Sie hat uns ihre Geschichte erzählt:
„Ich wollte immer ein Mädchen haben. Also, sagen wir eher: Ich bin fest davon ausgegangen, dass ich mal Mädchen-Mama werde. Ganz tief drinnen in mir war ich einfach sicher.
So, als ich dann meinen Mann kennenlernte, ging es ganz schnell, dass ich schwanger wurde. Gewollt! Wir waren happy und haben uns auf unser kleines Mädchen gefreut.
Dann stellte sich heraus, dass ich einen Jungen bekommen würde.
Es war tatsächlich ein Schock für mich, auch, wenn das viele nicht verstehen können.
Naja, ich sah dann aber selbst ein, dass es völliger Quatsch war. Ich kaufte wahnsinnig viel niedliches Jungszeug und versuchte, in den Geschäften nicht zu sehr zu den pinken Glitzi-Mädchensachen zu schauen, mit denen ich eigentlich immer gerechnet hatte.
Mein Sohn kam gesund zur Welt und er war (und ist natürlich!) toll.
Er war so süß, ich liebte ihn sofort wie verrückt und er hielt mich so auf Trab, dass ich dieses Mädchen-Thema total verdränge.
Jetzt bin ich wieder schwanger.
Als ich den positiven Test in den Händen hielt, war ich aus dem Häuschen vor Glück – und ganz sicher, dass mein „Großer“ eine keine Schwester bekommen würde. Ein Pärchen! Besser ginge es doch gar nicht.
Ihr ahnt es. Ich bekomme noch einen Jungen.
Und da dies unser letztes Kind sein soll, deprimiert es mich. Ich meine, wirklich.
Mir geht es in dieser Schwangerschaft seit Anfang an nicht so gut wie bei der ersten, ich habe viele Beschwerden. Ich schäme mich dafür, aber als ich erfuhr, dass es noch ein Junge wird, dachte ich ganz kurz: Und dafür quäle ich mich so sehr? Schlimm, ich weiß.
Meine Freundin ist ebenfalls schwanger und bekommt natürlich ein Mädchen. Es ist schwer, nicht ständig eifersüchtig zu sein.
Mir ist schon bewusst, dass ich mich da in eine fixe Idee reingesteigert habe.
Mir ist klar, dass Mädchen nicht immer lieb sind und mit Puppen und Einhörnern spielen. Und ich liebe meinen Sohn! Und mit jeder Schwangerschaftswoche liebe ich auch den kleinen Jungen in meinem Bauch mehr und mehr.
Ich bin mir sicher, dass die beiden gute Freunde werden.
Wir werden ein lauter und chaotischer Haushalt werden, voller Autos und Dinos. Das ist wunderschön.
Aber ich kann leider nicht aus vollen Herzen sagen, dass ich mit dieser Vorstellung komplett zufrieden bin. Ich muss mir eingestehen, dass ich mir immer noch eine Tochter fehlt. Und so schlecht diese Wahrheit bei allen anderen auch ankommt – ich habe keine Lust mehr, mich für meine Gefühle zu entschuldigen und sie zu rechtfertigen.
Gefühle sind irrational. Sie stecken ganz tief in dir.“
Wir danken der Echten Mama für ihre ehrliche Geschichte.
Wie sieht es denn bei euch aus? Könnt ihr die Mama verstehen? Und hattet ihr einen Wunsch, was das Geschlecht eures Kindes angeht?
Der Artikel ist schon etwas älter aber ich möchte mich auch gern dazu äußern. Ich seh das so wie meine Vorrednerin, Diana.Als ich mit meinem ersten Kind schwanger wurde, bin ich recht neutral gewesen. Es wird halt ein Kind 😉 meine Mama allerdings hat mich da sehr beeinflusst und ich habe es mit mir machen lassen. Sie meinte: „Es wird bestimmt ein Mädchen“ und war bald aufgeregter als ich. Nun ja, als der „erlösende“
Ultraschall kam und ich erfuhr dass es ein Junge wird, war ich auch seltsam enttäuscht obwohl es mir am Anfang ja vollkommen egal war, Junge oder Mädchen. Zum Glück hielt das nicht lange, ich freute mich auf meinen Jungen und wir verbrachten 4 schöne Jahre allein, mit viel Lego, Playmobil, Puppen und er liebte wenn ich ihm vorlies, er war ein ruhiges, besonnenes Kind…bis ich wieder schwanger wurde. Ein Mädchen! Ich war baff und freute mich riesig! Auch mein 3. Kind wurde ein Mädchen und ich bin überglücklich ihre Mama sein zu dürfen, von allen meinen Kindern. Aber wer mich am meisten fordert (weil sehr Charakterstark und überaus Selbstbewusst) sind meine Mädchen. Sie sind toll aber sie fordern täglich meinen letzten Nerv! Besonders meine mittlere.
Mein Sohn, der jetzt groß ist (14) ist mein Ruhepool und oft genieß ich es, etwas ganz allein mit ihm zu machen, wenn die anderen sicher beschäftigt sind 😉
So kann es auch sein.
Liebe Cathy,
ganz lieben Dank für deine Nachricht und deine Erfahrung!
Ich selbst habe „nur“ eine Tochter – aber auch sie ist sehr charakterstark.
Herzliche Grüße,
Laura
Ich denke dieses klischeehafte Denken Jungs sind so, Mädchen sind so, müsste man endlich mal über Bord werfen.
Es kommt immer auf den Charakter vom Kind an. Wer sagt denn das Jungs immer nur wild und laut und Raufbolde sind? Und wer glaubt das Mädchen die braven, lieben Kinder sind die mit Puppen und Einhörnern spielen? So ein Blödsinn.
Die Wunschvorstellung ist da. Aber wer sagt dir denn das deine „Erwartungen“ auch so erfüllt werden? Was ist wenn du ein Mädchen bekommst das lieber Pirat spielt, sich nicht die Haare schön flechten lassen will und genauso laut und wild ist wie ein Junge?
Und was ist wenn du einen Jungen bekommst der es ruhig mag, es liebt zu lesen und lieber mit dir kuscheln will als zu raufen?
Ganz egal ob Junge oder Mädchen, auf den Charakter deines Kindes kommt es an.
Ich habe eine große Tochter.Sie ist toll,hübsch,blond,zart liebt rosa und Einhörner und sie ist brav macht eigentlich nie Ärger.Ich wollte erst nur ein Kind.Dann wurde ich wieder schwanger(geplant) erst hieß es ,dass es ein Mädchen wird in der30Woche oh es wird ein Junge.Ich finde Jungs anstrengend sie sind laut leicht nervös,die Klamotten müssen immer cool sein nie süß.Er macht vieles kaputt.Ich liebe ihn aber er ist wild und muss immer ausgelastet werden mag nicht mit mir malen oder basteln viele tollen Bücher mag er nicht.Immer nur Jungssachen.Das macht mich traurig eigentlich liebe ich meine zwei Kinder aber irgendwie denke ich oft wie ruhig es mit uns Mädchen war und wie laut es nun ist.Es ist laut und bunter geworden