Eingewöhnung in die Kita: Ein Coaching hat uns geholfen!

Kennst du den Spruch: „Eigentlich müssen die Eltern in die Kita eingewöhnt werden, nicht die Kinder.“ So ganz stimmt das ja nun nicht. ABER: Wir Mamas haben tatsächlich häufig mit widersprüchlichen Gefühlen zu kämpfen, wenn wir unseren kleinen – plötzlich schon so großen – Schatz in fremde Hände geben (müssen). Eingewöhnung in die Kita – die Trennung nach einem, zwei oder drei Jahren daheim mit Kind fällt alles andere als leicht. Besonders, wenn die Mäuse bei der Verabschiedung am Morgen bitterlich weinen. Ganz ehrlich, das zerreißt einem das Mama-Herz! Auch bei mir sind dabei ab und zu die Tränen gekullert. Ich habe mich daher gefragt: Geht es auch ohne Tränen – bei Kind und Mama? Gibt es nicht vielleicht so etwas wie ein „Eingewöhnung in die Kita-Coaching“?

Entspannte Eingewöhnung in die Kita – dank Coaching?

Ein Coaching findet man inzwischen für alle Lebenslagen und Probleme. Und ja, tatsächlich auch für die Eingewöhnung in die Kita! Es gibt einige Experten/innen, die sich professionell mit dem Thema befassen. Darunter Stefanie von Brück (stefanievonbrück.de).

Die Pädagogin aus Leipzig ist Elternberaterin, Familylab-Expertin und Kita-Referentin. Ihr Versprechen für ihr „Eingewöhnung in die Kita-Coaching“: „Du findest deine innere Klarheit und verwandelst Sorgen in Vertrauen. Du kannst dein Kind emotional stark und empathisch begleiten. Du bekommst praktische Tipps, damit der Ablösungsprozess für dein Kind leichter wird. Du weißt, wie eine bindungsorientierte Eingewöhnung ablaufen sollte und was du selbst dazu beitragen kannst. Du bekommst eine Anleitung für gelingende Gespräche mit den pädagogischen Fachkräften.“

Der Trennungsschmerz bei Mama

Ich war neugierig und vereinbarte ein „Fokusgespräch“ per Video-Call. Und darin ging es – da wären wir dann wieder bei dem Satz aus der Einleitung zu diesem Text – zunächst um mich und mein Gefühlschaos. Nicht um meinen Sohn.

Als Mama macht man sich ja immer unheimlich viele Gedanken. Auch ich habe mich gefragt: Ist mein Kind schon bereit für die Kita? Ist die Kita, die wir ausgesucht haben, auch wirklich die beste Wahl? Fühlt mein Liebling sich wohl und kommt mit den anderen Kindern klar? Können die Erzieherinnen auf meinen Schatz und seine Bedürfnisse immer richtig eingehen (Stichwort: Personalschlüssel).

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Das M in Mama steht für müde ? Das andere M auch ?

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Eingewöhnung in die Kita: Mama verabschiedet ihren Sohn.

Unsere Kinder merken, wenn Mama der Abschied zu schaffen macht. Foto: Bigstock

Coaching für die Kita-Eingewöhnung: Innere Klarheit gewinnen und ausstrahlen

Aber: Kinder spüren sofort, wenn Mama unsicher ist oder Zweifel hat. Unsere Kinder reagieren auf das Gefühl, das wir ihnen geben. Nicht auf das, was wir ihnen sagen. Im Coaching haben wir also zunächst geschaut: Was sind meine Sorgen und Ängste? Sind sie begründet? Wie bekommen wir es hin, dass ich als Mama innere Klarheit und Sicherheit gewinne – und diese auch ausstrahle?

Dass wir Mamas uns mit der Entscheidungen, das Kind in die Kita zu geben, so schwer tun, hat auch viel mit dem Bild von Müttern in unserer Gesellschaft zu tun. Du gibst dein Kind mit einem Jahr in fremde Hände? Rabenmutter (Umgekehrt heißt es genauso: Du behältst dein Kind drei Jahre Zuhause? Glucke!) Am Ende kann man es nie allen Recht machen. Wichtig ist nur, dass du selbst hinter deiner Entscheidung stehst.

