Hunderten ihrer Mieter*innen wird zu bestimmten Tageszeiten das Warmwasser abgedreht.
Wie genau das in den kommenden Wochen aussehen soll, berichtet u.a. die BILD:
• Morgens zwischen vier und acht Uhr steht Warmwasser zur Verfügung.
• Genauso am Mittag (1 Uhr bis 13 Uhr)
• und am Abend (17 Uhr bis 21 Uhr).
Zu allen anderen Zeiten kommt das Wasser nur noch kalt aus der Leitung.
Zum „Duschen nach Stundenplan“ kommt noch: Die Heizung wird bis September komplett abgestellt!
Falk Kühn-Meisegeier, der Vorstand der Genossenschaft, sagt dazu: „Es geht nicht darum, die Mieter zu ärgern, sondern sich auf das einzustellen, was wir im nächsten Jahr vielleicht sonst nicht mehr bezahlen können. Wir wollen, dass Mieter gut durch diese Krise kommen. Das Leben ist so schon teuer genug.“
Bereits im April habe sich die Höhe der Vorauszahlungen für die Betriebskosten verdoppelt.
Der Mieterbund in Sachsen kritisiert dieses Vorgehen aufs Schärfste.
Sprecher Florian Bau: „Das geht so gar nicht“, ein*e Vermieter*in dürfe nicht einfach beschließen, das warme Wasser abzudrehen oder zu rationieren. Daher können Mieter*innen in diesem Fall auch die Miete mindern, so Bau. „Mängelfrei ist eine Wohnung nur dann, wenn 24 Stunden am Tag warmes Wasser zur Verfügung steht.“ In Deutschland bestehe per Gesetz ein Anspruch auf warmes Wasser.
Eiskalt von der Krise erwischt: Vermieter dreht warmes Wasser ab
Von
Laura Dieckmann
17. Februar 2026