Experten warnen vor Vitamin-D-Mangel: Ist mein Kind auch betroffen?

Diese Nachricht hat mich als Mama von zwei Kleinkinder (2 und 4 Jahre) ziemlich beunruhigt: Mehr als die Hälfte der Kinder in Deutschland haben zu niedrige Vitamin-D-Werte. Vitamin D ist unter anderem notwendig für den Knochenbau und reguliert den Calcium-Spiegel.

Es wird hauptsächlich in der Haut gebildet, wenn Sonnenstrahlen auf diese treffen. Da man im Winter relativ wenig draußen ist, leiden besonders Kinder und Erwachsene besonders am Ende der dunklen Jahreszeit an einem Vitamin-D-Mangel, der auch durch Nahrungsmittel nicht ausgeglichen werden kann. Das macht Kinder anfälliger für viele Krankheiten von Rachitis bis Diabetes. Sollte ich also etwas unternehmen? Und wenn, dann was? Hier die Antworten zu den wichtigsten Vitamin-D-Fragen:

Wie viel Vitamin D braucht mein Kind überhaupt?

Um ausreichend versorgt zu sein, brauchen Babys 400 IE (Internationale Einheiten) Vitamin D am Tag, für Kinder und Erwachsene zwischen 1 und 65 Jahren werden sogar 800 IE empfohlen. Das erreicht hierzulande kaum jemand. Bei einer aktuellen Untersuchung des Robert-Koch-Instituts wurde über 15 000 Kindern in Deutschland Blut abgenommen. Das Ergebnis: 63 Prozent der Kinder hatten zu niedrige Vitamin-D-Werte.

Kann ich Vitamin D-Mangel bei meinem Kind erkennen?

Nur ein Bluttest gibt absolute Sicherheit. Mögliche Anzeichen für Mangelerscheinungen sind allerdings starke Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, ein schwächelndes Immunsystem, Schwindel, Kreislaufprobleme, Muskel-, Gelenk- oder Kopfschmerzen.

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Wie kann ich mein Kind ausreichend versorgen?

Es könnte alles so einfach sein… Prinzipiell kann der Körper Vitamin D selbst herstellen, aber leider nur, wenn wir uns wie oben beschrieben in der Sonne aufhalten. Das ist auch der Grund, weshalb Mütter nach der Geburt für ihre Babys ein Vitamin-D-Präparat erhalten. Schließlich soll die zarte Babyhaut noch keine Sonne abbekommen. Das Mittel zahlt die Krankenkasse, oft sogar bis zum 18. Lebensmonats des Kindes.

Es gibt Vitamin D als Tropfen oder Tabletten. Der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte rät von ersteren allerdings ab, weil sie an sich schon höher dosiert sind und die Eltern es meist nicht merken, wenn zu viele davon im Glas oder Mund landen. Eine Überdosis Vitamin D ist nämlich auf Dauer auch schädlich. Es kann zu Magenbeschwerden, Kopf- und Gelenkschmerzen oder im Extremfall sogar zu Nierenversagen kommen. Deswegen sollte man auch nicht eigenmächtig mit Nahrungsergänzungsmitteln experimentieren, selbst wenn sie frei erhältlich sind. Immer den Kinderarzt fragen!

Das habe ich dann auch gemacht. Zwar hatte ich meinen Kindern in ihren ersten beiden Wintern auf Anraten meines Kinderarztes Vitamin-D-Tropfen gegeben, danach hatte ich sie aber abgesetzt. Und mein Sohn wurde bald 5 Jahre alt!

Der Arzt schlug vor vorbeizukommen, wenn ich mir Sorgen machte. Anhand von etwas Blut könne er den Vitamin-D-Spiegel messen und den Wert bestimmen. Auch zeige seine Erfahrung, dass die meisten Kinder in seiner Praxis in den Wintermonaten einen niedrigen bzw. zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel haben. Das liege auch daran, dass wir in Hamburg lebten und die Tage im Norden Deutschlands in den kalten Monaten ziemlich kurz sind. Deshalb erreiche uns oft zu wenig Tageslicht – und damit Vitamin D.

Also ab in die Frühlingssonne – oder lieber doch nicht?

Natürlich tut Kinder und Jugendlichen viel frische Luft und Tageslicht gut. Ohne Sonnenschutz (Kleidung oder Sonnencreme) geht es jedoch nicht. Zwar sorgen die UV-Strahlen für Vitamin D in der Haut, aber sie lösen vor allem in der Kindheit Hautschäden aus, die später das Hautkrebsrisiko stark erhöhen.

Sonnencremes ab dem Lichtschutzfaktor 8 schränken die Vitamin-D-Bildung durchaus ein, eine aktuelle britische Studie zeigt aber, dass zumindest in den Sommermonaten selbst mit Sonnenschutz noch ausreichend Vitamin-D getankt wird.

Kann ich einen Vitamin-D-Vorrat für den Winter anlegen?

Wenn ihr zwischen April und September viel an der frischen Luft seid, ist euer Speicher normalerweise für den Winter aufgefüllt. Für einen vorübergehenden Zeitraum kann der Körper quasi etwas Vitamin D „zurücklegen“. Das ist wichtig, weil die kalte Jahreszeit in unseren Breitengeraden zu dunkel ausfällt um nachzutanken.

Übrigens steckt das wichtige Vitamin auch in manchen Nahrungsmitteln, vor allem in fettem Seefisch wie Lachs oder Hering sowie in Eiern, Milch und Pilzen. Zwar müsstest ihr täglich Fisch oder zehn Eier essen, um auf die erforderliche Menge zu kommen, doch als nette Ergänzung ist es sicher nicht verkehrt, diese Lebensmittel öfter mal aufzutischen.

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