Müde ist gar kein Ausdruck … über den Babyschlaf mit zwei Monaten

Es soll sie ja geben: Babys, die mit zwei, drei Monaten lange und regelmäßig schlafen. Die sich von Anfang an schon stundenlang ins Bettchen kuscheln, und sich die Mama gemütlich dazulegen kann. Beneidenswert!

Dass mein zwei Monate altes Baby jemals länger als zwei Stunden am Stück schlafen würde, war kaum vorstellbar für mich. Nachts war ich (mindestens) alle zwei Stunden wach, um meiner Kleinen die Brust anzubieten, sie zu streicheln, zu kuscheln und etwas vorzusingen. Von Erholung keine Spur. Tagsüber sah es ähnlich aus: Meine Maus schlief immer mal wieder ein halbes Stündchen – während ich hektisch versuchte, wenigstens mal zu duschen. Die Badezimmertür machte ich sperrangelweit auf, um beim kleinsten Mucks zu ihr zu rennen. Sobald ich Shampoo in den Haaren hatte – zack, war sie wieder wach. Und ich voll und ganz bei ihr, mit jeder Zelle meines Körpers ganz auf sie eingestimmt. Bodylotion und Föhnen konnten warten!

Klar, unsere kleinen Mäuse machen uns so glücklich, wir sind erfüllt von einer Liebe, die wir nicht kannten, bevor wir Mamas wurden. Wir haben gerade das Wochenbett genossen, mussten uns einen Monat lang (idealerweise) um nichts als um uns und unsere neue kleine Familie kümmern. Aber, ganz ehrlich: In den ersten zwei Monaten (und meist auch noch darüber hinaus) haben die meisten Mamas Augenringe bis zum Boden und könnten im Stehen einschlafen.

Sehen wir den Tatsachen ins Auge: Säuglinge kennen schlichtweg mit zwei Monaten keinen Tag-Nacht-Rhythmus.Im Unterschied zu uns Erwachsenen besteht der Schlaf eines zwei Monate alten Babys zum einen aus deutlich mehr, unruhigen Aktivschlafphasen. Zum anderen wechseln die Kleinen häufiger zwischen den einzelnen Schlafphasen und wachen dabei auf.

Unsere Babys sind kleine Hochleistungssportler: Wachsen kostet Kraft! Und die holen sie sich zurück, indem sie gestillt werden wollen oder einfach unsere Nähe suchen. Die Kleinen haben schließlich enorm viel zu verarbeiten. Stell dir vor, wie verrückt das sein muss, jeden Tag aufs Neue zum Beispiel das allerallererste Mal im Leben etwas zu hören: das Bellen eines Hundes, das Hupen eines Autos. Oder Tag für Tag den Sehsinn weiter auszubauen, immer mehr in der Umgebung zu erkennen. Wow, was für eine Synapsen-Party!

Die Entwicklung eines stabilen Schlaf-Wach-Rhythmus kann bis zum zweiten oder sogar dritten Lebensjahr andauern“, so der Kinderarzt und Pampers-Schlafexperte Prof. Dr. Erler. Wow, das ist ja noch eine ganz schöne Zeit hin, denkst du jetzt? Die guten Nachrichten: Es gibt ein paar Dinge, die wir Mamas tun können, damit unser kleiner Schatz besser schläft. Vergiss dabei aber nie, dass jedes Baby einzigartig ist und einen ganz individuellen Schlafbedarf hat. Und: Mach dir keine Sorgen, etwas falsch zu machen. Du als Mama merkst ganz schnell, was für dein Baby das Richtige ist!

Baby schlaf zwei Monate entspanntes Baby

Bis dein zwei Monate altes Baby einen Schlaf-Rhythmus findet, dauert es noch eine Weile. Foto: Bigstock

