Ist das rechtens? Kita kündigt aggressivem Jungen seinen Platz

Dieser Fall beschäftigt gerade das Landesgericht Göttingen:

Ein Fünfjähriger soll in seiner Kitagruppe mehrfach Kinder geschubst, gebissen und gekratzt haben, wie u.a. Focus berichtet.

Die Erzieher sahen sich irgendwann nicht mehr in der Lage, den Jungen zu betreuen und die Einrichtung kündigte seinen Kita-Platz.

Das war im September. Die Eltern ließen diesen Vorfall nicht auf sich sitzen und klagten. Sie hatten eine einstweilige Verfügung beantragt, die ihren Landkreis verpflichten sollte, ihrem Sohn bis zum 18. Oktober einen neuen Kindergartenplatz anzubieten. Dieser Antrag wurde abgelehnt, denn mit dem Nachweis des bisherigen Platzes hätte der Landkreis seine Schuldigkeit vorerst getan – zumal der Kindergarten den Platz des Jungen erst einmal nicht neu besetzt.

Das Landesgericht Göttingen verlangt, das die Eltern nun zuallererst – wenn nötig, auch durch eine Klage – klären, ob die Kündigung durch die Kita überhaupt rechtmäßig gewesen ist.

Erst nach dieser endgültigen Klärung – oder wahlweise auch im Falle einer Weitervergabe des Kindergartenplatzes durch den Träger der Einrichtung – würde das Verwaltungsgericht sich weiter damit befassen, ob der Landkreis der Familie einen neuen Kita-Platz zur Verfügung stellen muss.

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meiner Familie in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Seit 2015 bin ich Mama einer wundervollen Tochter.

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