Huch, jetzt bewiesen: Warum wir wirklich wie unsere Mütter werden

„Du bist wie deine Mutter!“

Wenn dieser Satz in einer Beziehung fällt, ist er im meist nicht als Kompliment gemeint. Er geht dann eher in die Richtung von „ Du bist so streitsüchtig / launisch / unzufrieden / besserwisserisch wie…“, um nur ein paar nicht sehr schmeichelhafte Adjektive zu nennen.

Auch wenn uns gerade niemand diesen Satz an den Kopf wirft, stehen wir diesem „Ich werde wie meine Mama“-Gedanken eher skeptisch gegenüber. Selbst wenn wir ein gutes Verhältnis zu unseren Müttern haben.

Irgendwie will man es ja – wenn schon nicht besser – dann zumindest anders machen als die Eltern. Und bloß nicht die schlechten Eigenschaften übernehmen, zum Beispiel die den Jähzorn der Mutter und dieses ewige Vorwürfemachen.

Allen, die sich von ihrer Mama möglichst emanizipieren wollten, müssen bei dieser aktuelle Studie gaaanz stark sein. Wer seine Mama abgöttisch liebt, wird sich über die Ergebnisse der Untersuchung “Female-Specific Intergenerational Transmission Patterns of the Human Corticolimbic Circuitry” freuen (was für ein Zungenbrecher!).

Wissenschaftler gingen für ihre Forschung davon aus, dass die Gehirne von Müttern und Töchter am ähnlichsten sein müssten – wenn man die Gehirne von zwei Generationen vergleicht (Vater und Sohn sind sich demnach nicht so ähnlich, weil ja auch Jungen im Bauch der Mutter heranwachsen).

Um ihre These zu überprüfen, verglichen sie Gehirnstrukturen im Computertomographen. Sie nahmen sich dabei besonders den Bereich vor, in dem ein breites Spektrum von Funktionen verankert ist, wie zum Beispiel die Entscheidungsfindung und die Regulierung der Emotionen.

Kurz gesagt: Das Zentrum, das steuert, wie wir denken und fühlen.

Nachdem die Forscher Daten von 35 verschiedenen Familien gesammelt und ausgewertet hatten, sahen sie ihre Behauptung bestätigt. Gehirnstrukturen zwischen Müttern und Töchtern sind sich wirklich am ähnlichsten!

Du brichst bei jeder romantischen oder traurigen Filmszene in Tränen aus? Das hast du wahrscheinlich deiner Mutter zu verdanken.

Du bist schnell gestresst, ungeduldig und kannst Warteschlangen nicht ausstehen? Denk mal darüber nach, wie deine Mama an der Supermarktkasse reagiert.

Du fluchst mehr als dir lieb ist oder gehst keinem Streit aus dem Weg? Ja, genau, deine Mutter.

Du bist der Ruhepol der Familie und hast für jeden ein offenes Ohr? Deine Mutter.

Manche Dinge bleiben einfach in der Familie.

Tamara Müller

Als süddeutsche Frohnatur liebe ich die Wärme, die Berge und Hamburg! Letzteres brachte mich vor fünf Jahren dazu, die Sonne im Herzen zu speichern und den Weg in Richtung kühleren Norden einzuschlagen. Ich liebe die kleinen Dinge im Leben und das Reisen. Und auch wenn ich selbst noch keine Kinder habe, verbringe ich liebend gerne Zeit mit ihnen.

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