Neue Studie: Der Grund für den plötzlichen Kindstod liegt im Gehirn

Es ist eine der größten Ängste, die uns Mamas umtreibt: Der plötzliche Kindstod.

Von diesem spricht man, wenn ein scheinbar gesundes Kind unter einem Jahr ohne Vorwarnung verstirbt. Meist geschieht das im Schlaf, weshalb wir alles dafür tun, dass die Schlafumgebung gesund und sicher ist.
Was löst den plötzlichen Kindstod aus?

Über die Gründe dafür konnte man bisher nur mutmaßen. Studien deuteten darauf hin, dass mit den betroffenen Kindern schon vorab etwas nicht „stimmte“ – der Nachweis war allerdings schwer zu erbringen.

Die betroffenen Eltern waren deshalb oft allein mit ihrer Trauer und diffusen Schuldgefühlen „etwas falsch gemacht zu haben.“

Eine neue Studie der University of Adelaide in Australien in Kooperation mit der Harvard Medical School und dem Boston Children’s Hospital hat jetzt einen der Hauptgründe für den plötzlichen Kindstod bewiesen.

Kinder, die vom „sudden infant death syndrome (SIDS)“ betroffen sind, haben einen Fehler im Stoffwechsel des Gehirns. Der als „Substance P“ bezeichnete Stoff – ein Neuro-Peptid – wird nicht richtig übertragen.

„Unsere Studien haben eine erhebliche Unregelmäßigkeit innerhalb der Schlüsselregionen des Gehirnstamm bei SIDS-Kindern gezeigt – besonders in den Regionen des Gehirnstamms, die die Atmung und die Bewegung des Kopfes und des Nacken steuern. Diese Auffälligkeit hat eine direkte Verbindung zu den SIDS-Fällen,“ so Dr. Fiona Bright von der der University of Adelaide.

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Für die Studie wurden 55 Kinder untersucht.

Diese Erkenntnis hilft zwar (noch) nicht bei der Früherkennung von gefährdeten Kindern, aber bei der Einordnung dieser schrecklichen Diagnose.

„Der plötzliche Kindstod ist auch deshalb so verheerend für die Familien, weil er oft ohne Warnung oder offensichtliche Anzeichen von Krankheit eintrifft,“ so Dr. Bright.

Dabei haben die betroffenen Neugeborenen wohl eine unterschwellige Anfälligkeit, die ihr Risiko für den plötzlichen Kindstod erhöht.

„Auch wenn die Kinder gesund aussehen, kann das Gehirn und der Körper des Kindes nicht richtig reagieren, wenn das Kind aus irgendeinem Grund zu wenig Sauerstoff bekommt“.

Frühchen und untergewichtige Babys sind am ehesten vom Plötzlichen Kindstod betroffen. Auch männliche Neugeborene haben ein höheres Risiko als weibliche.

In den letzten Jahren starben in Deutschland pro Jahr über 100 Säuglinge daran.

Jeder davon ist einer zu viel.

Tamara Müller

Als süddeutsche Frohnatur liebe ich die Wärme, die Berge und Hamburg! Letzteres brachte mich vor fünf Jahren dazu, die Sonne im Herzen zu speichern und den Weg in Richtung kühleren Norden einzuschlagen. Ich liebe die kleinen Dinge im Leben und das Reisen. Und auch wenn ich selbst noch keine Kinder habe, verbringe ich liebend gerne Zeit mit ihnen.

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