Psychoterror mit Drohungen und kompromittierenden Fotos
Raus kam alles, als eine Mutter sich bei der Polizei meldete. Ihre Tochter erhalte von einer unterdrückten Nummer unheimliche Anrufe und Nachrichten, berichtet sie den Behörden. Meistens mit dem Inhalt: „Du solltest dich selbst umbringen!” Außerdem erzählt die Mama, dass jemand versucht hätte, manipulierte Bilder vom Social-Media-Account ihrer Tochter zu verbreiten. Auf den Fotos sähe es so aus, als ob sie nackt sei, Alkohol trinke und Gras rauche. Solche Bilder hätten den sofortigen Rausschmiss aus ihrem Cheerleader-Team bedeutet.
Kein Wunder, dass die Mama besorgt war, wenn ihre Tochter solchen Hassnachrichten und Belästigungen ausgesetzt ist. Nie im Leben wäre sie wohl auf die Idee gekommen, dass ausgerechnet eine andere Mama hinter dem Psychoterror steckt. Doch dann melden sich zwei weitere Mütter aus dem Cheerleader-Team. Sie berichten ebenfalls von Hassnachrichten und gefälschten Bildern, die ihre Töchter erhalten.
Raffaela streitet Vorwürfe bislang ab
Auch diese Mädchen erhielten manipulierte Bilder von sich selbst mit fiesen Kommentaren versehen. Den Polizisten gelang es schließlich, die Telefonnummer zu ermitteln, mit der die Hassnachrichten versendet wurden. Diese konnte mit einer IP-Adresse in Verbindung gebracht werden, die die Polizei geradewegs zu Raffaela Spone führte. Ihr Anwalt ließ verkünden, dass sie die Vorwürfe abstreitet. Eine erste Anhörung ihres Falls wird es Ende März geben.
Falscher Ehrgeiz: Terrorisiert Mama Cheerleader-Rivalinnen ihrer Tochter?
Von
Lena Krause
16. März 2021