Guter Kontakt zu den Erzieherinnen: Von „fremd“ zu „vertraut“

Fremdbetreuung. Allein das Wort hat (jedenfalls für mein Empfinden) einen negativen Klang. Denn im Idealfall sind es eben nicht komplett Fremde, die das eigene Kind betreuen. Sondern Menschen, die man kennt und denen man vertraut. Einen guten Draht zu den Erzieherinnen aufzubauen, ist extrem wichtig, um das Kind mit einem guten Gefühl abzugeben.

In der Eingewöhnung besteht dazu die Chance. Als Mama nimmt man am Alltag der Gruppe teil, kann Fragen stellen und die Bezugserzieherin als Mensch kennenlernen. Manchmal allerdings fühlt man sich – aus verschiedensten Gründen – gehemmt. Man möchte niemandem mit „kritischen“ Fragen auf die Füße treten oder sich als „Helikopter-Mutti“ outen. Es ist aber sehr wichtig, Ängste offen anzusprechen. Im Coaching sprachen wir darüber, wie die Kommunikation gelingt.

Eingewöhnung in die Kita: Der Trennungsschmerz beim Kind

Vor den Tränen beim Kind hat man als Mama am meisten Angst. Doch wenn die Mäuse bei der Verabschiedung weinen, heißt das nicht, dass sie sich in der Kita nicht wohl fühlen. Trennungsschmerz ist gerade am Anfang ganz normal. Häufig sind Tränen auch ein Hinweis darauf, dass es einfach (noch) nicht ganz rund läuft. Wie bei uns.

Ich habe meinen Kleinen in den ersten Wochen immer kurz vor knapp in die Kita gebracht. Ich wollte die gemeinsamen Stunden am Morgen nutzen. Das führte dazu, dass ich ihn der Erzieherin häufig weinend in die Arme gedrückt habe. Im Coaching kristallisierte sich heraus: Er braucht für den Abnabelungsprozess in der Kita einfach etwas mehr Zeit. Seitdem fahre ich früher los und wir kuscheln noch ausgiebig in der Garderobe. Erst wenn er von sich aus die Ärmchen zu seiner Erzieherin ausstreckt, geht’s los.

Übergänge sanfter gestalten

Generell lohnt es sich, beim Abgeben am Morgen und auch beim Abholen am Nachmittag etwas mehr Zeit einzuplanen. Kinder sind übergangssensibel. Was heißt das? Sie tun sich häufig schwer damit, von einer Situation in die andere überzugehen.

Sie können gedanklich einfach noch nicht so schnell „umswitchen“. Ihr ganzer schöner Plan crasht, wenn sie zum Beispiel gerade noch mitten im Spiel sind, wenn Mama zum Abholen kommt – klar, dass dann oft Tränen kullern.

Bei uns gab´s ein Happy End

Jede Mama, jedes Kind, jede Eingewöhnung ist individuell. Sich in dieser sensiblen, emotionalen Phase professionelle Hilfe zu suchen, ist meiner Meinung jedoch nie verkehrt. Bei uns klappt es seit dem Coaching viel besser. Es fließen nur noch selten Tränen (und wenn: jeder hat mal einen schlechten Tag).

Mein Sohn freut sich jeden Tag auf die Kita. Er liebt sein Spielzeug dort und seine neuen Freunde. Wenn ich ihn dann am Nachmittag abhole, rennt er mir strahlend und mit einem lauten „Mamaaaa“ in die Arme. Für mich immer einer der schönsten Momente des Tages.

Corinna Siemokat

Ich arbeite seit 2008 als Journalistin, 2018 bin ich Mama eines wunderbaren kleinen Sohnes geworden. Ich bin glücklich, bei Echte Mamas Beruf und Berufung miteinander verbinden zu können. Mein Mann, unser Sohn und ich wohnen in Hamburg, der schönsten Stadt der Welt.

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