Als seine Mama den Jungen von der Schule abholt, ist sie nicht etwa entzückt – sondern vielmehr total entsetzt.
„Mein Baby hatte wunderschöne Locken, jetzt sind kahle Stellen auf seinem Kopf und die seitlichen Haare sind komplett kurz!“ Ihr Sohn wollte sich die Haare in Rastas flechten lassen, wenn er das erste Mal selbst Geld verdienen würde.
Es sähe nicht nur furchtbar aus, klagt sie, es wäre auch eine Frage des Glaubens: „Wir sind Schwarze Hebräer, wir dürfen uns nicht die Haare schneiden!“ Niemand hätte der Schule die Erlaubnis gegeben, dem Jungen die Haare zu schneiden! Sie habe darauf vertraut, dass sich die Schule um ihren Sohn kümmert und nicht, dass sie ihm die Haare schneidet. Die Situation ist schwierig, auch im Hinblick auf die Erkrankung des Jungen: „Jetzt muss ich wieder bei Null anfangen, sein Vertrauen aufzubauen. Er will das Haus nicht verlassen.“
Die Schulbehörde hält fest zu dem Lehrer:
„Es ist nicht ungewöhnlich für Mitarbeiter einer Schule, dass sie über ihre Pflicht hinausgehen, um den Bedürfnissen von Schülern auch außerhalb des Klassenzimmers gerecht zu werden“, gab sie bekannt. „Die betreffende Lehrkraft hat in bester Absicht gehandelt, um den Schüler zu unterstützen“.
Schon früher in dieser Woche berichteten wir über einen ganz ähnlichen Fall: Ein Lehrer hatte seiner kleinen Schülerin eine neue Frisur verpasst und wurde dafür von ihrem Vater verklagt.
Lehrer stylt autistischen Schüler ungefragt um – inklusive Haarschnitt
Von
Laura Dieckmann
24. September 2021