Macht es euch gemütlich! Das hilft deinem zwei Monate alten Baby, zu schlafen

1. Warum die richtige Umgebung eine wichtige Rolle für den Schlaf deines Babys spielt

Jedes Baby möchte sich geborgen und behütet fühlen – Mamas Nähe ist einfach das Schönste! Aber auch die Räumlichkeiten sind wichtig: „Die optimale Umgebungstemperatur für den Schlaf eines Kindes sind ca. 18°C (unter Umständen sogar auch nur 17°C oder 16°C)“, erläutert Pampers-Schlafexperte Professor Erler. „Händchen und Füßchen von Babys fühlen sich nachts meist kühl an, vor allem im Tiefschlaf. Dies ist normal und bedeutet nicht dass die Kinder frieren. Die vom Herzen am weitesten entfernten Körperteile sind immer weniger durchblutet und im Tiefschlaf sinkt die Körpertemperatur insgesamt um einige Grad.“

Gedimmtes Licht oder ein abgedunkelter Raum helfen deinem Baby, langsam den Unterschied zwischen Tag und Nacht zu lernen. Bis es das wirklich verstanden und im Bio-Rhythmus abgespeichert hat, wird es noch eine Weile dauern. Aber du kannst die Weichen dafür stellen. Denn wenn dein Kleines acht Wochen alt ist, fängt es an, das „Schlafhormon“ Melatonin selbst zu produzieren. Dieses wird nur ausgeschüttet, wenn es dunkel ist. Deshalb sind Verdunkelungsvorhänge eine so gute Sache!

Professor Erler bestätigt: „Das Baby muss im Laufe seiner ersten Lebensmonate erlernen, dass es einen Unterschied zwischen Tag und Nacht gibt. Dieser Prozess dauert einige Monate und kann von den Eltern beeinflusst werden. Die Hauptaktivitäten sollten am Tag stattfinden (wenn das Baby einige Monate alt ist, also Bewegung wie Säuglingsturnen, Hauptmahlzeiten, Aufenthalt an frischer Luft, Spielen usw. im Hellen). Die Nacht dagegen ist durch Dunkelheit geprägt (für etwas ältere Babys heißt das beim nächtlichen Erwachen keine lauten Geräusche, kein Licht, nicht Spielen oder aus dem Bett herauskommen usw.).“ Also: Nicht die Nacht zum Tag machen!

Auf Zehenspitzen herumschleichen musst du abends aber nicht: Babys haben zum Glück die Fähigkeit, (leise) Geräusche im Schlaf weitgehend auszublenden. Gewohntes, wie die Stimmen der Eltern oder entspannende Musik, können sogar beruhigend für dein Baby sein. Dass plötzlicher, sehr lauter Lärm dein Baby aber aufweckt, versteht sich von selbst.

2. Bekleidung und Schlafsack: sicher und kuschelig schlafen

Als Mama möchte ich, dass mein Kind es kuschelig hat. Aber vor allem möchte ich, dass es sicher schläft.

  • Nach neuesten Studien ist es erwiesen, dass Babys im Schlafsack, auf dem Rücken, am sichersten schlafen. Zum Einschlafen drehe dein Baby bitte besser nicht in Bauchlage.
  • Falls dein Baby ein sehr unruhiger Schläfer ist, versuch einmal, es zu pucken. Manche Babys genießen es, eng eingewickelt zu sein, das ist ihnen ja aus der Zeit im Mutterleib vertraut. Deine Hebamme kann dir zeigen, wie das geht – es ist ganz einfach.
  • So niedlich es auch aussieht: Kuscheltiere haben im Babybett überhaupt nichts verloren. Sie stellen ein erhöhtes Erstickungsrisiko für dein Baby dar!
  • Wir Mamas neigen ja gern dazu, unserem Kleinen zu viel anzuziehen. Mützchen oder gar Handschuhe sind aber unnötig! Schlafanzug und Schlafsack für die jeweilige Jahreszeit (und im Winter vielleicht noch ein Body) sind völlig ausreichend. Ob dein Kind friert oder schwitzt, merkst du ganz einfach, indem du den Nacken anfühlst. Fühlt er sich warm und trocken an, ist alles in Ordnung. Mit der Zeit entwickelt jede Mama dafür aber ein gutes Gefühl. Schließlich gibt es niemanden der dein Baby besser kennt als dich. Vertrau auf deinen Mutterinstinkt, der liegt selten falsch!

3. Rundum trocken und bequem: so schläft dein Baby am besten

Es liegt auf der Hand, dass dein Baby wach wird, wenn es in einer nassen Windel liegt oder das Bündchen zwickt. Umso wichtiger für ausgiebigen Schlaf (und damit für die Entwicklung unserer Mäuse) ist die passende Windel.

