„Ich bin so froh, dass meine Kinder keine Babys mehr sind!“

„In unserem Haus ist immer viel los. Es ist laut, rummelig, laut, bunt, wild, lebendig, laut, chaotisch – und laut. Klar, mensch, ich habe schließlich zwei Jungs! Mein Großer ist neun Jahre alt und sein kleiner Bruder fast fünf. Sie sind absolut wundervoll und ich liebe sie so sehr.

Meine beiden erfüllen jedes Klischee über ,richtige Jungs`: Überall liegen Socken und Boxershorts herum, im Flur wird die Sporttasche regelmäßig in die Ecke gepfeffert und wir haben mehr Bälle im Haus als jedes Sportgeschäft. Wir haben jede Menge Actionfiguren und Dinosaurierkram, Bücher übers Weltall, Zauberkästen und Videospiele…

Was wir aber nicht mehr haben, sind Windeln und Fläschchen.

Oder nächtliche Hüngerchen, die mich auf Trab halten. Und ganz ehrlich gesagt, bin ich heilfroh darüber.

Klar mochte ich die Babyzeiten meiner Jungs auch. Ich meine, Babys sind echt niedlich – und meine natürlich am allerniedlichsten! Und sie waren tatsächlich auch relativ ,unkomplizierte‘ Babys, wenn man das so sagen darf.

Aber trotzdem. Ich habe vieles an der Zeit, als sie noch so winzig waren, als echt anstrengend empfunden. Um einmal einkaufen zu gehen, musste ich eine Wickeltasche mit den Ausmaßen einer Sporttasche mitnehmen. Die Kleinen sind so hilflos und brauchen 24 Stunden bedingungslose Aufmerksamkeit. Das ist zwar süß, aber mir war es ehrlich gesagt auch häufig etwas zu viel. Ich habe jeden Entwicklungsschritt, den sie gemacht haben, freudig begrüßt.

Je selbstständiger meine Jungs geworden sind, desto besser gefiel mir mein Mama-Leben.

Meine beiden sind so cool, und ich finde es überwältigend, wie viel Persönlichkeit sie haben. Sie sind witzig und clever. Mit dem Großen kann ich tatsächlich gut shoppen gehen und der Kleine liebt es, mit mir zu kochen. Der Große schaut schon manchmal (kindgerechte) TV-Shows mit mir und der Kleine ist wahnsinnig kuschelig und genießt es noch, wenn ich abends zu ihm ins Bett schlüpfe und eine Geschichte vorlese. Die beiden können zusammen spielen und finden es spannend, wenn mal unsere Babysitterin vorbeikommt. Sie bringen ihre Wäsche in den Wäschekorb und haben kleine Aufgaben im Haushalt.

Es ist für meine Begriffe mehr ein ,Miteinander` – im Babyalter ist doch alles ziemlich einseitig.

Das ist ja auch richtig und okay so! Nur mir als Typ liegen ältere Kinder mehr.

Und genau deswegen bin ich auch nicht rührselig, wenn ich ihre Babyfotos anschaue. Und bekomme keine Sehnsucht, wenn ich ein Baby auf den Arm gedrückt bekomme. Babys sind toll – aber ältere Kinder auch. Jeder neue Meilenstein wird von mir begeistert begrüßt! ,Es ist in Ordnung, Erfolge zu feiern, anstatt über Veränderungen zu weinen.` Das ist meine Art zu denken.

Ich möchte die Babyzeit meiner Jungs natürlich nicht missen, sie war auch wundervoll. Aber so, wie es jetzt ist, bin ich froh, dass wir sie hinter uns gelassen haben. Ich glaube, mir fehlt dieses aufopferungsvolle Gen, das frischgebackene Mamas brauchen.“

Liebe Katrin, vielen Dank, dass du deine Meinung mit uns geteilt hast. Wir wünschen dir und deinen Jungs alles Liebe für eure Zukunft!

WIR FREUEN UNS AUF DEINE GESCHICHTE!
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Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meiner Familie in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Seit 2015 bin ich Mama einer wundervollen Tochter.

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