Du möchtest ein glückliches Kind? Dann gestalte sein Leben einfacher!

Viele Geschenke zu Weihnachten, noch ein paar mehr zum Geburtstag, dazwischen gibt es etwas zu Ostern und nur mal einfach so eine Kleinigkeit, das dafür so viel öfters, als man es sich vorgenommen hat, und dann sind da die Geschwistergeschenke und die Sachen, an denen man auf dem Flohmarkt nicht einfach vorbeigehen konnte.

So summiert sich die Anzahl an Spielzeug und „Kram“, die sich im Kinderzimmer und bald auch im Wohnzimmer stapeln und den Fußboden belegen, in einer rasend schnellen Geschwindigkeit.

Was aber von uns Erwachsenen eigentlich gut gemeint ist, ist in Wirklichkeit ganz schlecht für unsere Kinder. Das sagen Psychologen, Pädagogen und mittlerweile eine ganze Reihe von Müttern, die es einen neuen Trend selbst ausprobiert haben: Minimalismus.

Dabei geht es um vier Bereiche, in denen man das Leben seiner Kinder (und seiner ganzen Familie) entrümpeln, vereinfachen, soll. Klingt nach Marie Kondo, kommt aber nicht (nur) von ihr.

Der Grundgedanke dahinter ist, dass Kinder ein möglichst simples Leben haben sollen, weil ein „zu viel“ bei Kindern zu Überforderung und sogar psychischen Problemen führen kann.

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Verhaltensauffälligkeiten durch Reizüberflutung?

„Die meisten Verhaltensprobleme kommen heutzutage daher, dass Kinder zu viel Zeug haben und ein Leben führen, das zu schnell ist“, so Kim John Payne, der Autor des US-Bestsellers „Simplicity Parenting“.

Um das zu beweisen, führte der Autor eine Studie durch. Er vereinfachte das Leben von Kindern mit diagnostiziertem ADS nach seiner Theorie. Nach nur vier Monaten seien 68 Prozent der Kinder als klinisch unauffällig eingestuft worden. Auch die kognitiven Fähigkeiten stiegen in dieser Zeit an, und zwar um ganze 37 Prozent.

Somit wurden die Kinder nicht nur ruhiger, sondern konnten sich auch deutlich besser konzentrieren, was, so Payne, zu deren innerer Zufriedenheit beiträgt. Glücklichere Kinder durch Minimalismus, so das Konzept: „Kinder brauchen Zeit, sie selbst zu werden, durch Spiel und soziale Interaktion. Überfordert man ein Kind mit Spielzeug – mit Entscheidungen und Pseudoentscheidungen -, bevor sie bereit dafür sind, werden sie nur eine emotionale Geste kennen: mehr!“

Haben Kinder zu viele Spielsachen, können sie sich nicht auf ein Spiel konzentrieren, wechseln vom einen zum anderen. Reduziert man die Auswahl auf einige, wenige Dinge, so wird das Spiel intensiver. Die Kinder können tiefer eintauchen und konzentrieren sich wesentlich länger, weil sie weniger Ablenkung haben. Sie werden kreativer und haben mehr Zeit, um nachzudenken, sich zu entspannen, frei zu spielen.

Soooo wichtig: Toben, Spielen, Klettern ohne Zeitdruck und irgendwelche Vorgaben. Foto: Bigstock

Freizeitstress ist ebenfalls ein großes Problem

Doch die Berge an Spielzeug sind nicht die einzigen, die man abtragen sollte. Auch die Freizeit sollte vor allem aus freier Zeit bestehen. Hobbys wie Ballett, Fußball, Musikschul-Unterricht, Wissenschaftskurse etc. sollten nur dann ausgeübt werden, wenn das Kind auch wirklich große Freude daran hat.

Möglichst wenige Punkte auf dem Terminkalender bedeuten laut Payne ein langsameres, achtsameres Leben, Davon profitieren das Kind, weil sie dadurch ganz einfach mehr Zeit haben, um die Welt zu entdecken.

Zu viele Details und Möglichkeiten überfordern das Kind

Die nächsten zwei Dinge, die man vereinfachen sollte, sind Wahlmöglichkeiten und Information. Eltern tendieren dazu, ihren Kindern alles ganz genau und haarklein zu erklären. Doch das würden sie oft zu früh tun und die Gehirne der Sprösslinge damit überfordern.

Kindgerechte, knappe Erklärungen seien völlig ausreichend, zumindest in den ersten Lebensjahren. Auch dass man gerne mal dem Kind die Wahl lässt, ob es diese oder jene Jacke anziehen will, ob es lieber dieses oder jenes essen, spielen oder tun möchte, sei ein „zu viel“. Payne plädiert dafür, dass Eltern starke Anführer sein sollen. Wohlgemerkt meint er damit nicht, eine Diktatur zu starten, sondern lediglich die Wahlmöglichkeiten auf ein sinnvolles Maß zu beschränken.

Machen wir das nicht, verändern wir laut Payne nicht das Leben unserer Kinder in ein Umfeld, in dem sie sich sicher fühlen und keinem Überfluss an Dingen und Informationen ausgesetzt sind, so kann das zu Depressionen und Burn-Out führen – wie eben auch bei Erwachsenen, die zu viel arbeiten, zu viel Stress haben und eine zu große emotionale Last auf ihren Schultern tragen.

Man mag diesen Ansatz finden, wie man möchte, aber: Dass das alles nicht nur graue Theorie und Gequatsche eines Autors ist, beweisen die vielen Mama-Bloggerinnen, die das schon ausprobiert und für gut befunden haben. Einige gehen sogar noch weiter und leben vollkommen spielzeugfrei.

Rebecca

Schon seit rund einer Dekade jongliere ich, mal mehr, mal weniger erfolgreich, das Dasein als Schreiberling und Mama. Diese zwei Pole machen mich aus und haben eines gemeinsam: emotionale Geschichten!

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