Übergewicht bei Kindern: „Schuld seid nur ihr Eltern!“, sagt dieser Arzt

Übergewicht bei Kindern hat heute historische Ausmaße angenommen. Einige leiden unter Folgekrankheiten wie Diabetes, hohem Blutdruck und zu hohen Cholesterinwerten – wie man es eigentlich nur von Erwachsenen kannte.

Dr. Zubin Damania ist US-amerikanischer Arzt. Er hat an einer der besten Universitäten der USA studiert und über zehn Jahre in einem Krankenhaus in Los Angeles gearbeitet. Aber er ist auch Comedian und klärt unter dem Namen ZDogg M.D. über wichtige und empfindliche Themen wie Impfen, Burnout oder Hausgeburten auf.

Dabei ist er allerdings nicht nur lustig, sondern auch bitterernst und wird auch selbst gern hochemotional.

So auch beim Thema Übergewicht bei Kindern. Ärzte trauen sich kaum, die Eltern darauf hinzuweisen, dass diese Krankheiten vom Übergewicht der Kinder stammen, beginnt er, noch recht sachlich.

Doch dann geht er mit den Eltern hart ins Gericht:

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„Ist es die Schuld der Kinder, dass sie Süßigkeiten essen? Dass sie süße Getränke trinken? Dass sie zu viele Fertiggerichte essen und sich zu wenig bewegen? Das sie zu wenig rausgehen und Sport machen und dafür zu viel vor dem Bildschirm sitzen? Nein. Ist es nicht. Warum? Wer kontrolliert denn die Ernährung der Kinder? Das tut ihr. Ihr Eltern.

„Die Kinder fahren nicht allein zu McDonalds. Die Kinder füllen sich nicht die Becher mit klebrigen Softdrinks. Die Kinder füllen sich keine Cola in ihr Fläschchen. Das habe ich tatsächlich gesehen!“ platzt es aus ihm raus: „Kleine Kinder mit Cola in ihrem Nuckelfläschchen!“

Immer mehr Kinder sind zu dick… Foto: Shutterstock

Kinder von übergewichtigen Eltern haben eine größere Gefahr, ebenfalls übergewichtig zu werden, „und das liegt am Essverhalten. Nicht an den Genen!“

Für Dr. Zubin Damania ist die Sache eine persönliche. Er war selbst ein „dickes Kind“. Durch falsche Ernährung. Und das, obwohl seine Eltern beide Mediziner sind. „Meine Eltern kamen aus Indien. Meine Mutter ist ein sehr umsorgender Typ und sie kamen aus der Armut in Indien, wo Menschen auf den Straßen verhungern weil sie nichts zu essen haben. Sie kamen als Medizinstudenten in die USA, ein Land, in dem man Süßigkeiten im Überfluss bekommt. Wo man alles, was man möchte, für relativ wenig Geld im Supermarkt kaufen kann. Mich zu trösten bedeutete für sie, mir etwas zu essen zu geben. Sie tat Honig in meine Milch – weil ich das so gern mochte. Ich bekam alle Frühstücksflocken, die ich mir wünschen konnte. Wir fuhren fast jeden zweiten Tag zu McDonalds oder Burger King. Sie hatten ja auch viel zu tun, sie waren gerade in ihrer Facharztausbildung. Das Ergebnis: Ich war fett. Ich wurde gehänselt und verspottet und war nicht einmal in der Lage, einen Klimmzug zu machen.“

„Dieses Stigma hat mich bis ins Erwachsenenalter verfolgt. Die Erkenntnis, dass mein Übergewicht einfach an der falschen Ernährung lag, führte mich an den Rand einer Essstörung. Mein Bruder hatte es noch schwerer.“ Seine Eltern hätten nur getan, was ihrer Meinung nach das Beste für die Kinder gewesen sei. Dennoch sagt er ganz deutlich: Es war absolut ihre Schuld.

Und genau so spricht er zu allen Eltern: „Wenn eure Kinder übergewichtig sind, ist das eure Schuld. Und wenn ihr mit ihnen zum Arzt geht und der versucht, euch das durch die Blume mitzuteilen, redet euch nicht raus.“

Viele Eltern redeten sich damit raus, dass der BMI nicht die Muskelmasse mit einrechne, oder die Kinder eben schwere Knochen hätten. Dass es sich verwachsen würde und alle in der Familie schwer, aber gesund seien. „Nein“, sagt Dr. Zubin Damania ganz klar. Und er geht noch weiter. Es sei eine Form der Kindesmisshandlung, schon den Kleinen regelmäßig süße Drinks, Junkfood und Süßigkeiten zu geben.

Auch die Lebensmittelindustrie, die die ungesunden Lebensmittel produziere und verkaufe, sei nicht in erster Linie Schuld. „Wer bezahlt die denn?“ fragt er. „Ihr! Was glaubt ihr, warum die das herstellen? Weil ihr es kauft!“

„Und kommt mir nicht damit, dass ihr es ja nicht wüsstet!“ schimpft der Mediziner und wird zum Ende seines Vortrags immer emotionaler: „Es ist unsere Aufgabe, euch aufzuklären. Aber es liegt auch an euch, zuzuhören und mit dem Leugnen aufzuhören!“

Starker Tobak. Aber mit einem wahren Kern. Denn auch, wenn es bei dem einen oder anderen sicherlich andere Gründe für ein Übergewicht gibt, so hat der Mediziner doch in einem auf jeden Fall Recht: Durch unseren Einkauf, unsere Entscheidungen und unser Vorbild lernen unsere Kinder ihr Essverhalten. Wir Eltern sind für ihre Ernährung verantwortlich. Oder was denkt ihr?

 

It's YOUR Fault That Your Kid Is Obese

Who controls a child's diet and screentime?I lost my cool halfway into this.NOTE: yes, social determinants of health affect childhood obesity. Education, availability of fresh fruit and vegeteables at affordable prices, the insidious influence of a heavily subsidized processed food industry and the related advertising aimed at kids, etc. And yes, there are disorders that lead children to gain weight despite tremendous effort. But this video is aimed at what parents can and must directly control, NOW.

Gepostet von ZDoggMD am Mittwoch, 30. Januar 2019

Britta Kunz

Ich bin freie Autorin und Redakteurin und seit meinem Geburtstag vor zwei Jahren auch Mama eines fantastischen Sohnes. Wir leben zusammen mit meinem Freund in Hamburg und werden ab dem kommenden Sommer sogar zu viert sein.
Als echtes Küstenkind liebe ich es am und auf dem Wasser zu sein. Früher waren mein Freund und ich echte Weltenbummler. Momentan besuchen wir eher Traumziele an der Ostsee oder der Lüneburger Heide. Aber wir freuen uns jetzt schon darauf, mit unseren Kindern die große weite Welt ganz neu zu entdecken.

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