Wusstet ihr, dass sich Babys im Schlaf doppelt so viel bewegen wie wir Erwachsene? „Babys haben sehr kurze Tiefschlafphasen: Die meiste Zeit verbringen sie im sogenannten ‚Aktivschlaf‘ mit viel Bewegung“, erläutert Pampers Schlafexperte Prof. Dr. Erler.

Von ruhigem Babyschlaf kann also wirklich keine Rede sein. Und ausgerechnet wenige Minuten, bevor das Kleine seine Blase entleert, bewegt es sich besonders viel. Da muss eine Windel wirklich einiges leisten!

Die beliebten Pampers Baby-Dry Windeln versprechen bis zu 12 Stunden Trockenheit:

  • Breitere Flexi-Seitenflügel bieten jetzt noch mehr Auslaufschutz: Dieser Teil der Windel mit den Klebestreifen schmiegt sich sanft an das Bäuchlein meiner Tochter an.
  • Die Frontlaschen sind nun breiter und decken so auch die Hüften meines kleinen Schatzes besser ab.
  • Die Sicherheitsbündchen am Bein sind zweifach verstärkt: So verrutscht nichts, auch nicht bei kleinen Wühlmäusen wie meiner, die sich im Schlaf hin- und herwälzt.
Pampers Baby-Dry Windeln

Bis zu 12 Stunden Trockenheit: Ruhigere Nächte mit den neuen Pampers Baby-Dry Windeln Foto: PR

Pampers Baby-Dry-Windeln gibt es ab sofort endlich auch für die Allerkleinsten – ab Größe 1, für die klitzekleinen Popos von Neugeborenen. Die Größen sind farbig markiert, so finden wir Mamas uns am Regal schneller zurecht. Denn Einkaufen mit Baby muss schnell gehen ?. Toll: 100% der Inhaltsstoffe wurden von OEKO-TEX® STANDARD 100 unabhängig zertifiziert, das bedeutet, die Windeln enthalten keinerlei Schadstoffe.

4. Relax, Baby! Feste Abläufe sind auch schon bei den ganz Kleinen wichtig

Natürlich musst du nicht jeden Tag das Gleiche machen, aber ein paar Routinen sind für dein Baby wichtig. Die Vorhersehbarkeit von Ereignissen gibt ihm Sicherheit und Vertrauen – und das ist für seinen Schlaf förderlich. Das können zum Beispiel feste Zeiten des täglichen Spaziergangs sein oder ein Lied, das du ihm immer zum Einschlafen vorsingst.

Unterschätze bitte nicht, welch innige Verbindung ihr beiden habt: Dein Kind spürt instinktiv an deiner Stimme und deiner Mimik, ob du entspannt bist oder gestresst. Wenn du von Termin zu Termin hetzt, überträgt sich das. Das Kleine wird unruhig und möglicherweise Schwierigkeiten haben, all die Eindrücke verarbeiten. Bei uns folgten auf einen hektischen Tagesablauf nicht selten viel Geschrei und kurze, unruhige Schlafphasen. Denn was schon galt, als dein Schatz noch in deinem Bauch war, gilt nach wie vor: Dein Baby und du seid so eng verbunden, dass zum Beispiel deine ruhige Atmung sich direkt auf dein Kleines auswirkt. Also: Wenn’s hektisch wird, tief ein- und ausatmen. So bleibt ihr beide gelassen.

Wie viel Schlaf braucht mein Baby mit zwei Monaten eigentlich?

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Schlaf schön, kleiner Schatz! Foto: Bigstock

Der Schlafbedarf ist selbst bei Babys im gleichen Alter enorm unterschiedlich. Also: Nimm den Stress raus und lass dich nicht davon beeinflussen, was andere sagen. Mit zwei Monaten ist es noch viel zu früh, um zum Beispiel einen Vormittags- und einen Nachmittagsschlaf einzuführen und darauf zu hoffen, dass nachts die Augen längere Zeit geschlossen bleiben. Gerade im Kinderwagen schläft meine Tochter liebend gerne eeewig. Und ich gönne ihr jede Minute! Auch wenn das bedeutet, dass ich bereits die dritte Runde durch den Park laufe. Bei zwei Monate alten beziehungsweise jungen Babys gilt, ohne Ausnahme: Lass dein Baby schlafen! Wenn der kleine Körper müde ist, braucht er Ruhe.

