„Örtchen“ des Grauens: So viele Kinder meiden Schul-Klos!

Wenn ich mich an die Toiletten meiner Schule erinnere, denke ich sofort an dieses kratzige, dünne, dunkelgraue Toilettenpapier mit so „Pieksnoppen“ und an das flockige Seifenpulver aus dem Drehspender. Schauder… Aber ansonsten!? Klar, die Klos waren mal dreckig, die Wände bekritzelt… Aber ein großes Thema war das nicht für uns, glaube ich.

Eine aktuelle Forsa-Umfrage hat jetzt aber gezeigt, dass das heute ganz anders aussieht.

Ich habe schon öfter von Freundinnen, die Kinder in der Schule haben, gehört, dass die sanitären Anlagen dort wirklich furchtbar seien. Fehlende Klobrillen, keine Seife zum Händewaschen, die Türen kaputt… Die Mamas haben das Gefühl, dass ihre Kinder wirklich äußerst ungern auf die Toiletten gehen – und es sich auch öfter mal verkneifen.

Ihre Kinder erzählen von vollgepieselten Böden und fehlendem Papier sowohl zum Popo abwischen als auch zum Hände trocknen.

Und ja, die Umfrage, die u.a. die Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung aufgreift, hat so auch ergeben:

Jedes dritte Kind in Deutschland scheut den Gang auf die Schultoilette.

Denn rund 36 Prozent der befragten Eltern erzählten, dass ihr Kind nicht gern auf die Schultoilette geht, weil es dort an Hygiene mangelt. Und nur ein Viertel der Eltern sagt aus, dass die Schule ihres Kindes „sehr sauber“ sei.

In der aktuellen Situation machen sich die Eltern besonders Sorgen über die schmuddeligen Klos: Jede vierte Mutter und jeder fünfte Vater gab an, sich „eher“ oder „sehr“ Sorgen machen, dass sich ihr Kind wegen mangelnder Hygiene in der Schule mit Corona infizieren könnte.

Apropos, wie sieht es denn damit überhaupt aus? Gibt es in der Pandemie besondere Putz-Maßnahmen?

Die FAS zitiert den Reinigungsunternehmer Holger Eickholz. Er sagt aus, dass in der Corona-Pandemie viele Schulen zwar mit Seifenspendern und Handdesinfektionsmitteln ausgerüstet worden wären und mancherorts auch eine zusätzliche Putzschicht eingeführt worden sei, aber: „Das war nach dem ersten Lockdown.“ Danach hätten die Kommunen die höheren Rechnungen gesehen. „Man versucht, das jetzt wieder ziemlich runterzufahren, insofern war das ein Strohfeuer.“

Aber auch ohne Corona ist die mangelnde Sauberkeit auf Schultoiletten ein großes Problem.

Nämlich spätestens dann, wenn die Kinder wirklich Stunden über Stunden „aushalten“, weil sie nicht zum Klo gehen mögen.

Bleibt natürlich die Frage, wie diese Probleme besser gelöst werden können. Zumal es ja auch unter den Kindern einige „Scherzkekse“ gibt, die ganze Klorollen in die Toilette werden und spülen, oder – wie neulich in der Vorschule (!) meiner Tochter – die komplette Toilette inkl. Wand mit Kot vollschmieren.

Das macht es den Schulen natürlich nicht leichter, ihre sanitären Anlagen sauber zu halten.

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meiner Familie in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Seit 2015 bin ich Mama einer wundervollen Tochter.

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