Energiekrise: Bleibt die Weihnachtsbeleuchtung dieses Jahr aus?

„Allüberall auf den Tannenspitzen, sah ich goldene Lichtlein sitzen!“ Schon Theodor Storm (die berühmte Zeile stammt aus seinem Gedicht „Knecht Ruprecht“) wusste: Zur Weihnachtszeit gehören auf jeden Fall und unbedingt eine Menge Kerzen, Lämpchen, Lichterketten…

Da bin ich ganz bei ihm! In der dunklen Jahreszeit gibt es doch nichts Schöneres als kleine Lichtquellen, die Behaglichkeit spenden, einfach wunderschön aussehen und sofort für ein weihnachtliches Gefühl sorgen. Oder!?

Deswegen wurde mir bei dieser Nachricht auch ein bisschen wehmütig ums Herz:

Die Umwelthilfe will, dass in der Energiekrise auf Weihnachtsbeleuchtung verzichtet wird.

So berichtet u.a. der Focus. „In diesem Winter sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass sowohl auf die Weihnachtsbeleuchtung in Städten, wie auch die der Häuser und Wohnungen verzichtet wird.“ wird der Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch zitiert. Ein anderer Vorschlag lautet, dass es einen beleuchteten Baum pro Stadt geben sollte.

„Angesichts des Kriegs in der Ukraine, der Energieknappheit, aber auch aus Gründen des Klimaschutzes sollten wir einmal innehalten.“ Und: „Allein die privaten Beleuchtungsorgien verursachen pro Jahr einen Stromverbrauch von über 600 Millionen Kilowattstunden Strom – so viel wie eine mittlere Großstadt mit 400 000 Einwohnern im Jahr verbraucht.“

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Och mensch. Ich bin hin- und hergerissen. Ja, wenn man sich diese Zahlen anschaut, ist die ausufernde Beleuchtung in der Adventszeit vielleicht wirklich reiner Wahnsinn. Nicht nur – aber gerade jetzt in der Krise. Zugegeben.

Genervt hat mich tatsächlich aber folgender „Trost“ aus dem Munde von Jürgen Resch: „Hier bewusst zu verzichten, zu sparen und solidarisch zu sein, das könnte diese Weihnachtszeit sogar zu einer ganz besonderen machen.“ Geht so, ehrlich.

Und: Wie zur Hölle soll der Weihnachtsmann uns denn finden, wenn alles dunkel ist!?

Nee, Spaß beiseite: Ich würde es tatsächlich ein wenig traurig finden, wenn unsere schöne Stadt diesen Dezember unbeleuchtet bleiben würde. Würde es aber einsehen. Muss ich aber gar nicht: Heute morgen habe ich im Radio gehört, dass sich alle Hamburger wie üblich auf ein Lichtermeer freuen dürfen. Denn hier bei uns sind alle öffentlichen Weihnachtslichter mit LED-Lämpchen versehen. Also per se schon energiesparend. Dazu sollen sie nicht mehr 24 Stunden leuchten, sondern „nur“ zehn Stunden am Tag. Hurra!

Wie findet ihr denn das Ganze?

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meiner Familie in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Seit 2015 bin ich Mama einer wundervollen Tochter.

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