Du willst dein Kind zum Krabbeln bringen? Dann lies mal!

Alle Babys in der Krabbelgruppe krabbeln schon, nur deines nicht? Keine Panik! Jedes Baby hat sein eigenes Tempo. Auch wenn es schwer fällt: Vermeide die ständigen Vergleiche mit anderen. Sie schaden dir und deinem Kind eher, als dass sie euch gut tun. Konzentriere dich stattdessen lieber auf das, was dein Kind schon kann und nicht auf das, was es nicht kann.

Du glaubst, dein Kind ist aber schon soweit und es braucht nur einen kleinen „Schubs“, damit es sich endlich fortbewegt? Damit dein Verhalten nicht mehr schadet als es bringt, solltest unbedingt folgende fünf No-Go’s vermeiden.

  1. No Go: Ungeduld

Um zu krabbeln, muss dein Baby zunächst Muskeln aufbauen. Es muss den Kopf gut heben können, eine gute Spannung im Rumpf aufbauen und auch die Arm- und Schultermuskulatur muss stark genug sein.

Das tut dein Kind in der Regel automatisch, etwa wenn es versucht, sich zu drehen oder wenn es Dinge in die Höhe hält, um sie zu betrachten. Vor allem trainiert es aber dann, wenn es auf dem Bauch liegt, dabei den Kopf hebt und sich aufstützt.

Trotzdem dauert es seine Zeit, bis alle Muskeln stark genug sind, damit dein Schatz los krabbeln kann. Deshalb: Tief durchatmen und abwarten. Währenddessen kannst du dein Baby liebevoll motivieren, öfter mal in Bauchlage zu spielen.

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  1. No Go: Den „Babyköder“ zu vergessen

Ob Bauchlage oder schon erste Krabbelversuche: Aller Anfang ist schwer und vor allem anstrengend für die Kleinen. Klar, dass viele Babys schnell anfangen zu „meckern“, wenn sie zum Beispiel längere Zeit auf dem Bauch liegen sollen. Da kann Ablenkung helfen!

Was für uns Fernsehen oder Musik ist, wenn wir Sport machen, ist für unseren Schatz zum Beispiel ein schönes Spielzeug oder das Lieblingskuscheltier, das von Mama oder Papa liebevoll animiert wird. Soll heißen: Legt euch mit eurem Kind auf die Krabbeldecke und liefert ihm spielerische Anreize, seinen Kopf zu heben oder sich fortzubewegen. Wenn es was zu sehen oder gar zu holen gibt, ist doch jeder gleich viel motivierter.

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  1. No Go: Mit Lob zu geizen

Ist es nicht schön, wenn gute Leistungen anerkannt werden? Für Kinder ist Lob genau so ein Motivator wie für uns Erwachsene. Gerade im ersten Lebensjahr, wo dein Kind gefühlt fast jede Woche etwas Neues lernt, brauchst du mit Lob nicht zu geizen.

Das ist übrigens genau wie mit dem Kuscheln: Ein Zuviel gibt es bei Babys nicht. Ein begeistertes „Toll, wie hoch du den Baustein schon heben kannst!“ tut deinem Kind einfach nur gut und macht ihm Mut, sich auszuprobieren und die Welt zu erkunden.

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  1. No Go: Den Spaß zu vergessen

Mit ein wenig Spaß lernt und übt es sich immer besser. Deshalb: Nicht so verbissen! Genieße die Zeit mit deinem Kind und freu dich mit ihm gemeinsam über all die kleinen Fortschritte, die es macht (auch wenn es gerade andere sind, als du im Sinn hast).

Macht Quatsch dabei und lach dich schlapp – auch und vor allem, wenn es mal nicht vorangeht. Lachen verbindet und besser als lachend kann man gemeinsame Zeit doch gar nicht verbringen.

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  1. No Go: Durchzudrehen, wenn es nie passiert

Es ist zwar selten, aber es gibt tatsächlich Kinder, die einfach nie krabbeln werden. Sie überspringen diese Phase einfach. Manche überbrücken sie, indem sie auf dem Bauch robben oder sich auf dem Po sitzend fortbewegen. Von dort werden sie sich eines Tages einfach in den Stand hochziehen und die ersten vorsichtigen Schritte wagen.

Wenn dein Kind also partout nicht „ordnungsgemäß“ krabbeln will, verzweifle nicht! Es wird auf seine Weise schon in den aufrechten Gang kommen – wenn es soweit ist.

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Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meiner Familie in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Seit 2015 bin ich Mama einer wundervollen Tochter.

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