Fingerfood statt Brei? Wann dieser neue Ess-Trend für dein Baby gefährlich wird

Beikost einzuführen ist für dich als Mama ja schon aufregend.

Um den sechsten Monat ist es dann soweit.

Egal, ob du dein Kind stillst, ihm die Milchflasche gibst oder beides miteinander kombinierst, die großen Frage sind immer die gleichen:

  1. Will mein Baby jetzt essen? 
  2. Was will es essen?

Die Anhänger des aus England stammenden Trends „Baby-led Weaning“ haben eine Antwort für sich gefunden.

Statt Brei, legen die Eltern kleine Happen auf den Kinderteller. Zum Beispiel ein Stück Brokkoli, Banane, Karotte, Avocado oder Hühnchenfleisch.

25 Tipps, wie dein Kind besser schläft (Kostenloser Download)

Das M in Mama steht für müde ? Das andere M auch ?

Damit schlaflose Nächte der Vergangenheit angehören und du voller Energie durch den Tag gehst!

Abonniere unseren Newsletter und erhalte deine kostenlosen Schlaftipps sofort via E-Mail:

Wir schicken dir in regelmäßigen Abständen E-Mails mit spannenden neuen Artikeln, Neuigkeiten aus unserer Community und Updates von Echte Mamas.  Mit dem Absenden deiner Daten abonnierst du unseren kostenlosen E-Mail-Newsletter und akzeptierst unsere Datenschutzerklärung.


schlaftipps cover

Die Idee dahinter: Jedes Kind weiß selbst, was und wie viel es essen will („Baby-Led Weaning“ heißt soviel wie „Vom Baby geführtes Abstillen“). Da es Brei nicht alleine essen kann, muss es eben feste Nahrung sein. Die Eltern dürfen ihm dabei auch nicht helfen. Was daneben oder auf den Boden fällt, wird eben nicht gegessen.

Die Idee stammt von der englischen Gesundheitsberaterin Gill Ripley, die eine gute Absicht verfolgte: Eltern sollen ihre Kinder nicht mehr zum Breiessen zwingen.

Doch der Verband der Kinder- und Jugendärzte befürchtet, dass Kinder mit dieser Methode mangelernährt werden: „Für eine gute Versorgung ist […] ein ausgewogenes Nahrungsmittelangebot wichtig. Dieses kann bei Säuglingen, die „von der Hand in den Mund“ leben, auf der Strecke bleiben.“

„Außerdem kann es sein, dass ein motorisch ungeschicktes Kind bei dem Fingerfood-Konzept nicht richtig satt wird. Oder dass es sich an einem Stück Gemüse oder Obst verschluckt.“

Auch ein Sorge: Das Baby bekommt nicht genug Eisen, dass es dringend für die Entwicklung des Gehirns braucht. Schließlich kann es Fleisch, die wichtigste Eisenquelle, noch nicht kauen.

Also, ist „Baby-led weaning“ totaler Blödsinn?

Wenn du den Vorgaben streng folgst, dann kannst du leider deinem Baby damit schaden. Du riskierst, dass es nicht genug Essen und ausreichend Nährstoffe bekommt. Sinnvoll ist aber durchaus eine Mischung aus beiden: Brei geben und ab und zu ein Stück Brot, Obst oder Gemüse.

Was in jedem Fall gilt: Deinen süßen Schatz zu nichts zwingen. Will er zum Beispiel noch keinen Brei, dann stille weiter oder nehme Flaschen-Milch. Biete im zweiten Lebensjahr möglichst viele verschiedene Lebensmittel an (nicht zu scharf, nicht zu salzig) – irgendwas wird ihm schon schmecken:

Auf entspannte Essenszeiten!

Echte Mamas

Alle Artikel