Erst später, wenn dein Kind etwa sechs Monate ist, kannst du ggf. überprüfen, wie viel Schlaf dein Baby braucht und wie sich dieser verteilt. Pampers-Experte Professor Erler sagt: „Es gibt sechs Monate alte Säuglinge, die pro Tag 16 Stunden Schlaf oder mehr benötigen. Andere brauchen nur 10 oder 12 Stunden Schlaf. Mit Hilfe eines Schlaf-Wach-Protokolls wird im Lauf von drei bis vier Wochen der tatsächliche individuelle Schlafbedarf ermittelt. Danach können die Eltern dann entscheiden, ob die Schläfchen am Tag allmählich reduziert werden können, damit das Kind nachts zur Ruhe findet.“

Mein Mantra: Alles wird gut. Und: ein Hoch auf Power Naps!

Im Lauf des ersten Babyjahres haben meine Tochter und ich zusammen eine gute Balance gefunden aus Tages- und Nachtschlaf. Ich denke, dass alle oben genannten Punkte und auch die Wahl der richtigen Windel ihren Teil dazu beigetragen haben. Das Allerwichtigste aber waren Geduld, Gelassenheit und Vertrauen darauf, dass sie sich so viel Schlaf holt, wie sie für ihre Entwicklung braucht, und darauf, dass es irgendwann besser werden wird.

Wenn dein Baby dich gerade sehr auf Trab hält und du vor Schlafmangel die Augen nicht mehr aufbekommst:

  • Ja, in den ersten Lebensmonaten stecken wir Mamas zurück. Ich habe Treffen mit Freundinnen abgesagt, bin früher aus dem Babykurs gegangen, habe meine kleine Fitness-Einheit zuhause abgeblasen. Das hat mich in dem Moment selbst Kraft gekostet. Aber ich habe meiner Tochter dafür umso mehr Kraft geschenkt. Babys können gar nicht zu viel geliebt und umsorgt werden.
  • Was sind schon ein paar Monate? Gib euch Zeit. Dein Baby wird seinen Rhythmus finden. Und irgendwann sogar durchschlafen! Unvorstellbar, nicht wahr?!
  • Mein wichtigster Rat an alle Mamas, die sooo müde sind: Nutzt jede kleine Mütze Schlaf, die sich bietet. Macht ein 20- bis 30-minütiges Schläfchen mit eurem Baby. Lasst Wäsche, Staubsauger & Co. in der Ecke stehen. Das hat gerade null komma null Priorität.
  • Und wenn du nicht mehr kannst: Hol dir Hilfe. Schnapp dir den Papa, damit er mit dem kleinen Zwerg eine Runde spazieren geht, während du dich aufs Sofa legst. Spann Freunde und Familie ein, um ein Nickerchen machen zu können. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern zeugt von Größe. Denn echte Mamas sind offen, ehrlich, authentisch – und sorgen dafür, dass es auch ihnen gut geht.

Und zu guter Letzt ein Podcast-Tipp: „Altersgerechtes Schlafen – die besten Tipps und Tricks“

Echte Mamas Podcast Babyentwicklung Altersgerechtes Schlafen

Der Schlaf der Kleinen ist ein Thema, bei dem viele Mamas verunsichert sind, und zwar über die ersten Lebensmonate und auch das erste Babyjahr hinaus. Wieso findet mein Schatz so schwer in den Schlaf? Wie viele Nickerchen sind richtig und wichtig? Und wie lang sollten sie sein?

Bianca Niermann, Deutschlands bekanntester Schlaf-Coach und Teil des Pampers-Expertenteams, geht im Echte Mamas-Podcast auf alle Fragen rund um das Thema Schlaf bei Kindern ein.

Jetzt anhören auf Podigee, Spotify, iTunes oder Deezer.

 

Lena Lang

Lena Lang wohnt mit ihrem Mann und ihrer knapp einjährigen Tochter im Herzen Hamburgs. Ihr Mantra für ein entspanntes Leben mit Kleinkind lautet: „Alles ist nur eine Phase“.

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