Schwangerschaft verkünden: Überraschung, ich bekomme ein Baby!

Nachwuchs kündigt sich an – was für ein unfassbares Ereignis! Klar, dass du dieses gern mit anderen teilen möchtest. Doch wie geht man mit der phänomenalen Neuigkeit richtig um? Sofort dem Impuls nachgeben und eine Rundmail rausschicken oder sich lieber einige Zeit für sich freuen und sich selbst ordnen? Wir geben dir Ideen, wie du deine Schwangerschaft verkünden kannst und Anhaltspunkte, wie du den richtigen Zeitpunkt dafür findest.

Wann die Schwangerschaft verkünden?

Sobald das erste Schwangerschaftsdrittel – das sogenannte „Trimester“ – hinter dir liegt, stabilisiert sich deine Schwangerschaft. In den vorangegangenen zwölf Wochen ist statistisch gesehen die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt am höchsten. So ein Schicksalsschlag ist für jede werdende Mama ein unwahrscheinlich trauriger Moment, den jeder anders verarbeitet.

Möchtest du auf Nummer sicher gehen, horchst du am besten einmal in dich hinein, bevor du vor dem Ende der 12. Schwangerschaftswoche die Babynews verkündest: Wer in deinem Umfeld würde dich in diesem Fall stärken, wer nicht? Oder möchtest du das kleine Wunder erst einmal nur mit dem werdenden Papa teilen?

Bei der Vorsorgeuntersuchung in der 12. Woche kann dein Gynäkologe schon auf dem Ultraschallbild erkennen, wie sich der Zwerg in deinem Bauch entwickelt und dir mehr Sicherheit geben. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um die Schwangerschaft zu verkünden. Um den Familienfrieden zu wahren, lohnt es sich jedoch, dabei eine Reihenfolge einzuhalten.

Wem zuerst von der Schwangerschaft erzählen?

Wenn du ein Baby bekommst, greift das auch in das Leben anderer Menschen in deinem direkten Umfeld ein. Aus Eltern werden plötzlich Oma und Opa, dein erstes Kind wächst zum großen Geschwisterchen heran, die Schwester wird zur Tante – und dein Partner wird zum Papa.

Oma und Opa wären sicherlich irritiert, wenn sie die tollen Nachrichten beim Plaudern auf dem Markt von der Nachbarin erfahren. Daher ist es sinnvoll, deinen Lieblingsmenschen die Schwangerschaft in der Reihenfolge zu verkünden, in welchem Maße der baldige Nachwuchs ihr Leben verändert.

Je nach Familiensituation könnte die Reihenfolge so aussehen:

  1. Werdender Papa
  2. Geschwisterkind und beste Freundin
  3. Arbeitgeber
  4. Oma und Opa
  5. Tante und Onkel
  6. Freunde
  7. Bekannte
  8. Nachbarn und der Rest der Welt

Der Arbeitgeber fällt hier vielleicht etwas aus der Reihe – er sollte aber recht schnell von der Schwangerschaft erfahren, denn ab der Verkündung genießt du arbeitsrechtlich gesehen einen besonderen Schutz. Anschließend oder eben gleichzeitig unterrichtest du den Rest der Familie und enge Freunde und bist damit auf der sicheren Seite.

Partner die Schwangerschaft verkünden

Viele Männer warten genauso sehnsüchtig wie ihre Partnerin darauf, dass sich Nachwuchs ankündigt. Wo starke Emotionen schlummern, zündet die Überraschung umso heftiger. Ein bisschen Denkzeit musst du deinem Liebsten jedoch einräumen, wenn du ihm folgendermaßen eure Schwangerschaft verkündest.

Dabei ist der positive Schwangerschaftstest natürlich der Klassiker unter den Verkündungsvarianten – ab in einen hübschen Karton damit und fertig. Aber es geht natürlich auch kreativer!

