Hände weg von meinem Baby! Deshalb ist es so gefährlich, Säuglinge anzufassen

Sie sind süß! Und sie sind so klein! Und am liebsten würde man das Baby der Freundin, der Nachbarin und der Kollegin gleich auf den Arm nehmen und nur noch knuddeln. Vor allem, wenn die eigenen Kinder leider gar nicht mehr so klein und knuffig sind.

Aber stopp! Niemals darf ein fremdes Baby einfach so angefasst werden. Denn: Je kleiner sie sind, desto empfindlicher kann ihr Immunsystem auf Krankheitserreger reagieren. Und Krankheitserreger, also Viren und Bakterien, tummeln sich nicht nur direkt im Rotz eines Kindergartenkindes. Sie können überall sitzen.

Auch auf unseren Händen, wenn wir aus der U-Bahn gestiegen sind, einkaufen waren oder den Nachwuchs aus der KiTa abgeholt haben (dann besonders). Mit solchen Händen darf das Neugeborene der Nachbarin nicht angefasst werden! Nach dem Händewaschen und mit Erlaubnis der Mutter sieht die Sache anders aus. 

Unser Immunsystem ist lange gereift und kommt ganz gut klar mit Schnupfenviren und anderen mikroskopisch kleinen Bösewichten. Wer frisch geboren wurde, fängt gerade erst an, ein eigenes Immunsystem aufzubauen. Zwar gibt es den sogenannten Nestschutz, also Antikörper, die von der Mutter auf das Ungeborene übertragen wurden und es nach der Geburt eine Zeit lang weiter schützen. Dass heißt aber nicht, dass frische Babys komplett immun gegen Viren und Bakterien sind.

Im Gegenteil: Die leichte Erkältung, die wir vielleicht nur als kleinen Schnupfen merken, kann unter Umständen im Babykörper schlimmste Infektionen auslösen. Und deshalb sollte man den ersten Besuch beim Neugeborenen lieber verschieben, bis der kleine Schnupfen verschwunden ist. Wenn die Kollegin ihr Baby das erste Mal im Büro vorstellt: Lieber mit Distanz bewundern.

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Neu-Mamas müssen sich deshalb aber nicht in der Wohnung einschließen oder ständig Desinfektionsspray dabei haben. Im Gegenteil: Viel frische Luft hilft dem Baby-Immunsystem, sich zu entwickeln. Kontakt mit Krankheitserregern, die es wie gesagt ja überall gibt, lässt sich nie ganz vermeiden und stärkt in gewissem Maße ebenfalls die Abwehr. Nur zum Beispiel bei Grippe-Wellen sollten ganz kleine Säuglinge nicht unbedingt U-Bahn fahren oder unter viele Menschen.

Für größere Geschwister ist es natürlich schwer, sich dem Baby nicht zu nähern, wenn sie erkältet sind. Und ganz verbieten kann man es wohl auch nicht. Aber es ist eine gute Gelegenheit, das Thema Händewaschen mal wieder zu aktualisieren.

Je älter die Babys werden, desto robuster wird auch ihr Immunsystem. Kaum fangen sie an, zu robben, ist sowieso nichts mehr vor ihnen sicher. Alles landet im Mund, muss betastet und begutachtet werden. Wenn es so weit ist, ist auch die körperliche Abwehr bereit. 

Julia Jung

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