife umgeben
  • Die Schicht der Seifenmoleküle umschließt das Wasser sowohl an der Außen- als auch der Innenseite der Seifenblase
  • Die Moleküle ziehen sich gegenseitig an und halten so zusammen
  • Die Blase platzt, weil das Wasser von der Schwerkraft nach unten gezogen wird und sich die Schicht an der oberen Seite der Blase nicht halten kann

Die schönen Farben der Seifenblasen entstehen durch das Licht, das sich an der Seifen- und Wasserschicht bricht und in die Spektralfarben aufgebrochen wird. Das funktioniert also ähnlich wie ein Prisma.

Seifenblasen Rezept: Wie startet man am besten?

Wer schon mal selber Seifenblasen gemacht hat, hat wahrscheinlich schnell gemerkt, dass Seifenblasen nicht immer gelingen. Entweder formen sich überhaupt keine Blasen, sie platzen zu schnell oder sie fliegen nicht… Meistens liegt es daran, dass man sich nur auf zwei Zutaten konzentriert hat: Wasser und Spülmittel.

Und vielleicht hat man dann auch noch das falsche Spülmittel benutzt. Es funktioniert wirklich nur mit der Marke „Fairy Ultra“.

Für echte Seifenblasen braucht man dann allerdings noch mehr Zutaten. Um richtig schöne, große und stabile Seifenblasen zu erhalten, sollten weitere Mittel dazugemischt werden.

Das können zum Beispiel sein:

  • Tapetenkleister
  • Babyshampoo
  • Speisestärke
  • Zucker
  • Maissirup
  • Guarkernmehl
  • Glyzerin

Neben den Zutaten selbst sind auch die richtigen Verhältnisse sowie die Temperatur und der Kalkgehalt des Wassers wichtig. Das ist aber absolutes Profi-Vorgehen und bei unserem Rezept nicht nötig.

Diesen Tipp kannst du dir aber gerne merken: Oft gelingen Seifenblasen einfach besser, wenn die Lauge ein paar Stunden gestanden hat.

Seifenblasen Rezept: So geht’s!

Im Internet finden sich unzählige Rezepte für Seifenblasen. Wir haben dieses Rezept für sehr gut befunden und möchten es dir hier vorstellen. Es ergibt eine schöne große Schüssel voll mit Lauge. Solltest du weniger Seifenblasenwasser benötigen, reduziere einfach die Zutaten im gleichen Verhältnis. Und es funktioniert für normale bis sogar riesengroße Seifenblasen und ist kinderleicht.

Du brauchst folgende Zutaten:

  • 1000 ml kaltes Wasser (am besten sogar destilliertes Wasser)
  • 90-100 ml Fairy Ultra (Es muss das Original sein! Kein anderes Spülmittel)
  • 2 TL Tapetenkleister in Pulverform
  • 1 TL Zucker

So gehst du vor:

Zuerst löst du den Kleister im kalten Wasser auf. Danach mischst du das Spülmittel unter. Fertig! Das ist wirklich auch schon alles. Schon kann es mit dem Seifenblasenspaß losgehen.

Wie du schon gelesen hast, ist das Spülmittel der Marke „Fairy Ultra“ extrem wichtig. Damit entsteht einfach die beste Lauge. Es ist auch die Grundzutat für viele andere Seifenblasen-Rezepte.

Eigene Puster für Seifenblasen herstellen:

Nachdem du die Lauge für die Seifenblasen hergestellt hast, fehlt eigentlich nur noch der Puster. Für kleine Puster kannst du ganz einfach Pfeifenputzer nehmen. Du kannst den Draht zu einem Kreis biegen und noch einen weiteren Draht als Halter befestigen. Das geht wirklich ganz einfach.

Pfeifenputzer eignen sich gut für kleine Seifenblasen-Puster.

Pfeifenputzer eignen sich gut für kleine Seifenblasen-Puster. Foto: Amazon

Für Riesen-Seifenblasen kannst du entweder einen fertigen Stab kaufen.

Einen Stab für Riesen-Seifenblasen kann man auch bequem bei Amazon kaufen.

Einen Stab für Riesen-Seifenblasen kann man auch bequem bei Amazon kaufen. Foto: Amazon

Oder du bastelst wieder selbst.

Für einen selbstgemachten Stab für Riesen-Seifenblasen brauchst du folgende Materialien:

  • Zwei Stöcker
  • eine lange Kordel (am besten aus saugfähigen Stoff)
  • ein kleines Gewicht (beispielsweise eine Schraube)

Und so gehst du jetzt vor:

  1. Jetzt knotest du die Kordel erst um einen Stock
  2. Dann ziehst die Schraube auf das Band
  3. Dann knotest dann das Seil mit etwas Spiel um den zweiten Stock.
  4. Dann knotest du das Band wieder zurück an den ersten Stock. Es ist schwer zu beschreiben, aber am Ende soll das Band wie ein Dreieck aussehen

Noch mehr Seifenblasen Rezepte:

Es gibt noch unzählige Seifenblasen Rezepte und am besten probierst du aus, welches Rezept zu euch am besten passt. Meistens ist es ja auch davon abhängig, welche Zusatzprodukte man auch schon im Haus hat. Mit diesen Rezepten gelingen eher kleine Seifenblasen. Aber du benötigst wieder nur sehr wenige Zutaten.

Seifenblasen Rezept mit Babyshampoo:

  • 60 ml Baby Shampoo
  • 200 ml Wasser (am besten destilliert)
  • 3 Esslöffel Maissirup

Verrühre alle Zutaten langsam (!) miteinander, damit nicht zu viel Schaum entsteht. Die Seifenblasenlauge ist einsatzbereit, sobald jeglicher Schaum verschwunden ist.

Seifenblasen Rezept mit Maissirup:

  • 300 ml Wasser (am besten destilliert)
  • 90 ml Spülmittel (am besten wieder Fairy!)
  • 3 Esslöffel Maissirup

Verrühre alle Zutaten und lasse die Lauge unbedingt mindestens eine Stunde stehen.

Seifenblasen Rezept mit Speiseöl:

  • 300 ml Wasser (am besten destilliert)
  • 4 Esslöffel Spülmittel (du ahnst es, am besten Fairy Ultra nehmen…)
  • 2-4 Tropfen pflanzliches Speiseöl

Verrühre erst das Wasser und das Spülmittel und lasse die Mischung ein paar Minuten ziehen. Dann kannst du das Öl hinzufügen.

Das war es auch schon! Jetzt wünschen wir dir viel Spaß beim Seifenblasen selber machen.

Hast du schon mal Seifenblasen selber gemacht? Teile deine Tipps und Erfahrungen in den Kommentaren – wir sind neugierig, von dir zu hören!

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meiner Familie in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Seit 2015 bin ich Mama einer wundervollen Tochter.

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