Diese Idee gefällt uns besonders gut, weil sie so herzig ist:

Schau dich in einem Buchladen oder Papiershop nach einem schönen Kalender* um. In diesem umrandest du den errechneten Geburtstermin mit einem roten Herzen und schreibst darunter „Save the Date“ mit einem gemalten Schnuller dahinter. Am nächsten Morgen reichst du ihm am Frühstückstisch statt des angeforderten Brotkorbs den Kalender und wartest ab, wann der Groschen bei ihm fällt.

Unsere 10 Lieblingsideen, deinem Partner die Schwangerschaft zu verkünden

Es gibt sooo viele, tolle Wege, die Schwangerschaftsverkündung auf romantische Weise in den Alltag einzubauen. Uns gefallen Überraschungen am besten, die wie beiläufig in den banalsten Situationen auftauchen und für den größtmöglichen Effekt sorgen. Hier unsere Lieblingsideen!

  1. WIFI-Netzwerk umbenennen und um Hilfe bitten: Zugegeben nicht so einfach, aber auch sehr süß. Hierfür brauchst du den Zugang zu eurer Wifi-Box und musst über die Admin-Oberfläche das WIFI umbenennen, am besten ganz eindeutig in „NAME, du wirst Papa!“. Anschließend jammerst du rum, dass das Netz weg ist und er doch bitte mal gucken soll…
  2. Zaubertasse selbst bedrucken*: Kennst du diese Tassen, die anfangs komplett schwarz sind und dann durch das Eingießen eines Heißgetränks ein Foto freilegen? Das ist doch eine herrliche Möglichkeit, dem Partner morgens entspannt beim Frühstück die Schwangerschaft zu verkünden – und hier kannst du bei den Motiven richtig kreativ werden.
  3. Dinner for 3: Koche deinem Partner ein liebevolles Menü und decke den Tisch für 3, wobei du den ominösen dritten Platz mit einem hübschen Kinderservice* ausstattest. Und dann teilst du ihm schonend mit, dass schöne Abende zu zweit demnächst leider rarer gesät sein werden…
  4. Lass ihn puzzeln: Das Ultraschallfoto einscannen und daraus ein individuelles Puzzle* erstellen lassen – das ist doch eine schöne Aufgabe für ein gemütliches Sonntagsfrühstück!
  5. Ihr macht gern Spaziergänge? Dann präpariere doch vorher mal den Weg. Schleich dich kurz vorher schon mal weg und male „Du wirst Papa“ in den Sand oder platziere ein Zettelchen an eurem Lieblingsbaum. Einfach und romantisch!
  6. Er holt sonntags immer die Brötchen? Diesmal gehst du mit, und vorher beziehst du die nette Verkäuferin mit ein, bemalst eine Brötchentüte mit der entsprechenden Aufschrift und sorgst dafür, dass sie ihm ausgehändigt wird.
  7. Du kannst auch euren Hund oder eure Katze zum Komplizen machen: Präpariere zum Beispiel das Bringspielzeug deines Hundes mit einer entsprechenden Nachricht und lass es ihn zum Partner bringen. Katzen kannst du ein kleines Halsband mit Nachricht umbinden.
  8. Er liebt Schokoriegel? Duplos eigenen sich super dazu, sie mit kleinen Banderolen zu versehen, auf die du „…wirst Papa“ schreibst und den Riegel so umwickelst, dass nur noch das „Du“ zu sehen ist. Dann kannst du den Riegel zB als Betthupferl auf dem Kopfkissen platzieren.
  9. Ihr seid Brettspiel-Nerds, und er liest immer die Bedienungsanleitung? Dann kauf doch ein neues, tolles Spiel, das ihr auch zu zweit ausprobieren könnt und lege eine eigene Papa-Bedienungsanleitung hinein. Windeln wechseln Schritt 1, 2 und 3 – er wird schon kapieren, um welches „Spiel“ es hier wirklich geht.
  10.  Ab geht die Post: Die Baby-Bedienungsanleitung* hübsch verpacken, in ein Päckchen stecken und an ihn adressieren, vor die Haustür legen und klingeln.

