Kinder sterben, während Eltern Autoscheiben vom Eis befreien

Jedes Jahr im Winter sterben Menschen, die bei laufendem Motor im Auto sitzen, während es noch schnell vom Eis befreit wird.

Aber was passiert mit ihnen?

Es ist zwar eine stinkige Umweltsünde, aber trotzdem Gang und Gäbe: Den Motor des Autos laufen zu lassen, während man die Scheiben vom Eis befreit. Verständlich, denn so wird das Auto schon mal langsam warm im Inneren und das Gebläse kann das Eis auf der Frontscheibe antauen, um das Kratzen zu erleichtern.

Genial, oder?

Leider birgt dieses Vorgehen eine große Gefahr, besonders, wenn im Inneren z.B. die Kinder warten. Innerhalb weniger Minuten können sie sterben.

Traurige Berühmtheit hat ein Fall aus dem Jahr 2016 gemacht: Verschiedenen Medien zufolge wollten sich eine Mutter aus New Jersey und ihre beiden Kinder während eines Blizzards im Auto aufwärmen. Sie startete schon einmal den Motor und drehte die Heizung auf, während der Vater das Auto vom Schnee befreite.

Da der Auspuff des Wagens jedoch noch mit Schnee und Eis verstopft war, konnten die giftigen Gase in den Innenraum des Autos gelangen. Mutter und Sohn starben nach wenigen Minuten. Die dreijährige Tochter kam mit einer schweren Vergiftung ins Krankenhaus, wo sie später ihren Verletzungen erlag.

Die Todesurteile der Familie: Kohlenmonoxid-Vergiftungen.

Im Winter ist der Auspuff häufig mit Schnee und Eis verstopft und so gelangen die Abgase ins Auto.

Unbemerkt, denn Kohlenmonoxid ist geruchslos. Die Polizei nennt diese Situation in ihren Warnungen daher auch „der stille Tod“ oder der „stumme Killer“.

Wer im Stand den Motor anlässt, um die Scheiben oder den Innenraum zu beheizen, oder aber nur Radio zu hören, der sollte vorher unbedingt das Auspuffrohr kontrollieren und gegebenfalls vom Schnee befreien.

Sicherheitshalber sollte dieser Check im Winter vor jeder Fahrt immer einmal kurz gemacht werden.

Und: Den Motor am besten sowieso nie unnötig laufen lassen. Es ist aus Umweltschutzgründen verboten. Widersetzt man sich diesem Gebot, droht ein Bußgeld.

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meiner Familie in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Seit 2015 bin ich Mama einer wundervollen Tochter.

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