Immer mehr Krätze-Fälle in Deutschland! Das solltest du wissen:

Krätze ist eine Krankheit, die man irgendwie gar nicht so richtig auf dem Zettel hat, oder? Kein Wunder, jahrzehntelang war die Hautkrankheit kaum noch ein Thema, Fälle gab es nur sehr vereinzelt.

Aktuell häufen sich allerdings die Meldungen: Die Krätze ist in Deutschland zurück! In Thüringen gibt es hunderte Fälle, aber auch aus Hessen werden erste Erkrankte gemeldet. Innerhalb weniger Wochen ist die Zahl der Betroffenen dramatisch angestiegen. Und: Die Ansteckungsgefahr in Kitas und Schulen ist scheinbar besonders groß! Kein Wunder, denn bei engem Kontakt zwischen Menschen überträgt sich die Krankheit ganz schnell.

Oh je… Da haben wir doch lieber mal Kinderärztin Dr. med. Snježana-Maria Schütt gefragt, was man über diese unangenehme Erkrankung wissen muss.

Also, vorab erstmal:

Was ist denn überhaupt Krätze?

Kleine Krätzmilben lösen den starken Juckreiz der Haut aus. Illustration: Bigstock

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Die Hautkrankheit Krätze wird durch Milben verursacht, die sich in die obere Hornschicht der Haut eingraben und dort kleine Gänge bilden. Hier entzündet sich die Haut und juckt heftig.

Rötungen, schuppige Haut und teilweise auch winzige Knötchen sind typisch. Und: Oft sind bei genauer Betrachtung, zum Beispiel mit einer Lupe, die gewundenen, länglichen Milbengänge zu erkennen (und manchmal sogar die Milben selbst, urgs).

Kann ich mich schützen?

Dr. Schütt: „Umfassend vorbeugend schützen kann man sich leider nicht. Entgegen aller Vorurteile trifft die Krätze sehr wohl auch Menschen mit guter Körperhygiene. Das Beste, was man tun kann: Engen Kontakt zu betroffenen Personen vermeiden.“ Wird im Bekanntenkreis, in der KiTa oder Schule ein Fall bekannt, sollte man sich und sein Kind in der nächsten Zeit gut beobachten und im Falle eines Ausschlags (Krätze trifft meistens Hände und Füße; bei Säuglingen auch Gesicht und Körper) den Arzt aufsuchen. Wenn der Ausschlag besonders nachts stark juckt, ist er sehr verdächtig und sollte rasch abgeklärt werden.

Wie wird Krätze behandelt?

„Im Falle einer Erkrankung wird meist eine Salbentherapie verordnet. Das Medikament enthält einen speziellen Wirkstoff, der gegen die Milben und auch ihre Eier wirkt. Oft müssen enge Kontaktpersonen gleich mitbehandelt werden,“ erklärt die Kinderärztin. Die Salbenbehandlung muss nach einigen Tagen wiederholt werden. „In einigen Fällen ist es auch nötig, neben der Salbe noch Tabletten zu verschreiben. Das entsprechende Vorgehen gibt jeweils der Kinderarzt vor.“ Und weiter: „Kuscheltiere und andere Textilien, die nicht bei hohen Temperaturen gewaschen werden können, sollten 48 Stunden lang ,isoliert´ werden (in einen gesonderten Raum stellen oder in einer dichten Tüte verstauen). Dann sind Milben, die eventuell auf die Textilien übergegangen sind, außer Gefecht gesetzt. Sie sind nämlich zum Überleben auf den Menschen angewiesen und sterben, wenn sie ein bis zwei Tage keinen Kontakt zu ihnen hatten. Bettwäsche, Handtücher und Kleidung müssen täglich gewechselt und dann bei 60 Grad gewaschen werden.“ KiTa und Schule müssen in jedem Fall über die Krätze informiert werden, damit alle aufmerksam sind und im Bedarfsfall wissen, dass sie zum Arzt müssen.

Wie lange dauert die Krankheit?

Von der Ansteckung bis zu den ersten Symptomen dauert es etwa vier bis sechs Wochen. Selbst ansteckend bleibt man dann, solange die Milben noch in der Haut sind. Und der quälende Juckreiz kann leider noch bis zu vier Wochen nach der erfolgreichen Behandlung anhalten.

Foto: privat

Unsere Expertin: Kinderärztin Dr. med. Snježana-Maria „Snježi“ Schütt, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin aus Lübeck.

Auf ihrem Blog www.die-kinderherztin.de findet ihr alles, was die „Kinderherztin“ liebt: Hilfreiche Texte über medizinische Themen, leckere Rezepte, Reiseberichte und coole Bastel-Tipps.

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meinem Freund und unserer vierjährigen Tochter in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Ich mag leckeres Essen, laute Rockmusik und ab und zu sogar ein bisschen Sport.

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