Einschlafstillen abgewöhnen: Das hilft, wenn du nicht mehr magst

Du fühlst dich wie ein lebendiger Schnuller, weil dein Baby nur beim Stillen an deiner Brust zur Ruhe kommt? Vielleicht machst du dir sogar Sorgen, dass es ab jetzt immer so bleibt? Falls es dich beruhigt: Du bist nicht allein! Und wenn du wirklich keine Lust mehr dazu hast, ist das Thema „Einschlafstillen abgewöhnen“ völlig okay und kein großes Problem. Wenn man etwas Geduld hat!

Darum braucht dein Kind das Einschlafstillen

Vielleicht hilft es dir, die Situation einmal aus der  Perspektive deines kleinen Schatzes zu betrachten: Neun Monate lag er geborgen in deinem Bauch, beschützt, gewiegt und umgeben von den vertrauten Klängen deiner Stimme, deines Herzens und deiner Organe. Nun ist es auf der Welt, völlig auf die Liebe und Fürsorge seiner Eltern angewiesen. Was liegt da näher, als ständig Mamas Nähe zu suchen, um in ihren Armen Geborgenheit zu spüren? Und wo findet es mehr Nähe, als beim Einschlafstillen?

Das, was vorher die schützende Hülle deiner Gebärmutter war, ist nun der schützende Raum an deiner Brust, umgeben und gehalten von deinen Armen. Hier findet es die vertrauten Klänge von Stimme und Herz ganz nah. Hier riecht es den vom ersten Lebensmoment an geliebten Duft deiner Haut und wird dazu noch mit köstlicher Muttermilch genährt. Was für ein wundervoller Ort!

So bildest du Urvertrauen und eine tiefe Mutter-Kind-Bindung

Folgst du dem Bedürfnis deines Baby, kannst du mit dieser Nähe in den ersten Lebensmonaten ein unglaubliches Fundament von Urvertrauen bilden. Du lässt dein Kind spüren, dass du immer für es da bist. Dass es dich nicht suchen muss, nicht lange nach dir weinen muss. Dadurch wird auch die Bindung zwischen dir und deinem Kind immer tiefer.

Mit diesem Urvertrauen und dieser Bindung wird es sich irgendwann ganz von allein lösen, nicht nur von deiner Brust, sondern auch aus deinen Armen, von deinem Schoß und schließlich von deiner Hand. Es wird langsam die Welt um sich herum erkunden, immer einen Schritt weiter. Und immer im Wissen, dass du da bist und es beschützt, wenn es dich braucht.

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Das Lösen von der Brust dauert manchmal nur wenige Monate, manchmal ein halbes Jahr, manchmal auch mehr als ein Jahr.  Manches Kind hat sich vielleicht auch früh gelöst, will dann aber nach ein paar Wochen oder Monaten doch wieder vermehrt an die Brust. Jedes Baby hat da einen ganz individuellen Bedarf. Doch jedes Baby löst sich irgendwann, denn so ist es in seiner Natur festgelegt.

Was sonst noch hilft beim Abgewöhnen des Einschlafstillens: Das Abendritual

Für das abendliche „zur Ruhe kommen“ kannst du auch über das Einschlafstillen hinaus viel tun, damit dein Baby das Gefühl der Geborgenheit auch jenseits deiner Brust spüren kann. Es gibt zwar keine Garantie, dass du dadurch früher wieder Herrin über deinen Busen wirst, aber für dein Baby wird es auf jeden Fall eine große Hilfe sein, schneller seinen eigenen Rhythmus zu finden.

Was hilft ist beispielsweise ein einfaches Abendritual, das täglich immer gleich abläuft und nicht zu lang dauert. Es signalisiert deinem Schatz, dass es bald ins Bettchen geht.

Wie das Ritual aussieht, bestimmt ihr als Familie. Es kann eine kleine Babymassage vor dem Anziehen des Schlafanzugs sein, oder einfach auch gedämpftes Licht und sanfte, ruhige Stimmen. Ein kurzes, immer gleiches Schlaflied und ein Schmusetier oder eine Stoffwindel, die nach Mama riecht (weil du sie eine Stunde zuvor am Körper getragen hast), helfen dann beim Zubettgehen. Und natürlich kann auch ein Schnuller helfen, denn das Saugen an sich hat eine enorm beruhigende Wirkung auf Neugeborene.

Wenn dein Schatz vor dem Hinlegen noch einmal an die Brust möchte oder tatsächlich ausschließlich beim Stillen einschläft, nimm auch das in euer Abendritual auf. Auch, wenn es dir vielleicht manchmal lästig erscheint, sei froh, wenn ihr mit dem Einschlafstillen schon die Methode gefunden habt, mit der dein Baby am besten zur Ruhe kommt. So manche Familie wäre froh um einen solchen Einschlafgarant!

Denn auch dann helfen diese Tipps euch nach und nach beim Thema Einschlafstillen abgewöhnen. Ganz ohne Zwang.

Einschlafstillen abgewöhnen: Jetzt übernimmt Papa

Wenn du und dein Partner euch sehr wünscht, dass auch Papa euer Baby allein ins Bett bringen kann, dann übt das doch einmal ein paar Tage beim Mittagsschlaf. Wichtig ist dabei nur, dass du nicht nach einer Minute doch übernimmst, wenn es nicht auf Anhieb klappt. Lass deinen Mann und dein Baby möglichst ihren eigenen Weg finden lässt.

Wenn es tagsüber irgendwann gut klappt, kann Papa es mit seiner Methode auch abends nach dem Stillen probieren. Irgendwann wird dein Baby spüren, dass es auch ohne das Einschlafnuckeln an Mamas Busen viel Liebe und Geborgenheit spüren kann.

Und eh du dich versiehst, hast du deine Brüste bald wieder (fast) für dich allein.

Anna Moniz

Vor zwei Jahren hat es mich mit meinem Mann und unserer Tochter vom hohen Norden nach Niederbayern verschlagen. Hier arbeite ich als Autorin für Echte Mamas sowie als freie Texterin und PR-Beraterin. Die Turbulenzen des echten Mamalebens halten mich dabei täglich auf Trab und machen mich gleichzeitig zum glücklichsten Menschen aller Zeiten.

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