Überraschende Gillette-Werbekampagne: „Männer, seid keine Idioten!“

Gillette hat einen neuen Werbespot veröffentlicht und die Welt dreht durch. Er hat nämlich offenbar so gar nichts mit Werbung zu tun, sondern eher mit Moralerziehung und – hört, hört – Feminismus. Oder ist das gar kein Feminismus, sondern Emanzipation?

Jedenfalls hat er eine klare Botschaft, und zwar will er das „toxische Männlichkeitsbild“ vernichten, das unter anderem vom zu Unilever gehörigen Deo-Konkurrenten Axe zelebriert, gehuldigt, ja gar vergöttert, wird.

Wir finden das total toll und einen längst überflüssigen Schritt. Doch die Reaktionen gehen in alle emotionalen Richtungen und zwar jeweils in größtmöglicher Ausprägung. Aber bevor wir dazu kommen, seht euch bitte erstmal den Spot an. Und versucht, dabei keine Gänsehaut zu bekommen:

Kein Wunder, dass die Emotionen diesbezüglich hochkochen, oder?

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Ein großer Teil der Menschen ist begeistert von dem, was Gillette da zu vermitteln versucht, wie deren Facebook-Seite zeigt:

„Als Großmutter von fünf kleinen Jungen bin ich dankbar für diese Botschaft. Wir müssen angemessenes Verhalten verlangen und ihnen die Verantwortung übertragen. Das ist der einzige Weg, wie es eine Veränderung geben kann. Danke! Und bitte zeigt diesen Spot beim Superbowl!“, schrieb beispielsweise Joanne Shea.

Ali Bee war völlig aufgewühlt: „Ich bin nicht euer Zielpublikum, aber ich bin ja so unglaublich dankbar! Die Tränen, die am Ende dieses Videos über meine Wangen rinnen, zeigen, wie verzweifelt es gebraucht wird. Danke!“

Nicht nur Frauen, auch Männer lieben, was Gillette da präsentiert hat:

„Danke für diese tolle Arbeit, Gillette-Team. Es ist brillant und intelligent. Ich bin stolz, schon viele Jahre euer Kunde zu sein“, so Gordon Olson.

„Ich bin ein Mann und ich denke, es war an der Zeit, dass jemand dieses Thema aufgreift und ich danke euch für diesen großartigen Clip und diese positive Botschaft. Ich verstehe nicht, wie jemand das als etwas Negatives auffassen kann. Danke Gillette, ich bin jetzt eurer Kunde!“, erklärte Maz Tastic.

Dennoch tun einige auch genau das: Diese Botschaft negativ auffassen. Viele Männer fühlen sich auf den Schlips getreten, auch wenn genau diese ihre Gefühle natürlich nie äußern würden. Stattdessen fangen sie an zu bellen, wie getroffene Hunde es tun: „Diese Kampagne ist sexistisch gegenüber Männern, eurer größten Kundengruppe. Wurdet ihr gehackt oder seid ihr einfach nur verrückt geworden?“, fragte sich Ralf Anders.

Dass alle über einen Kamm geschert würden, behauptet Stephen Irons: „Danke, dass ihr mir geholfen habt, meine Meinung zu bilden. Ich bin damit durch, Gillette-Produkte zu kaufen. Ich bin nicht vom gleichen Schlag wie Kevin Spacey/Harvey Weinstein….“

Es gibt inzwischen den Hashtag #boycottgillette auf Twitter und Instagram. Dort finden sich unzählige Hass-Kommentare, Männer, die ihre Rasierklingen in den Müll und lustigerweise sogar ins Klo werfen, und einige Memes, die in ihrer Lächerlichkeit sogar schon wieder witzig sind.

 

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Aber vor allem in Deutschland gibt es kaum Männer und Frauen, die die Werbung nicht verstehen. Wie üblich machen wir uns über die jaulenden Amis lustig:

Egal, was man von der neuen Kampagne halten möchte, Gillette hat damit auf jeden Fall ein Ziel erreicht: Aufmerksamkeit zu bekommen. So leidenschaftlich wurde bestimmt noch nie über eine Rasierklingenmarke diskutiert.

Rebecca

Schon seit rund einer Dekade jongliere ich, mal mehr, mal weniger erfolgreich, das Dasein als Schreiberling und Mama. Diese zwei Pole machen mich aus und haben eines gemeinsam: emotionale Geschichten!

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