„Polizeilich besucht“: Warum der Fall dieser Dreijährigen so wichtig ist

Eine Polizei-Aktion in Oberbayern sorgt im Netz für Aufsehen: Zwei Beamte statteten nämlich der dreijährigen Maxime einen Besuch ab – und hatten dabei eine besonders wichtige Mission.

🦕Maxime und der rote Dino🦕

Eines Tages bemerkten die Eltern der dreieinhalbjährigen Maxime, dass ihre Tochter…

Gepostet von Polizei Oberbayern Süd am Mittwoch, 10. Februar 2021

Die kleine Maxime hatte große Angst vor der Polizei

Auf ihrer Facebook-Seite teilte die Polizei Oberbayern Süd das Foto der kleinen Maxime, die fröhlich auf einem Streifenwagen sitzt. Hinter dem süßen Bild steckt eine wichtige Botschaft: Denn die Beamten waren gekommen, um Maxime die Angst vor der Polizei zu nehmen.

Wie ihre Eltern der Polizei Oberbayern Süd erzählten, hatte jemand dem Mädchen eingeredet, dass die Polizei kleine Kinder abholt und einsperrt, wenn diese ihren Teller nicht leer essen. Das konnten die Beamten nicht auf sich sitzen lassen und so machten sich die Polizisten Jan und Hans auf den Weg, um der Kleinen ihre Angst zu nehmen.

Polizei bittet darum, dass Kindern nicht mit ihr gedroht wird

Die beiden Kollegen taten alles, um Maxime ihre Angst zu nehmen. Sie durfte sich ganz in Ruhe das Polizeiauto ansehen und entdeckte hinten im Wagen sogar ganz „zufällig” genau so einen kleinen Stofftier-Dino, wie sie ihn sich schon lange gewünscht hatte. Spätestens da hatten die Beamten das Herz des kleinen Mädchen gewonnen. Sie verlor alle Scheu vor der Polizei und traute sich sogar noch, eine kleine Fahrt im Streifenwagen zu machen.

Was für eine gelungene und kindgerechte Aktion der Polizei Oberbayern Süd, oder? Die Polizei verknüpft mit dem süßen Schnappschuss von Maxime und ihren beiden Helden aber noch mal die eindringliche Bitte, Kindern nicht mit der Polizei zu drohen:

Bitte sagt so etwas nicht zu Kindern! Kinder sollen zu uns kommen, wenn sie Angst haben und nicht Angst vor uns haben.“

„Wir holen Kinder nicht, wenn sie den Teller nicht leer essen usw.!“

Im Facebook-Beitrag halten sie abschließend noch mal fest: „Wir holen Kinder nicht, wenn sie nicht brav sind, wenn sie ihr Zimmer nicht aufräumen, wenn sie den Teller nicht leer essen usw.“ Die Beamten können schließlich nicht allen Kindern mit Stofftieren Besuche abstatten, denen solche Lügenmärchen aufgetischt werden.

Wer Kindern Angst vor der Polizei macht, riskiert damit also, dass sie sich in einer bedrohlichen Situation nicht an die Beamten wenden. Das könnte weit schlimmere Konsequenzen für die Kleinen haben, als ein nicht leer gegessener Teller.

Lena Krause

Als Wahlhamburgerin könnte ich mir keine schönere Stadt vorstellen, um dort zu leben. Gemeinsam mit meinem kleinen Hund Lasse bin ich gerne im Grünen unterwegs und erkunde die vielen tollen Ecken Hamburgs. Das Schreiben hat mir schon immer Spaß gemacht und deswegen war für mich schnell klar, dass ich diese Leidenschaft zum Beruf machen möchte.

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