Italien führt die Impfplicht ein

Es ist ein brandheißes Thema, über das wir erst neulich berichtet haben: Die Masern breiten sich wieder aus, weil immer mehr Eltern auf die Impfung ihrer Kinder verzichten.

Italien macht die Impf-Frage nun zur Staatsangelegenheit. Die Regierung hat ein Gesetz erlassen, dass die Impfpflicht für Kinder einführt.

Diese gilt unter anderem für die Krankheiten Masern, Hirnhautentzündung, Tetanus, Kinderlähmung, Mumps, Keuchhusten und Windpocken. Kinder im Alter von bis zu sechs Jahren, die gegen diese Krankheiten nicht geschützt sind, werden nicht für Krippe, Kindergarten und Schule zugelassen. Eltern, die ihre Kinder nicht impfen lassen, müssen zukünftig hohe Geldstrafen bezahlen.

Vorangetrieben wurde dieses Gesetz maßgeblich von Gesundheitsministerin Beatrice Lorenzi, die mit einigem Widerstand und Protest der zahlreichen Impfgegner zu kämpfen hatte. Doch die Gefahr neuer Epidemien aufgrund einer zu geringen Impfrate ist einfach zu groß.

Laut dem Robert-Koch-Institut sind auch bei uns in Deutschland in diesem Jahr bereits mehr Menschen an den Masern erkrankt als im gesamten Vorjahr. Der Grund: Fehlender Impfschutz bei immer mehr Kleinkindern, aber vor allem auch bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Um die Masern auszurotten, müssten 95 Prozent der Schulanfänger geimpft sein. Derzeit sind es aber nur 92,8 Prozent.

Wenn ihr mehr zum Thema Impfen wissen möchtet, könnt ihr euch beim Robert-Koch-Institut informieren oder auf der Infoseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meiner Familie in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Seit 2015 bin ich Mama einer wundervollen Tochter.

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