Dein Kind schreit und lässt sich überhaupt nicht beruhigen? Dieser Satz hilft:

Kennen wir alle: Das Kind heult und brüllt, aus scheinbar nichtigen Gründen. Nicht, weil es sich wehgetan hat, oder weil etwas kaputt gegangen ist, sondern weil es den Waschlappen selber aus der Schublade nehmen wollte. Oder man gesagt hat, dass wir jetzt ein wenig aufräumen müssen.

Wenn man fragt, was los ist, warum es jetzt so weint? Noch mehr heulen, noch lauter.

Dann wendet man alle schlauen Dinge an, die in den Erziehungsbüchern stehen: Frust runterschlucken. Auf die Knie gehen, geduldig bleiben. In die Augen schauen, das Kind berühren.

Es dreht sich weg und haut nach einem. Noch mehr heulen.

Man ist eine gute Mama, zeigt Verständnis: „Du bist traurig, ich seh das. Brauchst du eine Umarmung? Soll die Mama hier bei dir bleiben und warten, bis es dir besser geht?“

Das Kind hört einen noch nicht einmal. Es brüllt und brüllt, als würde ihm jemand die Haut abziehen.

Doch dafür gibt es eine wissenschaftliche Erklärung: Wenn wir traurig sind, arbeitet das Gehirn in seinen eher primitiven Regionen: Dem limbischen System, das unsere Gefühle kontrolliert. Als Erwachsene haben wir ein voll entwickeltes Gehirn, und können deshalb diesen emotionalen Part besser kontrollieren (zumindest die meisten von uns ?).

Wenn man sehr aufgebracht ist, ist es schwieriger, mit dem logischen Teil des Hirns zu arbeiten. Wir sind so sauer oder traurig, dass wir einfach nicht „klar denken“ können.

Und die einfachste Lösung ist es, die Kids (und auch Erwachsene) zum (Nach)denken zu bringen! Denn dann verschiebt sich die Hirnaktivität vom Gefühlsteil zu dem Areal, das für logisches Denken verantwortlich ist. Das hilft sofort, um runter zu kommen.

Fass dein Kind an den Schultern, schau ihm in die Augen oder flüstere (hilft manchmal, um die Aufmerksamkeit zu bekommen, weil sich das Kind anstrengen muss, dich zu hören) und versuch den Tipp von Bloggerin und Kindertherapeutin Amanda Rueter:

Sag: „Willst du ein Spiel mit mir spielen? Das wird lustig!“

Wenn du die Aufmerksamkeit deines Kindes hast, sag etwas wie: 

„Lass uns fünf Sachen finden, die blau sind!“
Oder: „Was ist zwei plus zwei?“
Oder: „Zeig mir drei Dinge, die du berühren kannst.“

Das kann auch irgendein anderes Spiel sein – bei meinem zweijährigen Kind funktioniert es am Besten, wenn wir aus dem Fenster schauen und versuchen, die Vögel am Himmel zu suchen und zu zählen – sie liebt ihre Piep-pieps!

Es ist eine großartige Methode, ein Kind zu beruhigen, vor allem, wenn man den Frust in sich hochkommen fühlt, weil es einfach gar keinen Grund für Geschrei gibt.

Probiert es aus!

 

 

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meiner Familie in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Seit 2015 bin ich Mama einer wundervollen Tochter.

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