Leichter unterscheidbar! Mama lässt eines ihrer Zwillings-Babys tätowieren

Zwillings-Babys sind echt supersüß, oder? Und manche kann man wirklich kaum von ihrem Geschwisterchen unterscheiden!

Dieses „Problem“ hatte auch eine Mama, die ihre Geschichte jetzt auf Reddit erzählt:

„Jack und Adam (Fake-Namen) sehen identisch aus. Ich will ehrlich sein, sogar mein Mann und ich verwechseln sie manchmal. Jeder tut das!“

Es gibt aber trotz all der Ähnlichkeit einen wichtigen Unterschied:

Jack ist krank und braucht daher regelmäßig Medikamente. „Ohne ins Detail zu gehen, benötigt er einmal pro Woche eine Spritze. Erst wenn er älter ist, wird er Tabletten nehmen können.“ Aber auch das ist kein Problem für die Mama – bis sie wieder anfing, zu arbeiten. „Meine Schwiegermutter bot an, währenddessen auf die beiden aufzupassen, da waren sie 9 Monate alt. Meine Schwiegermutter ist toll, ich vertraue ihr zu 100 Prozent!“

Das klappte auch wunderbar: „Wir gaben ihr einfach unseren Zeitplan, wenn Jack die Injektion bekommen sollte und sie gab sie ihm problemlos.“

Bis dann, eines Tages: „Ungefähr vor einem Monat gab sie dem falschen Kind die Spritze. Sie bemerkte ihren Fehler schnell und fuhr mit den beiden ins Krankenhaus. Als mein Mann und ich dort ankamen, hatte man Adam schon das Gegenmittel gegeben und unsere beiden Babys tranken gerade fröhlich einen Saft. Wir konnten sofort heim, wichtig war jetzt nur, Adam viel zu trinken zu geben. Er war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr! Dieses Medikament wirkt sehr langsam, und es hätte ihm im schlimmsten Fall auch nur einen kräftigen Durchfall beschwert.“

Aber die Oma machte sich trotzdem heftige Vorwürfe:

„Meine Schwiegermutter war außer sich. Ich versuchte, sie zu beruhigen. Aber vor Schreck weigerte sie sich, weiterhin auf die Kinder aufzupassen.“

Also mussten sie ab dann in eine Kita gehen. „Wir fanden eine Krippe, in der auch eine Krankenschwester arbeitete – verschiedene Kinder brauchten hier regelmäßig Medikamente. Wunderbar also! Allerdings gab es auch hier die berechtigte Sorge, dass meine Kinder verwechselt werden könnten. Das ständige Tragen von Namensschildern war keine Option!“

Die Mama erwähnte ihre Sorge beim Arzt. Und der empfahl ein medizinisches Tattoo!

Er erklärte mir, dass sie eine Sommersprosse, die wirklich winzig sei, auf einen Bereich der Haut tätowieren, der leicht zu sehen ist, während das Kind unter leichter Sedierung steht. Wegen der geringen Größe verblasst es normalerweise nach 2-3 Jahren, bis dahin sollten meine Babys mehr persönliche Merkmale entwickelt haben und brauchen es vielleicht nicht mehr.“

Ein Tattoo für ein Baby? Die Frau diskutierte länger mit ihrem Mann darüber und schließlich entschlossen sie sich dazu, es zu tun. „Er hat jetzt eine 2 Millimeter große, braune Sommersprosse an seinem Ohrläppchen. Vom Betreten der Praxis bis zum Verlassen dauerte es 30 Minuten. Und es wirkte nicht so, als hätte Jack etwas gespürt.“

Eine gute Idee also! Oder?

Eine sieht das ganz anders: Die Mutter der Zwillingsmama. „Meine Mutter flippte in der Sekunde aus, in der ich ein medizinisches Tattoo erwähnte. Ich habe versucht, es zu erklären, aber sie ist einfach ausgeflippt. Also habe ich beide Kinder auf den Boden gelegt und ihr gesagt, sie solle Jack hochnehmen und das Tattoo suchen. Sie nahm Adam. Also gab ich ihr Jack und nach 20 Minuten konnte sie das Tattoo immer noch nicht finden. Ich zog ihn bis auf seine Unterwäsche aus. Schließlich zeigte ich es ihr und sie sagte: ,Quatsch, das ist nur eine Sommersprosse.` Ich sagte nur: ,Genau. Adam hat dort keine Sommersprosse… So kann die Tagesstätte sie also auseinanderhalten.“

Doch, wie die Mama weiter schreibt, ihre Mutter hat sich trotzdem nicht beruhigt. „Sie ist immer noch stinksauer und schimpft. Sobald ich es anderen erkläre und sie es nicht finden, verstehen sie es – aber meine Mama denkt immer noch, dass ich zu weit gegangen bin, indem ich mein Kind tätowiert habe. Ich dagegen glaube, ich habe die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen, die der Arzt empfohlen hat. Das Tattoo wird mit der Sonneneinstrahlung und während er wächst verblassen. Wenn er 5 Jahre alt ist, wird es wahrscheinlich gar nicht mehr sichtbar sein oder nur noch wie eine verblasste Sommersprosse aussehen.“

Was denkt ihr denn darüber?

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meinem Freund und unserer fünfjährigen Tochter in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Ich mag leckeres Essen, laute Rockmusik und ab und zu sogar ein bisschen Sport.

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