HMFK – Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit: was genau ist das eigentlich?

Neulich im Kindergarten ein Schild an der Tür: „Wir haben die Hand-Mund-Fuß-Krankheit in der Raben-Gruppe“. Doch was genau ist eigentlich diese hochansteckende Infektion? Und wie kannst du dein Kind davor schützen, bzw. wie behandelst du dein angestecktes Kind richtig?

Ein Überblick:

Was ist die Hand-Mund-Fuß-Krankheit?

Abgekürzt spricht man von der sogenannten HMFK – der Hand-Mund-Fuß-Krankheit.  Sie ist eine Viruserkrankung und betrifft in der Regel Kinder zwischen zwei und sechs Jahren. Manchmal sind aber auch Säuglinge betroffen. Irrtümlicherweise denken viele, dass die Maul- und Klauenseuche dasselbe ist; dies stimmt nicht. Die Viren der HMFK gehören zur Gruppe der Sommergrippe.

Wir kann mein Kind sich mit HMFK anstecken?

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Genau wie der Grippevirus ist auch die HMFK sehr ansteckend. Sie verbreitet sich zum Beispiel über Husten und Niesen oder durch den Kontakt mit infizierten Oberflächen, wie zum Beispiel über Türklinken. Aber keine Angst,  obwohl die Symptome der Krankheit für das Kind meist sehr unangenehm sind, ist die Krankheit nicht lebensbedrohlich.

Wie kann ich mein Kind davor schützen?

Leider ist ein Kind eine Woche VOR dem Erscheinen der Symptome am ansteckendsten – die HMFK ist daher nur sehr schwer zu vermeiden und du kannst dein Kind kaum davor schützen. Normalerweise beträgt die Inkubationszeit zwischen drei und sechs Tage. Der Kot bleibt allerdings bis zu zwei Wochen ansteckend, weshalb auf dem Klo oder auf dem Wickeltisch höchste Hygiene gefordert ist. Nach etwa einer Woche verschwinden die Symptome wieder.

Woher weiß ich, dass mein Kind es hat?

Ein Säugling oder ein Kind mit der HMFK fühlt sich wirklich schlecht. Die sichtbaren Anzeichen des Virus sind die roten, juckenden Ausschläge, die in kleine weißgraue Bläschen übergehen. Diese treten, wie der Name schon sagt, an den Händen, den Füßen und im und um den Mund auf. Dein Kind könnte auch Halsschmerzen haben, leichtes Fieber und sich einfach unwohl fühlen. Die Blasen können sehr schmerzhaft sein. Vielleicht möchte dein Kind nicht gestillt werden oder verweigert das Essen, weil ihm der Mund so wehtut. Bitte nicht verwechseln: Ähnliche Krankheitszeichen gibt es auch bei der Mundfäule.

Wann gehe ich mit dem Kind zum Arzt?

Auch wenn der Arzt wenig tun kann, ist ein Besuch beim Kinderarzt ratsam. Erst recht, wenn das Fieber über 39 Grad Celsius ansteigt oder nach vier bis fünf Tagen noch nicht verschwunden ist.

Achte unbedingt auf die Anzeichen von Dehydrierung (Austrocknung) deines Kindes. Manchmal möchte das kranke Mäuschen eben aufgrund des Schmerzes im Mund nicht schlucken. Wenn dein Kind also nichts isst oder trinkt und innerhalb von sechs bis acht Stunden kein Pipi kommt, solltest du zum Arzt fahren.

Wie sorge ich für mein krankes Kind?

Obwohl du voraussichtlich ein bis zwei Wochen warten muss, bis das Virus von selbst verschwindet, kannst du die Symptome deines Kindes etwas lindern. Gib ihm fiebersenkende Mittel oder mache Wadenwickel. Auch kalte Kompressen in der Leistengegend können das Fieber senken.

Gegen die Schmerzen im Mund kann ein Gel lindernd helfen. Gegen den Schnupfen und den Husten kannst du dein Kind mit Kamillen- und Wasserdampf inhalieren.

Wichtig: Um eine Austrockung zu vermeiden, stille deinen Säugling regelmäßig oder gib deinem Kind viel Wasser und verdünnten Saft. Vor allem kalte Getränke und Speisen sowie Bananen lindern die Schmerzen. Besonders empfehlenswert ist ein Wasser- oder Fruchteis.

Du wirst in dieser Krankheitsphase sicherlich mit deinen Kräften am Ende sein. Aber sei dir gewiss: Auch diese Kinderkrankheit geht vorbei und ihr werdet es gemeinsam überleben! 😉

Gute Besserung!

Quellen: http://www.netdoktor.de/krankheiten/hand-fuss-mund-krankheit/
& http://www.onmeda.de/krankheiten/hand-fuss-mund-krankheit.html

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