„Mein Sohn kam in die KiTa und ich tappte in jedes Fettnäpfchen.“

Es war so anstrengend und so wunderschön – das erste Jahr mit meinem Sohn. 24 Stunden am Tag gab es nur uns. Na gut, irgendwann am Abend war auch Papa da, aber trotzdem…

Und plötzlich sollte ich wieder zur Arbeit gehen und mein Kind in die KiTa. Ich glaube, ich war aufgeregter als mein Sohn. Ich hatte keine Ahnung, was mich erwarten würde und bin gleich am Anfang in mehrere Fettnäpfchen getreten. Seither bin ich auf viele weitere Stolperfallen und Missverständnisse gestoßen – solche, die mir selbst unterlaufen sind, und solche, die mich bei anderen in den Wahnsinn treiben.

Hier meine Liste der Anfängerfehler – und die Lösung:

1. Sich selbst zu wichtig nehmen
Ich wusste genau, was für eine KiTa-Mama ich sein wollte: Die anderen Mamis sollten mich als lässige Mitstreiterin sehen, die über Beste-Freundin-Potenzial verfügt. Die Erzieherin sollten in mir die entspannte Mutti erkennen, die superliebevoll ist und zugleich an den richtigen Stellen Grenzen setzt. Keine, die ihr Kind zur Mathe-Olympiade 2023 anmeldet, bloß weil es schon einmal „Kacka“ aufs Töpfchen gemacht hat. Wie man sieht, war ich also ziemlich mit mir selbst beschäftigt statt mit dem kleinen Menschen, um den es eigentlich gehen sollte.

Also: Die Hauptrolle spielt das Kind. Sei aufmerksam und rede normal mit ihm, statt Dinge zu sagen, mit denen du eigentlich Botschaften an die anderen vermitteln willst.

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Das M in Mama steht für müde ? Das andere M auch ?

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2. Das schwarze Brett übersehen
Du bist schon ziemlich spät dran, als du die KiTa erreichst und müsstest schleunigst weiterziehen – aber dummerweise ist keiner da, der dir dein Kind abnimmt? Tja, Pech gehabt. Schließlich war angekündigt, dass der Wildpark-Ausflug bereits um acht Uhr starten würde. Auch Erzieher können sehr genervt reagieren, wenn Eltern immer eine Extra-Einladung brauchen. Zu Recht. Ich gelobe immer noch Besserung!

3. Andere stressen, indem du dich selbst stresst
Der erste Geburtstag meines Sohnes fiel in seine dritte KiTa-Woche. Unter Verzweiflungstränen und dem schallenden Gelächter meines Mannes habe ich die ganze Nacht Krümelmonster-Augen aus Marzipan geformt. Die Muffins mit dem blauen Zotteln sahen auf dem Food-Blog soooooo süß aus! O-Ton einer anderen Mutter am großen Tag: „Oh Gott, muss ich das jetzt auch so machen?“ Die (meisten) Mütter sind eben wirklich wie du selbst. Sie wollen nicht beeindruckt werden, im Gegenteil. Mach ruhig schlichte Muffins – oder kauf gleich fertige, falls du keine leidenschaftliche Hobby-Bäckerin bist.

4. Aus Liebe ein Drama veranstalten
Der absolute Anfängerfehler, der jede Erzieherin die Augen verdrehen lässt: Mitheulen, wenn das Kind heult. Als ich unseren Sohn das erste Mal ein Stündchen allein in der Krippe lassen sollte, klebte mein Sohn schluchzend an mir. Ich habe zwar nicht geweint, aber mit verzweifelter Miene tausendmal versichert: „Mami hat dich soooo lieb. Du bist doch ein tapferer Junge.“ Auch wenn das eigene Gefühl etwas Anderes behauptet, hat die Erzieherin Recht, wenn sie sagt: „Geh einfach ohne viel Aufhebens.“ Dein Kind wird kein Fall für den Therapeuten, wenn du so „herzlos“ bist. Es gewöhnt sich nur schneller und leichter ein.

5. Quatsche die Erzieher nicht voll
Tür- und Angelgespräche sind sinnvoll. Schließlich möchte man ja auf dem Laufenden bleiben und es schadet nie, ein oder zwei nette Sätze mit den Erziehern oder anderen Eltern zu wechseln. Nervig finde ich nur, wenn andere Mütter stundenlang den Türrahmen versperren und erst beim fünften „Sorry, darf ich mal kurz durch“ einen Millimeter zur Seite weichen, damit man zu seinem eigenen Kind gelangen kann.

6. Dem Kind ein tolles Programm nach der KiTa anbieten
Man hat plötzlich weniger Zeit mit dem Kind. Dann muss es doch zumindest total achtsame „Quality Time“ sein, oder? Anfangs habe ich mir für fast jeden Nachmittag etwas Schönes ausgedacht: Spielplatz-Verabredungen, Basteln, Musik machen. Mein Kind hatte null Bock. Verständlich. Schließlich hatte es schon einen lauten Tag voller Ereignisse hinter sich. Also lassen wir es jetzt ruhig angehen und unternehmen nur noch spontan etwas, wenn die Stimmung passt.

7. Die guten Klamotten rauslegen
Teure Kleidung von einer guten Marke für die KiTa anziehen ist wie die tollsten Torten für den Kindergeburtstag zu backen – überflüssig. Was denken die Leute, wenn mein Kind eine Schlabberhose von Lidl trägt? Egal! Die Kleinen wollen sich bewegen und schmutzig machen. Hosen gehen dabei kaputt. Aber natürlich dürfen sie auch aus fair gehandelter Bio-Baumwolle sein.

8. Auf den letzten Drücker eingewöhnen
So viel neue fremde Keime, die in der KiTa umherfliegen! Und das Kind nimmt jeden davon mit. Ich hatte schon nicht gut genug Zeit eingeplant für den Idealfall – für den Worst Case, den ein krankes Kind mit sich bringt, war ich also schon überhaupt nicht gerüstet. Meinem Sohn blieben nur zwei Wochen, um in seiner neuen Umgebung anzukommen. Von 0 auf 100 bzw. von 0 auf neun Stunden tägliche Betreuungszeit . Mein Chef hatte nämlich keine Lust auf Teilzeitkräfte, und ich hatte plötzlich wieder eine 40-Stunden-Woche. Ein Kulturschock – und zwar genau in der Zeit, in der mein Kind auch einen verkraften musste.

Das war Stress pur. Unnötiger Stress!

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