Kleiner Tipp am Rande: Achte wirklich auf den richtigen Augenblick!

Du musst einen passenden Moment abpassen, damit die große Nachricht auch richtig ins Herz trifft. Wenn dein Liebster gerade die Präsentation beim Großkunden gegen die Wand gefahren hat, sollte er sich emotional erst einmal etwas fangen, bevor der nächste Knaller ihn erreicht. Der richtige Moment, um deine Schwangerschaft zu verkünden, ist also dann gekommen, wenn keine anderen Großereignisse deiner Mitteilung Konkurrenz machen und die Antennen deines Gegenüber empfangsbereit für Babynews sind. Diesen perfekten Augenblick kannst du nur bedingt planen. Wann er gekommen ist, verrät dir ganz sicher dein Babybauchgefühl.

Geschwisterkind die Schwangerschaft mitteilen

Etwas vorsichtiger solltest du vorgehen, wenn du deinem ersten Kind (oder deinen ersten Kindern) erzählst, dass ein Geschwisterchen hinzukommt. Unter die Freude über ein neues Familienmitglied mischen sich häufig Ängste. Denn auch die ganz Kleinen spüren bereits, dass sich mit dem knautschigen Neuzugang ihre gewohnte Rolle in der Familienkonstellation verändern wird.

Umso wichtiger, dass die eigene Rolle deines Kindes positiv aufgeladen wird und es Verantwortung bekommt. Vielleicht kauft ihr eurem Zwerg ein Shirt, auf dem „großer Bruder“* oder „große Schwester“* steht. Oder ihr haltet zusammen Ausschau nach einem Willkommens-Kuscheltier für das kleine Geschwisterchen. Dieses darf dein Kind ganz alleine aussuchen und dem Geschwisterchen nach der Geburt überreichen. So fühlt es sich in die Schwangerschaft mit einbezogen und hat nicht das Gefühl, dass das Baby es verdrängt.

Bester Freundin die Schwangerschaft verkünden

Eine Schwangerschaft ist ein ganz besonderes Ereignis. Dieses möchte man der besten Freundin nicht zwischen einfahrender U-Bahn und Stimmengewirr eröffnen. Am besten macht ihr es euch zu zweit an einem schönen Abend gemütlich und plaudert bei einem selbstgekochten Drei-Gänge-Menü.

In dieser intimen Stimmung überreichst du ihr ein kleines Kästchen, in dem ein auf Samt gebetteter Glückskeks auf sie wartet. Auf dem freigeknabberten Zettelchen im Keks steht: „Ich werde Mama!“. Nach den ersten Jubelschreien bietest du ihr vielleicht gleich den Beste-Patentante-der-Welt-Job an. So hat auch deine beste Freundin gleich während der Schwangerschaft ein Auge auf den heranwachsenden Zwerg.

Dem Arbeitgeber die Schwangerschaft verkünden – so machst du alles richtig

Sobald sich das Babybäuchlein wölbt und die Morgenübelkeit zur Routine wird, lässt sich eine Schwangerschaft nicht mehr verheimlichen. Das solltest du auch nicht, denn dein Baby ist ein Grund zum Feiern – und das sollte es auch für deinen Arbeitgeber sein. Daher: Nur Mut! Mach einen Termin bei deinem Chef/deiner Chefin und berichte voller Stolz, dass du bald Mama wirst.

Das Gesetz schreibt dir für dieses Gespräch zwar keinen konkreten Zeitpunkt vor, aber zu deinem eigenen Schutz ist es sinnvoll, deinem Arbeitgeber recht früh von deiner Schwangerschaft zu erzählen.

Gründe, warum deinem Arbeitgeber die Schwangerschaft frühzeitig verkünden solltest

Das Mutterschutzgesetz regelt, zu welchem Zeitpunkt deiner Schwangerschaft du deinem Vorgesetzten davon berichten solltest.

