Geht gar nicht! 9 Dinge, die werdende Papas besser lassen sollten

Mann befruchtet Frau und beschert ihr so neun glückliche Monate? Sorry, Jungs, wenn es euch schockt, aber euer Anteil an der Geburtsvorbereitung ist noch nicht… ganz erfüllt.

Zumindest dann nicht, wenn ihr weiterhin an der Zuneigung der Mutter eures sich in Arbeit befindenden Kindes interessiert seid. Zum Glück wissen das die meisten Männer heutzutage und bemühen sich, die werdende Mama zu unterstützen.

Ein guter Anfang ist es in jedem Fall, diese No-Gos zu beachten:

  1. Desinteresse zeigen. Partnerabend beim Geburtsvorbereitungskurs? „Kein Bock!“.  Ultraschall-Bilder gucken: „Da sieht man doch eh nichts.“ Tuch oder Trage? „Mir doch wurscht.“ Ist schon irgendwie verständlich. Anders als uns fehlt euch erstmal die (körperliche) Verbindung zum Kind. Vielleicht habt ihr auch einfach nicht gelernt, Gefühle angemessen zu zeigen. Aber einen andauernden Freudentaumel erwartet ja auch niemand, einen Funken Interesse aber schon. Sonst befürchten wir noch, dass ihr nach der Geburt ebensowenig Einsatz zeigt.
  2. Zum Oberlehrer mutieren. Aber bitte werdet auch nicht gleich zum Streber. „Oh mein Gott, willst du das wirklich essen? Ich habe gehört, Käse ist gar nicht gut fürs Baby!“ Brrr…  wenn der Mann eine Totalüberwachung im Dienste seiner angehenden Stammhalter*innen startet, fühlen wir uns wie eine intelligenzferne Zuchtstation. Geht mal davon aus, dass die meisten Frauen ziemlich verantwortungsbewusst „brüten“.
  3. Sprüche über den schwangeren Körper machen. „Da kommt ja mein süßes Walross.“  Auch, wenn es auf Instagram anders aussieht: Nicht alle angehenden Mamas feiern „diesen Strahle-Glow“ und „so ein Wahnsinnsgefühl der Weiblichkeit“. Viele von uns haben in dieser Zeit mit ziemlich fiesen Body-Issues zu kämpfen. Da ist es nicht cool, in der Wunde zu bohren, auch wenn’s vermeintlich liebevoll gemeint ist.
  4. Abwesenheit während der Geburt planen.  WM-Endspiel, Geschäftsreise, Kerle-Wochenende? Ja, wir freuen uns auch wieder auf solche Freiheiten – NACH der Geburt. Vorher sind wir nämlich anderweitig beschäftigt, und das ziemlich intensiv. Weg können wir nämlich nicht. Unser Pech, klar. Ob es uns etwas ausmacht, wenn IHR an diesem entscheidenen Tag fehlt? Nö, nö… gar nicht.
  5. Fremdgehen. Das sollte sich von selbst verstehen. Trotzdem hört man immer wieder davon, dass Männer in dieser Zeit so erheblich unter Triebstau leiden, dass sie sich andernorts „abreagieren“ müssen. Okay, Dauerübelkeit etc. können das Sexualleben schon mal vorübergehend auf Eis legen. Aber, dass deine Frau in dieser Zeit einen anderen Menschen das Ruder über ihren Körper übernehmen lässt, heißt nicht, dass du es auch tun solltest. Das wäre echt abgef*t. Sicher weißt du notfalls, wie das mit der guten alten Handarbeit funktioniert.
  6. Stimmungsschwankungen kommentieren. „Ach Schatz, spielen deine Hormone mal wieder verrückt?“ Tun sie wahrscheinlich. Aber wir empfinden gerade jedes Hoch und jedes Tief so innig , dass du du dich besser nicht darüber lustig machst.  Ja, ein Wutanfall ist angebracht, wenn das Lieblingseis an der Tanke ausverkauft ist. Und es ist unbedingt notwendig, jedes Mal zu heulen, wenn im Fernsehen ein Kind mies behandelt wird.
  7. Dauernd rumjammern: Dein Schnupfen ist unerträglich? Das Essen ist so fade gewürzt, seit die angehende Mutti von jeder Prise Curry Sodbrennen bekommt? Es ist schrecklich kalt, seit sie unter Hitzewallungen leidet und dauernd das Fenster aufreißt? Das überstehst du… Das alles ist nämlich echt harmloser, als demnächst ein Baby durch eine ziemlich kleine Körperöffnung pressen zu müssen (oder dir die Bauchdecke aufschneiden zu lassen.)
  8. Eine erfahrene Frau für gute Ratschläge an Bord hohlen. Deine Mama ist die Beste? Leider ist es sehr unwahrscheinlich, dass deine Frau dir gerade für weise Tipps ihrer Schwiegermutter dankbar ist.
  9. Unflexibel bei der Arbeitsteilung sein. Selbst wenn deine Frau schon „faul“ im Mutterschutz rumhängt – je nachdem, wie es ihr geht, sind Wäschemachen und schwere Einkäufe eventuell nicht mehr drin. Kleiner „Trost“: Den Statistiken zufolge, ist es sehr wahrscheinlich, dass sie sich nach der Geburt wieder sehr viel mehr (Doppel-)Belastung aufbürdet als dir.
Jana Stieler

Ich lebe mit Mann und Sohn im Süden Hamburgs – am Rande der Harburger „Berge“ (Süddeutsche mal kurz weghören: Der höchste Punkt misst immerhin sagenhafte 155 Meter ü. M.). Wenn ich nicht gerade einen Text verfasse, liebe ich Outdoor-Abenteuer mit meiner Familie, lange Buch-Badewannen-Sessions mit mir allein und abendliches Serien-Binge-Watching.

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