Mama fassungslos: Erzieherinnen verpassen Tochter „einfacheren” Namen

Viele Eltern wählen die Namen der Kinder mit großer Sorgfalt, so auch Mama Paris Tautu. Sie ist eine Māori, das heißt, dass sie zur indigenen Bevölkerung Neuseelands gehört. Auf diese Herkunft ist Paris stolz und wollte auch ihrer Tochter etwas davon mitgeben, indem sie ihr einen traditionellen Māori-Namen gab.

Erzieherinnen haben keine Lust auf schwierigen Māori-Vornamen

Die Mama nennt ihre Tochter deswegen „Mahinarangi”, was „Mond am Himmel” bedeutet. Eine wunderschöne Bedeutung, oder? Nachvollziehbar also, dass Paris der Name ihrer Tochter sehr am Herzen liegt. De Kindergarten des kleinen Mädchens hat dafür allerdings kein Verständnis. Weil sie fanden, dass der Name der Kleinen zu schwer auszusprechen ist, benannten die Erzieherinnen sie kurzerhand um.

 

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Wie die wütende Mama erzählt, hatte die kleine Mahinarangi gerade erst angefangen, die Kita zu besuchen. Schon teilten die Mitarbeiter der Mama mit, dass sie sich am Namen ihrer Tochter stören würden und ihn deswegen auf „Ranai” kürzen werden. Nun, so schwer der Name des kleinen Mädchens auszusprechen sein mag, es ist ja eigentlich nicht die Aufgabe der Erzieherinnen, ihn aus Gründen der Bequemlichkeit runterzubrechen, oder?

Und zu allem Überfluss lachen die anderen Kinder über Mahinarangis Namen, woran sie von den Erwachsenen auch nicht gehindert werden. Das sei der Kleinen mittlerweile so ​​peinlich, dass sie gar nicht mehr versucht, Leute zu korrigieren, wenn sie ihren Namen falsch aussprechen. Paris Tautu macht das wütend. Sie hat deswegen an alle Eltern appelliert, ihre Kinder an die Bedeutung ihres Namens zu erinnern, wenn es ein traditioneller Teil ihrer Kultur ist.

Mutter möchte nicht hinnehmen, dass Tochter für einen kulturellen Namen verspottet wird

Im Gespräch mit dem New Zealand Herald sagte Paris, dass der Name ihrer Tochter aus dem Erbe von Ngāti Raukawa über mehrere Generationen weitergegeben wurde und eine tiefe Abstammungslinie hat, die als whakapapa bekannt ist. Diese zeigt, woher jemand kommt. Und in dieser Kultur kann es sogar als Zeichen von Respektlosigkeit angesehen werden, jemandem nicht den vollen Namen zu nennen.

„Ich bin traurig, dass im Jahr 2021 in Aotearoa ein fünfjähriges Mädchen den Stolz verloren hat, der mit ihrem schönen Namen einhergeht. Es hat mich so wütend gemacht, besonders weil sie Māori-Wissen in ihrem Kindergarten lehren.” Paris erklärte, dass ihre Familie solche Erfahrungen seit Generationen machen muss. Das mache sie noch entschlossener, sich dafür einzusetzen, dass der Name ihrer Tochter richtig ausgesprochen und nicht geändert wird.

„Ich will nicht, dass meiner Tochter das gleiche passiert, wie meinen Vorfahren.”

Die Māori-Kultur ist ein unglaublich wichtiger Teil des Lebens in Neuseeland und beeinflusst Küche, Bräuche und Sprache. Die Ureinwohner Neuseelands kamen vor mehr als 1000 Jahren aus ihrer sagenumwobenen polynesischen Heimat Hawaiki ins Land. Verständlich, dass Paris entschlossen ist, die Menschen über den Namen und das einflussreiche Erbe ihrer Tochter aufzuklären.

„Meine Vorfahren mussten wegen der Kolonisierung ihren ursprünglichen Namen von Perepe-Perana in Philips ändern. Ich werde nicht zulassen, dass mit meiner Tochter etwas Ähnliches passiert.“ Schließlich möchte die Mama, dass ihr kleines Mädchen stolz auf ihre Herkunft ist. Immerhin haben die Māori eine einflussreiche Kultur hervorgebracht hat, die bis heute das Leben in Neuseeland bestimmt.

Kleinen Kindern sollte nicht das Vertrauen in ihre Namen genommen werden

Um ihrer Tochter zu helfen, wieder stolz auf ihren bedeutungsvollen Namen zu sein, hat Paris ihr beigebracht, ihren Namen in einzelne Silben zu zerlegen. So kann das Kind anderen Menschen erklären, wir ihr Name ausgesprochen wird. „Es ist wichtig, dass unsere Kinder unabhängig von ihrer ethnischen Zugehörigkeit auf ihren Namen vertrauen”, sagte Paris.

Hoffen wir, dass die Erzieherinnen in Mahinarangis Vorschule verstehen, warum es wichtig ist, auch schwierige Namen der Kinder zu respektieren.

Lena Krause

Ich lebe mit meinem kleinen Hund Lasse in Hamburg und bin dort immer gerne im Grünen unterwegs.

Auch wenn ich selbst noch keine Mama bin, gehören Babys und Kinder zu meinem Leben dazu. Meine Freundinnen machen mir nämlich fleißig vor, wie das mit dem Mamasein funktioniert und ich komme als „Tante Lena“ zum Einsatz.

Seit ich denken kann, liebe ich es, zu schreiben – und bei Echte Mamas darf ich mich dabei auch noch mit dem schönsten Thema der Welt auseinandersetzen. Das passt einfach!

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