Das Ohr isst mit: So schmeckt es auch wählerischen Kindern

Ach ja, kleine mäkelige Esser – das ist quasi MEIN Thema 😉 Meine Tochter (gerade sechs geworden) hatte und hat unzählige „Macken“, was das Essen angeht. (Die häufigsten Typen von speziellen Essern findest du übrigens hier.)

Allen, die vielleicht auch gerade verzweifeln, weil ihr Kind nur hartgekochte Eier will oder rote Lebensmittel einfach nicht ausstehen kann, kann ich aber sagen: Es wird besser. Wahrscheinlich nie so, wie Eltern es sich vorstellen, aber besser. Ehrlich!

An und für sich ist es aber eigentlich auch völlig egal, wenn Kinder mäkelige Phasen haben.

Mangelerscheinungen sind nun wirklich äußerst selten und im Laufe der Jahre erweitern sie von ganz alleine ihr kulinarisches Spektrum.

Deswegen: Nur keinen Druck ausüben, auch, wenn es manchmal so NERVT. Das macht alles nur noch schlimmer. Niemand muss alles essen. Und meiner Meinung nach, aber das sieht jeder anders: Auch nicht alles probieren.

Aber, wie gesagt, ich kann den Frust verstehen, den man verspürt, wenn das Kind gefühlt alles verschmäht. Und dann kommt dieser einfache, harmlose Trick einer Mama vielleicht gerade recht:

 

Die Twitter-Userin mit dem passenden Namen „Goldfish and Chicken Nuggets“ schreibt: „Heute habe ich gelernt, dass die Umbenennung von Parmesan Hühnchen in ,Spaghetti-Hühnernuggets mit Käse‘ die Wahrscheinlichkeit, dass meine Kinder es essen werden, um mindestens 5.000 Prozent steigert!“

Aha! Ein sehr guter Trick, dem ungeliebten Futter einfach einen neuen Namen geben!

Übrigens klappt das wirklich… Ich habe ich lange geweigert, aber als ich anfing, belegte Brote mit Keksausstechern in appetitliche Formen zu bringen und diese Märchenhappen zu nennen, begann meine Tochter, nun ja, AbendBROT zu essen. Und nicht nur AbendWURST oder AbendKÄSE.

Diese Erfahrungen haben unzählige Eltern gemacht, wie die Reaktionen auf den Tweet zeigen, nachdem er auf Instagram von Feeding Littles geteilt wurde:

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Feeding Littles (@feedinglittles)

„Mein Kind wird KEINE Makkaroni essen… Aber es wird käsige Nudeln essen!“, kommentiert ein User. „Mein Sohn isst keine Pizza, aber er isst gegrillten Käse. Also ist Pizza zu ,schickem gegrilltem Käse` geworden. Er isst es – kein Problem!“ schreibt ein anderer. Tomatensuppe wird erst als Ketchupsuppe akzeptabel, Lachs wird erst als Meeres-Huhn verspeist…

„Omeletts sind ,Eierpizza` in unserem Haus. Schneiden Sie sie mit einem Pizzaschneider in Dreiecke, und voila, es ist ein Hit!“ „Unsere Mädchen mögen kein Wasser trinken, aber LIEBEN „Wassereis ‚ (Pures Wasser mit zerstoßenem Eis, das sie mit einem Löffel essen.“

Ein Tipp, der wie für meine Tochter gemacht ist, die lieber zwischen als zu den Mahlzeiten isst: „Wir müssen alles Snack nennen… Frühstück Snack, Mittags-Snack, Abendessen-Snack..“

Es dreht sich also alles, oder zumindest viel, um die Präsentation…

Es ist doch einen Versuch wert, oder? Ich finde die Idee prima, denn sie hat nun so gar nichts mit Drängen und Zwingen zu tun – und doch auch nicht mit echtem Lügen, oder?

Eine süße Sache, ohne Risiken und Nebenwirkungen. Oder?

Fast. Denn wie eine Userin schreibt: „Meine Eltern nannten Schweinefilet jahrelang ,das gute Huhn`, damit mein Bruder es isst. Nun, er fragt immer noch nach ,dem guten Huhn` – und er ist 32.“

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meiner Familie in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Seit 2015 bin ich Mama einer wundervollen Tochter.

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