„Lebensgefährlich!” Kinderarzt fordert, dass alle Kinder UV-Kleidung tragen

Die Temperaturen steigen und endlich können wir unser Gesicht in die Sonne halten und die Zeit draußen genießen. Doch leider unterschätzen immer noch viele Eltern die Gefahr der Sonne für empfindliche Kinderhaut.

Das bleibt nicht ohne Folgen, denn den Sonnenbrand, den das Kind hat, den muss der erwachsene Mensch später ausbaden. Die Folgen sind Hautkrebs, der, wie wir alle wissen, tödlich enden kann.

Arzt appelliert an Eltern, ihren Kindern UV-Kleidung anzuziehen

Genau deswegen warnt Kinderarzt Dr. Vitor auf Instagram als „kids.doc.de” Mamas und Papas eindringlich, ihre Kinder ausreichend vor der Sonne zu schützen. Wie er in seinem Storyhighlight „Sonnenbrand” klarstellt, kann er die Reaktionen vieler Eltern à la „Ach, war doch bei uns auch nicht so schlimm” nicht mehr hören. Eine Sache liegt dem Arzt dabei besonders am Herzen: Dass Kinder UV-Kleidung tragen.

An alle, die argumentieren, dass sie sowas früher auch nicht getragen haben, wendet er sich mit den harten Worten: „Warten wir noch ein paar Jahre… dann sprechen wir uns noch mal!” In einem Beitrag zum Thema erklärt der Kinderarzt noch einmal ausführlicher: „Es ist eben nicht nur ein kleiner Sonnenbrand. Sonnenbrände in der Kindheit und Jugend erhöhen das Risiko für schwarzen Hautkrebs um das 2- bis 3-fache!”

 

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Und seine Community gibt ihm Recht, denn innerhalb kürzester Zeit erreichen ihn viele erschreckende Nachrichten, die er anonym in seinen Storys teilt.

„Wir mussten bei meiner Tochter (3) letztes Jahr ein auffälliges Muttermal entfernen lassen in der Leistenbeuge. Das war schwarzer Hautkrebs (Clark Level 1 Tumor). Ich hab es super schnell erkannt und nicht einmal eine Woche später war sie schon im OP. Zum Glück reichte ‚nur‘ großflächig wegschneiden. Trotzdem sind wir in der Zeit durch die Hölle gegangen, vor Angst, Kummer und Sorgen.”

„Meine Eltern haben es damals nicht so ernst genommen und mit 21 hatte ich meine erste Hautkrebsdiagnose. Zum Glück wurde es sehr früh entdeckt, jedoch muss ich auch 12 Jahre nach der Diagnose alle sechs Monate zur Kontrolle und bei fast jedem Termin wird mir ein ‚auffälliges Muttermal‘ entfernt. Obwohl ich mich eincreme, UV-Kleidung trage und die Mittagssonne meide.”

Sonnencreme schützt Kinder nicht ausreichend

Der Kinderarzt stellt klar, dass Sonnencreme nicht reicht, um die zarte Kinderhaut genügend zu schützen. Außerdem räumt er mit dem Mythos auf, dass Kinder viel Sonne benötigen, um ausreichend Vitamin D zu produzieren.

„Vitamin D wird trotzdem produziert. Dafür reichen laut Studienlage 10 bis 15 Minuten Sonne pro Tag (beim Einkaufen gehen, zum Kindergarten laufen etc.). Man muss nämlich abwägen: Lieber mehr Vitamin D und mehr Krebsrisiko? Nein, bestimmt nicht.” Und abschließend schießt er noch hinterher: „Egal welche tollen Influencer hier behaupten, der Sonnenschutz würde alles blockieren – Schwachsinn!”

Seine Kinder tragen deswegen immer UV-Kleidung, wenn sie sich über längere Zeit in der Sonne aufhalten.

Dabei greift der Kinderarzt nicht nur auf Oberteile zurück, sondern auch auf längere Hosen. Er kann Eltern außerdem beruhigen: „Es wird nicht heiß in den Klamotten. Eher kalt, wenn sie nass sind.” Zusätzlich würden er und seine Frau die Kinder mit Sonnenschutz eincremen – auch unter den Anzügen.

Eincremen ist gut, aber Sonnenschutzkleidung schützt noch besser vor der intensiven Sonnenstrahlung, darin stimmen auch andere Experten dem Kinderarzt zu. Wie Utopia.de schreibt, ist diese außerdem auch besser für die Umwelt, da die meisten Sonnenschutzmittel viele umweltschädliche und bedenkliche Stoffe enthalten.

Was ist UV-Kleidung überhaupt?

UV-Schutzkleidung ist aus speziellen, sehr feinen High-tech-Fasern besonders eng gewebt. Die Kleidung trocknet schnell, was den erfreulichen Nebeneffekt hat, dass Kinder nicht in den Hosen und Shirts frieren. UV-Schutzkleidung gibt es in allen Preisklassen.

„Kümmert euch um das Beste für die Haut eurer Kinder. Es kann sonst lebensgefährlich werden”, warnt Dr. Vitor eindringlich. „Ihr habt das Leben und die Zukunft eures Kindes in der Hand.”

Ob du die Sonnenschutzcreme aus dem Vorjahr überhaupt noch verwenden kannst, beantworten wir dir übrigens HIER >>> Trotz aller Vorsicht: Falls dein Schatz sich doch einen Sonnenbrand geholt hat, bekommst du in unserem Beitrag „SOS! Was kann ich tun, wenn mein Baby einen Sonnenbrand hat” Hilfe und Tipps.

Lena Krause

Ich lebe mit meinem kleinen Hund Lasse in Hamburg und bin dort immer gerne im Grünen unterwegs.

Auch wenn ich selbst noch keine Mama bin, gehören Babys und Kinder zu meinem Leben dazu. Meine Freundinnen machen mir nämlich fleißig vor, wie das mit dem Mamasein funktioniert und ich komme als „Tante Lena“ zum Einsatz.

Seit ich denken kann, liebe ich es, zu schreiben – und bei Echte Mamas darf ich mich dabei auch noch mit dem schönsten Thema der Welt auseinandersetzen. Das passt einfach!

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