„Oma und Opa müssen noch warten, bis meine Tochter bei ihnen schläft!“

Seit meine Tochter etwa sechs Monate alt ist, fragen meine Schwiegereltern regelmäßig, wann sie denn ENDLICH bei ihnen schläft.

Meine Antwort darauf lautet regelmäßig: Noch nicht. Im Stillen füge ich hinzu: Noch lange nicht.

Meine Kleine ist etwas über ein Jahr alt. Jede Nacht kommt sie in unser Ehebett getappst, dreht an meinen Haaren, nuckelt am Daumen und drückt sich an meine Seite. Bequem ist das für mich nicht, aber es macht mich trotzdem glücklich.

Wenn sie nachts schlecht träumt oder die Windel ausgelaufen ist, ruft sie nach mir. Nicht mal ihr geliebter Papa kann sie dann trösten.

Ich weiß, sie würden das nicht hören wollen – aber wenn er es nicht schafft, wie sollen sie es denn schaffen?

Ich kann den Gedanken nicht ertragen, dass mein Kind nachts zu mir möchte und ich nicht da bin.

Der schlimmste Gedanke daran: Ich bin mir ganz sicher, dass ich es nie erfahren würde. Niemals würden meine Schwiegereltern mir erzählen, dass etwas nicht „ganz unkompliziert und wunderbar!“ war.

Dazu kommt, dass Oma und Opa keine Grenzen kennen. Jaaaa, die Großeltern dürfen ihre Enkel verwöhnen, ganz klar. Aber sie ertragen es kaum, wenn ich meiner Tochter etwas verbiete und sie dann weint. Wie oft haben sie ihr direkt danach dann gegeben, was ich abgelehnt hatte. Wie oft war meine Tochter nach einem Nachmittag mit ihnen aufgedreht wie sonstwas – und dann haben sie lachend erzählt, wie viele Süßigkeiten sie ihr gegeben haben. „Mama ist ja schon immer so streng, dann geht das doch mal!“

Ich kann mich mit dem Gedanken einfach nicht anfreunden, dass das bis spätabends und dann ab dem frühen Morgen so geht. Nicht mit einer Einjährigen.

Natürlich bin ich in ihren Augen die Helikoptermutter – und auch in den Augen meiner Freundinnen.

Die sehen das alles lockerer und freuen sich, wenn sie mal wieder etwas unternehme oder ausschlafen können.

Ihr Urteil ist mir egal. Zum Glück steht mein Mann hinter mir. Er kennt aber eben auch unsere Tochter und weiß wie ich, was sie braucht.

Irgendwann wird meine Tochter dort schlafen. Ganz sicher. Aber das dauert noch.


Liebe Tabea, vielen Dank für deine Meinung. Wir wünschen Dir und Deiner Familie alles Liebe für die Zukunft!

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Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meiner Familie in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Seit 2015 bin ich Mama einer wundervollen Tochter.

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