Corona: Warum steigen jetzt die Fälle bei Kindern?

Nachdem es in den vergangenen Wochen in Deutschland eigentlich ganz gut aussah in Sachen Corona-Infektionszahlen, steigt die Kurve aktuell wieder deutlich. Der Virologe Christian Drosten rechnet damit, dass unsere Lage nach Ostern wieder genauso bedenklich sein wird wie zu Weihnachten.

Wie ermüdend, oder?

Und uns Eltern macht es natürlich besonders Sorgen, wenn wir in diesem Zuge solche Neuigkeiten lesen, wie sie u.a. die BILD schreibt: Am höchsten sind die Inzidenzen aktuell bei den Menschen zwischen 15 und 44 mit Werten über 100. „Der stärkste Anstieg ist bei Kindern zwischen 0 und 14 Jahren zu beobachten, wo sich die 7-Tage-Inzidenzen in den letzten vier Wochen verdoppelt haben“, stellte das RKI fest.

Aber woran liegt denn das auf einmal? Laut Lagebericht des RKI sind neben den Ansteckungen in Privathaushalten Infektions-Häufungen in Kitas, Schulen und beruflichem Umfeld für die schlechte Entwicklung der Zahlen mitverantwortlich. Oft könne aber auch gar kein konkreter Ansteckungsort ermittelt werden.

Eigentlich liegt es aber auf der Hand, warum jetzt so viele Kinder positiv getestet werden: Eben weil sie jetzt überhaupt getestet werden! Denn seit dem 22. Februar sind in vielen Bundesländern die Kitas wieder geöffnet und auch die Schulen, zumindest stufenweise.

Diese Öffnungen sind eben häufig an Schnelltests gebunden – und wo es mehr Tests gibt, da gibt es eben auch mehr positive!

Vorher wurden gerade kleine Kinder kaum getestet, da sie bei einer Covid19-Infektion glücklicherweise meist kaum Symptome und Beschwerden haben.

Ein Blick auf die Testzahlen zeigt: Vor allem Kinder und Jugendliche werden seit Wochen DEUTLICH häufiger getestet als zuvor! Und auch das erklärt die höhere Anzahl erkannter Infektionen.

Es KÖNNTE aber auch noch einen zusätzlichen Grund geben:

Einige Zahlen deuten darauf hin, dass die britische Coronavirus-Mutation B.1.1.7 , die sich hierzulande immer stärker ausbreitet, auch mehr Kinder ansteckt als die „Urform“ des Virus und bei ihnen dann auch schwerere Symptome auslösen könnte. Diese Befürchtung habe viele Experten – als gesichert gilt sie aber noch nicht.

Mit einem Melderegister behalten die deutschen Kinderärzte im Blick, bei wie vielen Kindern Covid-19 schwer verläuft. Die Ergebnisse: Bisher erkranken nur wenige Kinder wirklich schwer und müssen in der Klinik behandelt werden. Dabei haben Kinder mit Vorerkrankungen ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf. Kindergarten- und Grundschulkinder erkrankten bislang seltener als Säuglinge und ältere Kinder. Bei Jugendlichen nähert sich das Risiko mit zunehmendem Alter dem von Erwachsenen an.

Laura Dieckmann

Als waschechte Hamburgerin lebe ich mit meiner Familie in der schönsten Stadt der Welt – Umzug ausgeschlossen! Bevor das Schicksal mich zu Echte Mamas gebracht hat, habe ich in verschiedenen Zeitschriften-Verlagen gearbeitet. Seit 2015 bin ich Mama einer wundervollen Tochter.

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