Ich hasse Formulare. Wirklich. Wenn vor mir ein hochoffizielles Blatt liegt, dessen Lücken ausgefüllt werden müssen, werde ich schon aus Prinzip maulig. Müssen die das denn alles so kompliziert ausdrücken? Männo, für diese und jene Info muss mich jetzt auch noch durch meine nur so mittelprächtig sortierten Ordner wühlen. Und überhaupt! Wer hat denn Zeit für sowas!?

Leider interessiert mein Gemaule niemanden und so habe ich im Laufe meines Lebens schon eine ganze Menge Anträge etc. ausgefüllt. Zugegeben, oft bekommt man dann ja auch etwas dafür.

Besonders in und nach der Schwangerschaft nahm der Stapel der Anträge irgendwie gar kein Ende, puh. Alles musste streng fristgerecht per Post abgeschickt werden und wurde dann häufig, weil Ämter eben oft chronisch unterbesetzt sind, doch erst nach Wochen bearbeitet. Das wissen die Ämter natürlich auch selbst.

Deswegen tut sich in Sachen Kindergeld jetzt etwas!

Berlin und Sachsen sind die Vorreiter: Wie die Welt berichtet, soll es in mehreren Schritten Mamas und Papas erleichtert werden, den Antrag abzugeben. Aktuell kann man das Formular zumindest schon einmal online ausfüllen, und zwar hier: www.elterngeld-digital.de. Nach Eingabe der Adresse wird der passende Antrag für das eigene Bundesland angezeigt. Er muss dann aber trotzdem noch ausgedruckt, unterschrieben und per Post mit den notwendigen Nachweisen abgeschickt werden. Daneben gibt es alle Infos zum Thema Elterngeld und einen Elterngeldrechner.

Wird Zeit, dass das erste Elterngeld überweisen wird!? Vielleicht klappt die Bearbeitung künftig ja schneller. Foto: Bigstock

Wenn der Bundestag (hier geht es um den Datenschutz) zustimmt, soll es ab 2019 möglich sein, die online eingegebenen Daten per Mausklick direkt in die Ämter zu übermitteln. Gehaltsnachweise, Urkunden und die Unterschrift müssen postalisch nachgeschickt werden. Der letzte Schritt, der etwa 2020 kommen soll, soll ermöglichen, alles komplett online abzusenden, komplett papierlos.

Schon die erste Phase soll den Eltern helfen

Die Verantwortlichen versprechen sich aber bereits eine deutliche Erleichterung in der ersten Phase der Antrags-Digitalisierung. Beim Ausfüllen des Formulars unterstützt ein „intelligenter Antragsassistent“. Er übernimmt bereits eingegebene Daten aus dem Elterngeldrechner, navigiert die Eltern durch das Formular und meldet sich sofort, wenn Angaben fehlen oder eine Kontonummer falsch ist.

Im Laufe des Jahres wollen die anderen Bundesländer mit diesem System nachziehen. Bayern, Baden-Württemberg und das Saarland haben aber eigene elektronische Antragssysteme entwickelt.

Ich finde, der erste Schritt ist wirklich ein kleiner… Aber es ist immerhin einer! Mal sehe, wie lange es dauert, bis wirklich alles komplett online klappt.

4 Kommentare

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