Politikerin fordert „Familiengeld“ als Unterstützung – nicht nur in der Krise

Manuela Schwesig, die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, fordert ein Familiengeld von 300 Euro monatlich: „Der Zustand für die Familien geht so nicht weiter. Viel bleibt bei den Frauen hängen. Wir müssen jetzt die Kitas und Schulen für alle Kinder schrittweise öffnen. Ich fordere auch erneut ein Familiengeld!“, sagte sie im Interview mit ntv.

Manuela Schwesig

Manuela Schwesig Foto: Susie Knoll

Sie sagt, dass sie diese Unterstützung schon vor der Pandemie gefordert habe, in ihren Zeiten als Bundesfamilienministerin: „Die Kanzlerin hat es damals weggewischt, vielleicht zeigt die Corona-Krise jetzt, dass das dringend notwendig wäre. Alle sollten das Geld bekommen, wenn sie sich in dieser Zeit auch um ihre Kinder kümmern – in Höhe von 300 Euro im Monat.

Schwesig befürchtet, dass die zusätzlichen Belastungen für Eltern noch auf unbestimmte Zeit andauern könnten. Eltern seien am Rande ihrer Kräfte. „Das Familiengeld kann gerade Frauen helfen, damit sie mehr Zeit für die Kinderbetreuung haben. So könnte man insgesamt Beruf und Job besser vereinbaren“, sagte Schwesig.

Auch Franziska Giffey will Hilfen

Auch Schwesigs Nachfolgerin im Bundesfamilienministerium, Franziska Giffey, hatte sich schon für finanzielle Eltern-Hilfen während der aktuellen Pandemie eingesetzt. Sie forderte eine Verlängerung der normalen Lohnfortzahlung, wenn Eltern wegen der Kinder-Betreuung in der Krise nicht arbeiten können: „Wenn Eltern keinen Platz in der erweiterten Notbetreuung bekommen und sie nicht arbeiten gehen können, weil der Regelbetrieb noch nicht in Sicht ist, müssen sie eine Entschädigung erhalten!“

Der aktuelle Stand der Dinge:

Eltern können bis zu 67 Prozent ihres Lohns vom Staat erhalten, wenn sie Kinder unter zwölf Jahren wegen geschlossener Kitas und Schulen in der Pandemie zu Hause betreuen müssen – und deshalb Einkommensverluste haben. Diese Leistung des Infektionsschutzgesetzes ist aber begrenzt auf 2016 Euro pro Monat und wird bisher höchstens sechs Wochen ausgezahlt.

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meinem Freund und unserer fünfjährigen Tochter in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Ich mag leckeres Essen, laute Rockmusik und ab und zu sogar ein bisschen Sport.

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