Im Gesetz heißt es unter §15:

„Eine schwangere Frau soll ihrem Arbeitgeber ihre Schwangerschaft und den voraussichtlichen Tag der Entbindung mitteilen, sobald sie weiß, dass sie schwanger ist.“

Diese Vorgabe ist jedoch recht schwammig formuliert. Demnach kannst du selbst entscheiden, wann für dich der passende Moment gekommen ist, um in deinem Job die Schwangerschaft zu verkünden. Hierbei solltest du jedoch darauf achten, dass dein Vorgesetzter als erstes die tollen Neuigkeiten erfährt und nicht erst durch den Flurfunk davon Wind bekommt.

Doch aufgepasst: Zwei Monate vor Beginn deiner Elternzeit muss dein Arbeitgeber offiziell über deine Schwangerschaft Bescheid wissen.

Nur wenn deine Schwangerschaft bei deinem Arbeitgeber offiziell bekannt ist, kannst du den gesetzlichen Schutz für dich und dein Baby während Arbeits-, Entbindungs-, Still- und Elternzeit in Anspruch nehmen.

Gespräch mit dem Chef suchen

Am besten weihst du deinen Vorgesetzten/ deine Vorgesetzte in einem persönlichen Gespräch in dein kleines Geheimnis ein. Während der Unterhaltung kannst du schon einmal einfließen lassen, dass eine Mail folgen wird, in der du der Geschäftsführung offiziell deine Schwangerschaft verkündest.

Der Grund: Sollte es während der Zeit des Mutterschutzes zu einer Kündigung oder anderen Nachteilen im Job kommen, die mit deiner Schwangerschaft in Verbindung stehen, ist es wichtig, dass du nachweisen kannst, zu welchem Zeitpunkt die Geschäftsführung Kenntnis davon hatte.

Oma und Opa die Schwangerschaft verkünden

Vielleicht lauern deine Eltern und Schwiegereltern bereits seit Längerem, ob sich bei eurer Familienplanung etwas tut. Vielleicht haben sie Enkelkinder aber auch noch gar nicht auf dem Schirm. So oder so ahnen die beiden sicherlich nicht, was sie erwartet, wenn ihr ihnen eine Rubbelkarte beim nächsten Treffen überreicht, auf der Opa nach emsigen Rubbeln nach und nach ein Ultraschallbild seines Enkels / seiner Enkelin freilegt.

Eine solche Rubbelkarte* kannst du beispielsweise hier bestellen:

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Wie hast du deine Schwangerschaft verkündet?

Bist du auch besonders kreativ geworden, und welche Erfahrungen hast du damit gemacht?

Wir freuen uns über eure Geschichten dazu, erzählt sie gern im Kommentarbereich!
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Übrigens: Dieser Text wurde von echten Menschen (und Echten Mamas!) und ohne die Hilfe einer KI verfasst.

Unsere Quellen:

https://www.gesetze-im-internet.de/muschg_2018/
https://www.frauenaerzte-im-netz.de/schwangerschaft-geburt/schwangerschaft/schwangerschaftsdrittel/
https://www.gesetze-im-internet.de/muschg_2018/__15.html


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Ilona Utzig

Ich bin Rheinländerin, lebe aber seit vielen Jahren im Hamburger Exil. Mit meiner Tochter wage ich gerade spannende Expeditionen ins Teenager-Reich, immer mit ausreichend Humor im Gepäck. Wenn mein Geduldsfaden doch mal reißt, halte ich mich am liebsten in Küstennähe auf, je weiter nördlich, desto besser.

Bei Echte Mamas bin ich Senior SEO-Redakteurin. Meine journalistische Ausbildung abolvierte ich bei Hamburger Jahreszeitenverlag, um anschließend Skandinavistik, Politikwissenschaft und Germanistik zu studieren.

Nach langen Jahren als Finanz-Redakteurin liegen mir heute noch die Themen Vorsorge, Vereinbarkeit und Care-Arbeit am Herzen.

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