Kind-Krankschreibung: Jetzt per Videochat anfordern!

„Mamaaaa, mir geht’s nicht gut!“

Bei diesem Satz ist jeder Mama klar: Der Tag wird anders laufen wird als geplant. Für berufstätige Eltern heißt es dann: Arbeitgeber informieren und ab zum Kinderarzt für eine Kind-Krankschreibung. In den meisten Fällen natürlich MIT dem kranken Kind im Schlepptau.

Jedenfalls bisher, denn seit ein paar Wochen können Eltern die Krankschreibung auch per Videochat einholen.

Wie funktioniert eine Online-Krankschreibung?

Zumindest in einigen Praxen in Deutschland ist das bereits möglich, wie u.a. ntv berichtet. Ungefähr 1.500 von ihnen bieten über die App „Kinder- und Jugendarzt“ schon Sprechstunden per Video an. Laut Betreiber der App seien das immerhin 90 Prozent aller Kinder- und Jugendarzt-Praxen in Deutschland. Für die Patienten ist die Nutzung der App gratis, nur die Ärzte zahlen Gebühren.

Also, anstatt mit einem kränkelnden Kind Ewigkeiten im Wartezimmer abhängen zu müssen, nur kurz das Smartphone anschalten und die Krankschreibung ganz einfach digital im eigenen Wohnzimmer abholen? Fast!

Denn, ob dein Kind tatsächlich per Videochat krankgeschrieben wird, entscheidet letztendlich der Arzt. Es liegt in seinem Ermessen, ob das Kind nicht besser doch noch in die Praxis kommt.

Schnelle und unkomplizierte Beratung per Videochat

„Der Eindruck per Video ist nicht der gleiche wie in der Praxis – aber in manchen Situationen kann es machbar und sinnvoll sein“, meint auch Ronny Jung aus dem Vorstand des BVKJs (Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte) gegenüber ntv. Die Videosprechstunde sei eine Bereicherung, weil man Patienten so schnell und unkompliziert beraten könne.

Dass es plötzlich diese Möglichkeit der Krankschreibung gibt, ist einem entsprechenden Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken zu verdanken. Der G-BA legte zunächst fest, dass Arbeitnehmer sich zunächst bis zu sieben Tage krankschreiben lassen können. Für die Krankschreibung der Eltern wegen einer Krankheit der Kinder gab es aber zunächst noch Klärungsbedarf. Inzwischen ist alles geregelt und damit auch diese Video-Krankschreibung möglich.

Wie erreicht mich die Krankschreibung?

Die ärztliche Bescheinigung zur Krankheit des Kindes für den Arbeitgeber kommt nach der Videosprechstunde dann analog mit der Briefpost zu den Eltern. Dieser Beschluss ist übrigens unabhängig von der Corona-Pandemie gefallen und gilt damit unbefristet.

Lena Krause

Ich lebe mit meinem kleinen Hund Lasse in Hamburg und bin dort immer gerne im Grünen unterwegs.

Auch wenn ich selbst noch keine Mama bin, gehören Babys und Kinder zu meinem Leben dazu. Meine Freundinnen machen mir nämlich fleißig vor, wie das mit dem Mamasein funktioniert und ich komme als „Tante Lena“ zum Einsatz.

Seit ich denken kann, liebe ich es, zu schreiben – und bei Echte Mamas darf ich mich dabei auch noch mit dem schönsten Thema der Welt auseinandersetzen. Das passt einfach!

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