„Ich muss jetzt einfach eine Sache loswerden, die mich seit einer Woche beschäftigt. Bin wirklich ich die Komische oder die anderen? Vor zwei Wochen wurde mein Sohn 10 Jahre alt. Also feierten wir am letzten Wochenende seinen Geburtstag mit seinen Schulfreunden nach. Geplant war ein Nachmittag im örtlichen Spaßbad mit insgesamt 8 eingeladenen Kindern aus seiner Klasse.

Ich war nicht scharf drauf, so einen „großen“ Geburtstag zu feiern. Weil ich es mir aber in den letzten Jahren immer eher einfach gemacht habe mit einer kleinen Party bei uns im Garten und mein Sohn es sich sehr gewünscht hat, planten wir also den Schwimmbadbesuch.

Inhalt dieses Artikels

    Als wir dann auf dem Schwimmbad-Parkplatz standen und auf alle warteten, fühlte ich mich total überrumpelt.

    Kein anderes Elternteil machte auch nur Anstalten mitzukommen, sie wollten einfach nur ihr Kind abgeben und fertig. Es wurde auch gar nicht nachgefragt, wer denn überhaupt als Aufsichtsperson dabei ist, obwohl die meisten Eltern mich nur flüchtig kennen. Für mich war irgendwie total klar, dass sie mitkommen, weil die Kinder doch noch längst nicht groß und sichere Schwimmer sind.

    Umgekehrt wäre es für mich auch niemals in Frage gekommen, meinen Sohn alleine auf einen Schwimmbad-Geburtstag zu schicken, wo ich die Eltern nicht kenne, die die Verantwortung für die Sicherheit von so vielen Kindern übernehmen wollen. Eine Mama lenkte dann doch ein und meinte, dann kommt sie eben noch mit. Eine andere, die ich bis dahin auch noch nicht kannte, sagte nur

    ‘Wenn Sie nicht sicherstellen können, dass die Kinder gut beaufsichtigt sind, dann sollten sie nicht zu so einer Party einladen.‘

    Dieselbe Mama meinte dann noch genervt, sie müsse jetzt ein Geschwisterkind abholen und wäre dann eben in einer Stunde wieder da. Als sie auch drei Stunden später zum Ende des Geburtstags immer noch nicht da war, rief ich sie an und sie sagte nur, dass sie noch beschäftigt war. Ihr Kind solle ich einfach mit seinem Freund im Schwimmbad auf sie warten lassen.

    Weil ich es absolut unverantwortlich fand, zwei Zehnjährige alleine im Schwimmbad zu lassen, haben wir dann sogar noch eine halbe Stunde dort auf sie gewartet, obwohl Zuhause noch Besuch wartete. Leider konnte ich meinen Ärger vor meinem Sohn auch nicht verbergen und ich war wütend, dass sein Geburtstag so einen blöden Beigeschmack bekommen hatte.

    Ist meine Sorge um die Sicherheit der Kinder wirklich so übertrieben? Ist es so verrückt, dass ich fest davon überzeugt war, dass andere Eltern mitkommen, um auf ihre Kinder zu schauen? Hätte ich das alles vorher gewusst, wäre es bestimmt kein Kindergeburtstag im Schwimmbad geworden.“


    Liebe Nadja, vielen Dank, dass du uns deine Geschichte anvertraut hast. Wir wünschen dir und deiner Familie alles Liebe für die Zukunft!

    Echte Geschichten protokollieren die geschilderten persönlichen Erfahrungen von Eltern aus unserer Community.

    WIR FREUEN UNS AUF DEINE GESCHICHTE!

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    14 Kommentare

  1. Julia

    Ich stoße gerade auf diesen Artikel, weil ich am Dienstag den 11. Kindergeburtstag unseres Sohnes im Spaßbad feiere und nach Spielideen suche. Ich staune über die Erwartungshaltung der Autorin. Mein Mann und ich begleiten den Geburtstag. Selbstverständlich haben wir nicht den Anspruch, dass andere Elternteile sich diesen Tag freischaufeln und mitkommen. Man kann freundlich im Elternkreis nachfragen, ob jemand Lust und Zeit hat. Aber sowas kann man doch nicht ungefragt erwarten oder einfordern. Die anderen Eltern haben doch auch ihre Dinge um die Ohren, Arbeit, Haushalt, Geschwisterkinder. Wir haben im Vorfeld alle Eltern gefragt, ob ihre Kinder sichere Schwimmer sind. Und unser Sohn müsste die Anzahl der Gäste klein halten (6 Kinder).

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      Laura

      Liebe Julia,
      danke für deinen Kommentar!

      Mir ist es einmal wichtig zu sagen, dass der Text nicht von meiner Autoren-Kollegin stammt, sie hat nur die Geschichte einer Mama aus unser Community protokolliert. Wichtig ist es mir, weil ich es ähnlich wie du sehe: Es geht eigentlich nicht, dass man davon ausgeht, dass die Eltern mit zu der Feier kommen.

      Wir wünschen euch einen tollen Kindergeburtstag!

      Liebe Grüße,

      Laura

  2. Franzi R.

    Also wir selber hatten eine poolparty für unseren 4 und 6 jährigen gemacht. Insgesamt waren es dann 11 Kinder. Natürlich habe ich einen „Bademeister“ organisiert der das ganze im Blick hat. Ein Pool ist bei weitem nicht so riesig wie ein Spaßbad. Wir haben aber von vornherein gesagt das wir für die Sicherheit gesorgt haben. Sowas müsste man vorher abklären und besprechen. Aber ich persönlich als Mutter des eingeladenen Kindes würde vorher schon mal nachfragen

  3. Anja

    Wenn mein Kind zu einem Geburtstag im Schwimmbad – Geburtstag einladen wird, erwarte ich schon, dass die Eltern des Geburtstagskindes ausreichend nach den Kindern schauen. Wenn man möchte, dass die Eltern der Gastkinder dabei sind, muss man das vorher abklären. Sind ja keine 2 jährigen